Als Grundlage zum Gottesdienst las er das Bibelwort aus Klagelieder 3, 21-24 vor: „Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.“
Mit dem Lied Nummer 255, „Grosser Gott, wir loben dich“, eröffnete die Gemeinde die Feierstunde. Danach setzte der Apostel mit seinen pointierten Aussagen viele wichtige Merkpunkte:
- Gott ist der Allmächtige, hat alles im Griff und unter Kontrolle
- Aufforderung, Jesus als Pilot in unserem Lebensschiff, also im Leben zu behalten
- Geschwister, vor allem auch ältere, haben sehr viel getan und dem lieben Gott Zeit geschenkt – mit Freude und aus Liebe
- Das Engagement der Senioren in den Gemeinden ist auch heute sehr geschätzt. Sie unterstützen, begleiten und helfen
- Die „Klagelieder“ enthalten viele schwierige Aussagen, jedoch auch sechs Verse mit positivem Inhalt. Jeremia, der gemäss jüdischer Tradition diese Texte geschrieben hat, war ein Prophet in einer belasteten Zeit.
- Die wichtigen Inhalte gaben den Menschen damals Hoffnung und Zuversicht. Sie sind auch in den jüdischen Schriften zu finden.
- In der Schweiz geht es uns gut, trotz vereinzeltem Jammern
- Heute sehen wir viele Regionen, in denen die Menschen leiden. Wir leiden auch: Unter dem Druck der Zeit oder durch belastete zwischenmenschliche Beziehungen.
Hoffnung
Dem Leiden der Menschen, besonders auch der Gotteskindern, steht die Hoffnung auf die Hilfe Gottes gegenüber. Dies zeigte der Apostel durch seine Botschaften:
- Heute offenbart sich der Heilige Geist in Wahrheiten, die uns zur Kraft dienen
- Dauernd die schrecklichen Berichte am TV zu sehen oder am Radio zu hören, könnte depressiv machen. Schauen wir besser auf das Positive in unserem Leben
- Jede Woche finden an verschiedenen Tagen Gottesdienste statt. Darin zeigt sich: Gott liebt dich! Er sorgt für dich
- Der Heilige Geist bezeugt die Barmherzigkeit Gottes
- Gemeinschaft zu pflegen ist heute schwieriger als früher, als noch eine grössere Anzahl Geschwister in den Gemeinden den Austausch untereinander ermöglichten
- Der Heilige Geist rät, dich stets unter den Willen Gottes zu beugen und dadurch Segen zu erleben
- Einige Neuerungen sind in der Kirche eingeführt worden, z.B. die Ordinierung von Amtsträgerinnen und das Amtsverständnis.
- Der Heilige Geist weist auf die Treue Gottes hin. Er ist uns stets nahe gemäss der Aussage „Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende“
- Der Heilige Geist beschreibt auch die Allmacht Gottes. Am Ende gewinnt Jesus Christus immer!
Aufgaben
Gegen Ende seines Dienens nannte der Apostel drei Aufgaben, speziell für die Senioren:
- Bitte verherrlicht den lieben Gott, indem ihr von Glaubenserfahrungen erzählt
- Kinder sollen vorbildhaft begleitet werden. Dazu ist es nützlich, wenn wir ihre Namen kennen und mit ihnen sprechen
- Auch die Jugendlichen sollen einbezogen werden, indem wir auf sie zugehen, sie ansprechen und uns für sie und ihr Leben interessieren.
Predigtbeitrag
Der mitdienende Vorsteher erwähnte, die Zuhörenden seien aufgefordert worden, statt zu jammern, ein Loblied anzustimmen. Er erinnerte sich an einen alten Bruder, den er als Kind erlebt hatte. Dieser war im Geiste etwas eingeschränkt, aber einfach sehr lieb. Dieser Eindruck sei ihm geblieben. Eine alte Schwester habe er als Kind in ihrem einfachen Zuhause besucht und dort stets eine schöne Stimmung erlebt.
Heute gibt es verschiedene Gottesdienste: für Kinder, Jugendliche, Senioren, Geistliche. Am Ziel wird es einen einzigen Gottesdienst geben, mit allen Gotteskindern gemeinsam.
Als Überleitung zur Sündenvergebung und zur Feier des Heiligen Abendmahls zitierte der Dienstleiter einen Apostel, der einmal betonte:
Der beste Moment ist jetzt! Ein solcher bester Moment sei auch, jetzt zu vergeben.
Nach dem Schlusssegen sang die Gemeinde das eindrucksvolle Lied: „Nun danket alle Gott“. Anschliessend konnten die Senioren bei Kaffee und Kuchen die Gemeinschaft pflegen.