Erster Gottesdienst in der neuen Kirche in Losone

07.04.2024

Am Sonntag, 7. April 2024, hielt Apostel Rolf Camenzind den ersten Gottesdienst in der neuen Kirche in Losone, die gemeinsam mit der Adventistischen Kirche genutzt wird. Zu diesem Anlass waren alle Gläubigen, die in der Vergangenheit zur Gemeinde Locarno gehörten, und die gesamte adventistische Kirchengemeinschaft eingeladen.

Die Kirche war voll besetzt, der Chor und das Orchester belebten den Gottesdienst mit fröhlichen Liedern und Musikstücken. Auf dem Altar befand sich unter den Dekorationen eine Botschaft mit guten Wünschen für alle Anwesenden: "Willkommen im Wandel".
Das Bibelwort für den Gottesdienst stammte aus Psalm 122, 7/8: "Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen." In der Predigt ging es also um den FRIEDEN, ein kostbares Gut, das wir in unserem Glauben und in unserer Verbindung mit Gott finden können. Wir suchen den Frieden in uns selbst, wir suchen den Frieden mit anderen, und wir suchen den Frieden im Haus unseres Vaters.
Er hinterlässt seinen Frieden in unseren Herzen, wann immer wir uns zum Gottesdienst begeben. Es spielt keine Rolle, ob es sich um ein historisches Gebäude handelt, an das wir gewöhnt sind, oder um ein neues, gemeinsam genutztes Gebäude. Es spielt auch keine Rolle, ob es ein bescheidener, unscheinbarer Ort ist, wie es oft auf Missionsreisen der Fall ist.
In den Mauern des Hauses Gottes finden wir Frieden, Kraft, Trost und Freude. Wir lassen alle irdischen Sorgen und negativen Dinge, die unsere Seele stören, draußen. Wenn Gott sich durch den Heiligen Geist offenbart, verschwindet alles Böse. Lassen wir all das Gute in uns kommen, sagte der Apostel.
In Gottes Haus können wir auch Antworten auf unsere Gebete und Fragen finden. Wenn wir zuhören, bietet Gott uns Lösungen an. Wenn wir uns ihm nähern, werden unsere Prioritäten klarer und die Sorgen des Alltags verlieren ihre Bedeutung.
Am neuen Altar dienten auch ein Priester, der Gemeindevorsteher sowie der Bezirksvorsteher mit, der von den Wechselfällen erzählte, die zum heutigen Tag und zum Leben des Glaubens im neuen Gotteshaus führten.
Auf dem Altar waren zwei Herzen angebracht, die für die beiden Gemeinschaften standen, die miteinander auf das Endergebnis hinarbeiteten, nämlich die gemeinsame Nutzung von Räumen, im Rahmen des Dialogs und der gegenseitigen Rücksichtnahme. Die beiden Konfessionen gehen jeweils ihren eigenen Weg, um das Endziel zu erreichen und in der Ewigkeit bei Gott zu sein.
Am Ende des Gottesdienstes richtete Pastor David Malaguarnera von der Adventistischen Kirche ein paar Worte der Begrüßung an die Anwesenden und wünschte sich, dass die Kirche jeden Sonntag so voll von Gläubigen sein möge. Er überbrachte die besten Wünsche für einen langen Weg des Willkommens, des Miteinanders und des Teilens und überreichte der neuapostolischen Gemeinde als Zeichen der Freundschaft ein Glaubensbuch seiner gesamten adventistischen Gemeinde. Er fügte hinzu, dass die Lehre die beiden Konfessionen trennt, aber die Liebe zu Gott und Jesus sie eint.
Im Anschluss an den Gottesdienst kamen die Anwesenden mit Freude noch bei einem reichhaltigen Aperitif zusammen.
Die historische Kirche in Solduno, die der Gemeinde Locarno mehr als fünfzig Jahre lang diente, wurde von Bischof De Lazzari im Gottesdienst vom 31. März 2024 entwidmet.