König Hiskia führte nach langer Zeit der Gottentfremdung und Götteranbetung wieder den rechten Gottesdienst ein. In der heutigen Zeit können sich auch bei uns Dinge in unsere Gedankenwelt, in unsere Lebensgestaltung einschleichen, die Gott in unserer Seele an den Rand drängen. In den Gottesdiensten macht der Heilige Geist mit Liebe auf solche Gefahren aufmerksam.
Der rechte Gottesdienst besteht aus Wort und Gnade, Sakrament und Gemeinschaft. Der Bezirksapostel nahm immer wieder Bezug zum Eingangslied des Chores: „Gott zeigt uns den Weg in die Herrlichkeit“. Der Gottesdienst ist wie eine weiche Leitplanke, die uns auf die „rechte“ Glaubensspur zurückführt.
Hiskia hatte eine feste Gottesbeziehung. Er hing dem Herrn an. Alles was er anfing, machte er von ganzem Herzen. Und dieses Herz wurde besonders beleuchtet. Denken wir an das dreifache Herz:
- Gott gegenüber, das Herz eines Kindes,
- seinem Nächsten gegenüber, das Herz einer Mutter,
- sich selbst gegenüber, das Herz eines Richters.
Wir „predigen“ im Alltag durch unser Reden, Handeln und Verhalten. Jesus Christus zeigte uns, wie sich ein demütiges und ein entschiedenes Herz verhält. Auch hat er alles mit ganzem Herzen getan. Von Josef lernen wir, wie sich ein gottesfürchtiges Herz verhält. Und der weise Salomo hat Gott um ein gehorsames Herz gebeten.
Bezirksevangelist Felix Keller ergänzte, dass wir uns sicher fühlen können, wenn wir die Nähe Gottes suchen. Und wir dürfen auch dankbar sein für die weichen Leitplanken Gottes, die uns den Weg zur Herrlichkeit zeigen.
Bischof Andre Weidmann zeigte auf, dass ein „rechter Gottesdienst“ dann stattfindet, wenn wir uns mit dem Herrn verbinden. Haben wir ein achtsames Herz, das prüft, was sich im Herzen bewegen soll und was nicht.