Aus dem Dienen kommt Freude

16.03.2025

Anlässlich eines Einführungsseminars für Geistliche im Diakonen- und Priesteramt hielt Bischof André Weidmann den Gottesdienst am 16. März 2025 in Zofingen. Nebst den Gläubigen der Gemeinde waren die meist jungen Geistlichen des Seminars anwesend.

Die Predigt des Bischofs vertiefte das Bibelwort aus Psalm 100, 2.3: «Dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! Erkennet, dass der Herr Gott ist!»

Das Lied des Chores «Nimm mich bei der Hand, Vater» weckte ein Bild, das der Dienstleitende erläuterte: Wenn ein Kind mit den Eltern die Strasse überquert, wird es oft an der Hand gehalten. Das gibt ihm Sicherheit und Führung. Wenn wir die Hand Gottes im Vertrauen ergreifen, führt er uns zum Glaubensziel.

Voller Freude erwähnte der Bischof, dass die anwesenden Diakoninnen und Diakone, Priesterinnen und Priester, eine schöne Entwicklung zeigen, weil sie dem Ruf des Herrn folgen und sich in seinen Dienst stellen. Er beschrieb, wie aus dem Einsatz der Geistlichen immer auch Freude aufkommt – für die Anvertrauten und für sie selbst.

 

Merkpunkte aus dem Dienen des Bischofs

Aus dem Bibelwort griff er zunächst den Begriff «Herrn» auf. Es ist wichtig, ihn in seiner Liebe und Grösse zu erkennen, auch wenn uns das nur ansatzweise gelingt. Dazu gehört, zu sehen, was er uns geschenkt hat und immer wieder schenkt: Gemeinschaft mit ihm, die Gabe des Heiligen Geistes, das Apostelamt, Glaubenserlebnisse.

Ein nächster Punkt betraf das Dienen. Die Freude soll etwas bewirken und uns alle anregen, in den Gemeinden in den verschiedensten Bereichen zu dienen. Wenn die Möglichkeiten eingeschränkt sind, ist immer noch die Fürbitte und die Nächstenliebe erfüllbar. Es geht darum, sich nach Kräften und Möglichkeiten in den Dienst des Herrn zu stellen. Das löst Freude aus, die zu einer Kraftquelle wird. Wie kann ich in Sorgen und Belastungen dennoch Freude erhalten? Indem ich mich vertrauensvoll an den Herrn wende!

Wo erleben wir das Angesicht Gottes? Im Gottesdienst durch das geistgewirkte Wort, in der Sündenvergebung und dem Heiligen Abendmahl, im Segen am Ende des Gottesdienstes, in der Gemeinschaft im Gottesdienst, in der Verbindung durch das Gebet in vielfältiger Form. Hierzu stellte der Bischof wichtige Fragen: Wie suchen wir das Angesicht Gottes? Wie stark ist in uns der Wunsch nach der Gemeinschaft mit ihm?

Zum Ausdruck «der Herr ist Gott» betonte er, wie wichtig es ist, den Herrn zu erkennen und sein Wirken wahrzunehmen, besonders auch im Alltag. Wir dürfen feststellen: Gott ist immer da, schenkt Impulse, lenkt, leitet, führt und unterstützt uns. Er wünscht, dass wir Freude erleben in der Beziehung zu Gott und darin, unseren Glauben leben zu dürfen.

 

Aussagen der Mitdienenden

Eine Priesterin wies auf den Vortrag des Instrumentalensembles hin, welches vor dem Gottesdienst das Lied «Herr mein Leben es sei dein» intoniert hatte. Sie erinnerte daran, wie die frischen Seelsorgenden vom Seminar alle zugesagt hätten, ihr Leben gehöre dem Herrn. Es gibt auch schwierige Situationen im Leben, wo diese Aussage geprüft wird. Wir sind alle aufgerufen zu dienen. Manchmal dienen wir indirekt Gott, indem wir jemandem ein Lächeln schenken – ein ganz leises Dienen.

Ein Priester bezog sich auf die Seminarinhalte zur Seelsorge und zeigte, dass Gott uns Gutes tun will durch unsere ganz persönlichen Seelsorgenden. Wir sind aufgerufen, Gutes zu tun und Böses zu meiden. Hierzu erwähnte er eine Geschichte, die beschrieb, wie oft böse oder falsche Dinge über andere Menschen gesagt werden, die jedoch aus den eigenen Mängeln kommen.

In seinem Dienen zeigte der Bezirksvorsteher, dass Gott einfach Liebe ist. Gott will uns immer wieder Kraft geben, uns stärken. Der Gottesdienst ist eine Quelle der Kraft, des Friedens, der Freude.

Bei der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahles wurde die grosse Schar der neuen Seelsorgenden gewürdigt, indem alle das Abendmahl vor der Gemeinde erhielten.

Am Schluss des Gottesdienstes dankte der Bischof für alle Unterstützung und besonders für die musikalischen Darbietungen durch Chor, Orgel und Instrumentalensemble.