Die Apostel gingen zunächst davon aus, dass das Evangelium allein den Juden verkündigt werden sollte. Gott jedoch machte dem Apostel Petrus durch eine Erscheinung deutlich, dass das Evangelium auch den Heiden zugedacht ist (vgl. Apostelgeschichte 10 und 11). Auf der Apostelversammlung in Jerusalem wurden Fragen zur Heidenmission und zur Bedeutung des mosaischen Gesetzes für die getauften Heiden geklärt (vgl. Apostelgeschichte 15,1-29). Diese Entscheidungen trugen dazu bei, dass sich die christlichen Gemeinden schließlich von vielen Traditionen des jüdischen Glaubens lösten.
Durch eine „Erscheinung“ zeigt Gott Menschen, die er dazu ausersehen hat, in besonderen Fällen seinen Willen. Eine solche Erscheinung wird auch als „Vision“ oder „Gesicht“ bezeichnet.