Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Psalm 103, 17.18 zugrunde: «Die Gnade aber des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, dass sie danach tun.»
Der Bischof sprach über die Wichtigkeit der Verbundenheit untereinander und besonders zu Gott. Die Verbindung zu Gott hat Auswirkungen auf unsere Gemeinschaft, das Miteinander auf dem Weg zum Glaubensziel. Es ist wichtig, den Wert dieser Verbindung gut zu pflegen und in der Verbundenheit einen Seelsorgeauftrag wahrzunehmen und entsprechend zu wirken.
«Führ mich durch dies Erdentale» - diese Worte aus dem Eingangslied zeigen, wie wichtig es ist, sich führen zu lassen. Sie zeugen von Vertrauen in den Führenden. Der Bischof drückte die Hoffnung aus, dass viele Geschwister erleben können, wie schön und wertvoll es ist, eine Aufgabe in der Gemeinschaft zu erfüllen.
Gehaltvolles Bibelwort
Die Worte aus dem vorgelesenen Psalm zeugen von der ewigen Gnade Gottes. Wenn man diese erkennt, wird man sehr demütig. Gott möchte, dass die Menschen sich aus freien Stücken für ihn entscheiden, weil sie die Verbundenheit mit ihm spüren und seine Liebe fühlen. Durch die Grösse und Gnade Gottes dürfen wir Sündenvergebung erleben. Wir müssen aber auch bereit sein, andern zu vergeben. Dies ist ein wesentlicher persönlicher Entscheid.
Es ist wichtig, unsere Verbindung zu Gott stets zu pflegen indem wir beten. Der Bischof rief die Zuhörenden auf, die Entwicklung des Glaubens achtsam zu prüfen. Wenn leise Zweifel aufkommen, sollen wir diese Sorge im Gebet vor den lieben Gott bringen. Vor ihm müssen wir keine Angst, sondern dürfen Ehrfurcht haben.
Der Begriff «Kindeskind» bezieht sich auf Generationen, in denen eine Entwicklung hin zu Gott feststellbar ist. In jedem Gottesdienst für Verstorbene stehen Türen zum Gnadenaltar offen. Für diese Seelen wollen wir einstehen nach dem Motto «beten wirkt».
Im Bibelwort sind auch die Gebote erwähnt. Um diese halten zu können, muss man sie kennen. Manchmal ist die Umsetzung schwierig, aber Gott will uns begleiten und unterstützen, will Impulse geben.
Nach einem Lied des Chores erzählte der Gemeindevorsteher in seinem Predigtbeitrag, wie er vor vielen Jahren von der «göttlichen Telefonnummer» gehört habe. Es sei die Liednummer mit dem Inhalt «Mit dir o Herr verbunden». Auch heute sei es wichtig, die Verbindung zum Herrn zu pflegen.
Der Bezirksvorsteher erwähnte, wie Rettungsdienste ohne zu zögern ausrücken, um zu helfen. So handelt auch Gott, indem er auf unsere Bitten um Vergebung eingeht. Dadurch entwickelt sich in uns eine grosse Dankbarkeit.
Schlusspunkt des Gottesdienstes setzte das Instrumentalensemble mit dem Stück «The Sound of Silence».