Der Bezirksapostel, Jürg Zbinden, besuchte die Kirchgemeinde Samedan anlässlich der Ruhesetzung des langjährigen Gemeindevorstehers. Er würdigte das Arbeiten des Evangelisten. Anfänglich als Konfirmandenlehrer, Jugendleiter, Chorsänger und Leiter Blumenschmuck im Engadin tätig, startete er als Gemeindevorsteher in der Kirchgemeinde Poschiavo im Jahre 2001. In 2005 folgte zusätzlich Samedan und 2015 Valchava.
Hauptsächlich im Winter war die Überquerung des Ofenpasses nach Valchava oder des Berninapasses nach Poschiavo eine grosse Herausforderung. Schnee und Eis machten so manches Mal das Ankommen schwierig oder gar unmöglich. Der Gemeindevorsteher war oft selbst in den Gemeinden unterwegs oder organisierte die Bedienung zusammen mit den Seelsorgenden im Engadin. Unterstützung erhielt er auch von Glaubensgeschwistern aus anderen Kirchenbezirken, die tatkräftig mitarbeiteteten und zur Versorgung der Kirchgemeinden beitrugen.
Der Bezirksapostel legte dem Gottesdienst das Wort aus 2. Korinther, Kapitel 9, Vers 6b - 8 zu Grunde: «Und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder Zwang, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem Werk». Und meinte unter anderem: «Unser Vorsteher hat die Saat nicht eingeschlossen, sondern im Guten gesät. Säen ist die königliche DNA des Priestertums!»
Nach der Ruhesetzung des Gemeindevorsterhers beauftragte der Bezirksapostel einen Nachfolger, der künftig die Kirchgemeinden Samedan, Poschiavo und Valchava betreuen wird.
Das Orchester und Gesangsensemble umrahmten den Gottesdienst mit ergreifenden Stücken, unterstützt vom scheidenden wie auch vom neuen Gemeindevorsteher.
Im Anschluss fanden bei Speis und Trank viele Gespräche im gemütlichen Beisammensein statt. Ein passender Ausklang des Festgottesdienstes.