Mit dem Bibelwort aus Matthäus 12, 38 diente der Bezirksapostel den Anwesenden:
«Da antworteten ihm einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollen ein Zeichen von dir sehen.»
Der Bezirksapostel begann die Predigt mit einem Gedanken, der ihm auf der Hinfahrt kam, nämlich über das Wunder des Gottesdienstes. Mit diesem Wunder meine er, dass wir spüren mögen, wie der Heilige Geist wirkt und dass die einfach gesprochenen Worte unsere Herzen berühren. Das sei sein Wunsch für diesen Abend! Gottesdienstbesuch nicht einfach aus Gewohnheit, sondern Beschäftigung mit einigen Gedanken und im Gebet schon im Vorfeld. Das lohnt sich, weil Gott dann mit solchen Herzen arbeiten kann; er wird dadurch in uns spürbar sein. Das Wunder eines Gottesdienstes!
Die Schriftgelehrten wollten auch ein Zeichen sehen, ein Wunder erleben. Hinter jedem dieser Wunder, welche durch Gott und Jesus gegeben wurden, stand immer eine Botschaft: Ich bin bei euch, ich liebe euch. Diese Liebe hat Jesus Christus bereits bewiesen, indem er für die Menschheit ans Kreuz ging.
Gott hilft uns, indem er das eine oder andere Zeichen/Wunder schafft; überlassen wir es ihm, wie er das tut, nach seiner Weise. «Ich wünsche euch, das zu erleben, nicht nur im Gottesdienst, auch im Alltag» schloss der Bezirksapostel seine Predigt.
Bischof Thomas Wihler erwähnte: Zeichen «sehen» wollen, ist ein menschlicher Wunsch, bei dem es im Grund um Äusserlichkeiten geht; man sieht es, nimmt es wahr. Jesus verwies aber auf eine innere Sicht, als er gefragt wurde, wann das Reich Gottes kommen werde: Das Reich kommt nicht in äusseren Zeichen, es ist mitten unter euch, ja in euch!
Glaube ist ein besonderes Geschenk Gottes; er ist uns stets nah.