Lass dich auf das Leben mit Jesus Christus ein

21.04.2024

«Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.» Mit diesem Bibelwort aus Johannes 14,6 diente Bezirksapostelhelfer Thomas Deubel in der Kirche Bern-Ostermundigen den Konfirmandinnen und Konfirmanden des Bezirks Bern-Süd, ihren Gästen sowie den eingeladenen Gemeinden.

Zu Beginn betonte Apostel Deubel, dass dieser Gottesdienst ganz den Konfirmandinnen und Konfirmanden und ihrer Verantwortung gegenüber dem neuapostolischen Glauben gewidmet sei. Es gehe um die Beziehung zu Gott und den verantwortungsbewussten Umgang mit ihrem Glauben. Der Segen, der ihnen in diesem Gottesdienst gespendet werde, stärke ihre Nähe zu Gott und ihren Glauben.

Was ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Glauben bedeutet, wurde anhand des Kontextes zum Bibelwort erläutert. Das Bibelwort ist Teil der Begebenheit, als Jesu die Jünger verlassen wollte, um sich auf den Weg nach Jerusalem zu begeben und dort seinen Auftrag zu erfüllen. Apostel Thomas wollte Jesus auf seinem letzten Weg begleiten. Jesus sprach: «Da wo ich hingehe, da könnt ihr nicht mitkommen.» Thomas liess nicht locker und fragte: «Wohin soll es denn gehen? Was erwartest du von uns?» Jesu antwortete: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.»

Im Rückblick verstehen wir, dass Jesus uns das Opfer bringen, die Menschen erlösen und den Weg zu der ewigen Gemeinschaft mit Gott zeigen wollte. Jesus, der Erlöser, ist immer da, um uns zu helfen. Er hat uns die Gabe des Heiligen Geistes geschenkt, die es uns ermöglicht, auf seine Impulse zu hören und die Entscheidung mit ihm und unserem Herzen zu treffen - nicht mit dem Bauch oder dem Verstand allein. Dazu motivierte der Apostel die Anwesenden, sich die Frage zu stellen, ob unsere Entscheidungen uns näher zu Gott führen und ob wir Gott und unsere Nächsten lieben können. Wir Menschen haben oft andere Vorstellungen und Wünsche, als Gott für uns vorgesehen hat. Er hat längst vorgesorgt  - nur sehen wir die Lösung noch nicht.

Was ist gemeint mit «Gott ist der Weg»? Der Apostel nannte ein Beispiel: Ein Eingeborener in Malaysia hilft einem Kriegsgefangenen durch den Dschungel, um die Küste zu erreichen. Der Kriegsgefangene fragt seinen Helfer «Bist du [dir] sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind?» Daraufhin entgegnete der Eingeborene «Es gibt hier keinen Weg. Ich bin der Weg.» Auf Jesus bezogen bedeutet das für die Gläubigen, dass wir nur durch die Nachfolge, das Einhalten der Gebote und die Sakramente der Heiligen Wassertaufe und Heiligen Versiegelung weiterkommen können. Sinnbildlich gesagt: wenn wir Jesus unser Leben dirigieren lassen, kann uns das auch den Druck nehmen, alles richtig machen zu müssen. Denn Jesus will nur eins - dass es uns gut geht und wir in seine Nähe kommen.

Bischof Thomas Wihler wünschte in seinem Predigtbeitrag den Konfirmandinnen und Konfirmanden, dass ihnen das Bibelwort in Zukunft immer wieder Antworten auf wichtige Lebens- und Glaubensfragen geben möge. 

Der Gottesdienst und die Segenshandlung der Konfirmation wurden mitgestaltet und musikalisch festlich umrahmt vom Kinderchor, dem Projektchor und der Jugendband.