Bezirksapostel Rüdiger Krause aus Norddeutschland besuchte zusammen mit seiner Gattin die neuapostolischen Gemeinden Lenzburg-Staufen, Safenwil und Wildegg. Als Auftakt des Besuches erlebten die Gäste einen Rundgang durch die Altstadt von Lenzburg. Anschliessend konnten die Geschwister der drei Gemeinden bei einem reichhaltigen Apéro die Gemeinschaft pflegen und die Gäste näher kennenlernen. Höhepunkt war die Feier des Gottesdienstes, musikalisch umrahmt mit wohlklingendem Chorgesang und stimmungsvollen Tönen des Instrumentalensembles.
"Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; das ist das kleinste unter den Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es grösser als alle Kräuter und wird ein Baum, so dass die Vögel unter dem Himmel kommen wohnen in seinen Zweigen" (Matthäus 13, 31-32).
Nicht die Grösse ist wichtig, Leben und Kraft im Samenkorn sind entscheidend. Das Evangelium ist klein, einfach und simpel, keine Philosophie nur für Intellektuelle. Jesus hat alle Menschen direkt angesprochen und ihnen in verständlichen Bildern das Himmelreich erklärt. Jesus Christus wurde getötet, aber das war nicht sein Ende. Er ist an Ostern machtvoll auferstanden und wurde an Christi Himmelfahrt gegen Himmel zum Vater entrückt. Wichtig war nicht seine Macht und Grösse als König oder Herrscher auf Erden - sein Reich ist nicht von dieser Welt. Wichtig und entscheidend ist das Leben und die Kraft in seiner Botschaft und in unserem Glauben.
Der Bezirksapostel wies darauf hin, dass wir den Baum, der aus dem Senfkorn wächst, als Bild der Gemeinde verstehen dürfen. Nicht die Grösse einer Gemeinde ist wichtig, wesentlich ist das Leben und die Kraft darin. Wie die Vögel dürfen wir in den Zweigen der Gemeinde wohnen. Wir dürfen auf Gott vertrauen und unsere Sorgen und Anliegen vor ihn tragen. Die Verheissung der ewigen Gemeinschaft mit Gott ist grossartig. "Wenn ich hingehe, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid wo ich bin" (Joh 14,3).
Als Schlusspunkt sangen alle gemeinsam - begleitet durch die Instrumentalgruppe - das schöne Taizé-Lied Nada te turbe: Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken, alles vergeht, Gott bleibt derselbe. Geduld erreicht alles. Wer Gott besitzt, dem kann nichts fehlen. Gott allein genügt. Es passte nahtlos zur Kernaussage des Gottesdienstes.