Gottesdienste für Entschlafene feiern neuapostolische Christen jährlich drei Mal. Sie finden weltweit in allen Gemeinden am ersten Sonntag im März, Juli und November statt. In den Gemeinden wird in diesen Gottesdiensten der Entschlafenen in besonderer Weise gedacht. In persönlichen und gemeinsamen Gebeten wenden sich die Gottesdienstteilnehmer in Fürbitte an Gott und anempfehlen die Toten seiner gnädigen Allmacht.
Glaube an ein ewiges Leben
Der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod war schon zur Zeit des Alten Testaments vorhanden. Bereits damals glaubten Menschen an die Hilfe des Gebetes zu Gunsten Verstorbener. Ein Hinweis darauf findet sich im zweiten Buch an die Makkabäer, einem apokryphen Buch aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert. Im 12. Kapitel ist zu lesen, dass Judas Makkabäus ein Sühnopfer für Gefallene brachte, die Schuld auf sich geladen hatten.
Im Neuen Testament gehört der Glaube an ein ewiges Leben zum Kern des Evangeliums. Jesus Christus ging nach seinem Kreuzestod in die Bereiche der Entschlafenen und predigte "den Geistern im Gefängnis" (vgl. 1. Petrus 3, 19). Apostel Paulus erwähnt in seinem ersten Brief an die Korinther, dass sich gläubige Christen für die Toten taufen ließen (vgl. 1. Korinther 15, 29).
Der Jenseitsglaube neuapostolischer Christen basiert auf diesen biblischen Hinweisen und ist untrennbar verknüpft mit dem Glauben an die Auferstehung Jesu Christi. Weiterführende Informationen finden sich im Katechismus der Neuapostolischen Kirche.