Jahresabschluss-Gottesdienst mit Stammapostel Jean-Luc Schneider in Affoltern am Albis

28.12.2025

«Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat» (Psalm 103, 2).

Stammapostel Jean-Luc Schneider besuchte am 28. Dezember 2025 die Gemeinde Affoltern am Albis, begleitet von den Bezirksaposteln Thomas Deubel und David Heynes (Nord- und Ostdeutschland), den Aposteln Reto Keller und Franz-Wilhelm Otten (Nordrhein-Westfalen) sowie Bischof Ruedi Fässler. Dem Kinderchor Kleeblatt wurde die Ehre zu Teil, den Besuch beim Eintreffen mit einem Lied zu begrüssen.

Vor dem Gottesdienst wurde die Gemeinde durch ein Instrumentalensemble sowie durch ein Stück des Kinderchores und des Projektchores auf den Festgottesdienst eingestimmt. Passend zum Jahresabschluss sang die Gemeinde zum Eingang das Lied «Der du die Zeit in Händen hast» (GB 37). Der Stammapostel diente mit dem Bibelwort «Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat» (Psalm 103, 2):

Nun zum Jahresabschluss sei es Zeit, innezuhalten und zu überlegen, was Gott Gutes getan habe. Insbesondere im täglichen Leben und Geschehen habe er uns viel Gutes getan. Er habe uns Engelschutz gegeben, die richtigen Worte geschenkt, uns viele Male vergeben und eingegriffen, um einen Schaden, den wir angerichtet hätten, wieder gutzumachen. Dabei habe er auch auf andere Menschen zurückgegriffen. Die Herausforderung sei jedoch, dass uns die Hilfe Gottes in alltäglichen Momenten auch im Bewusstsein bleibe. Das Gute werde so schnell überschüttet von anderen Dingen und sei daher schnell vergessen. Das Böse sei meist bleibender als das Gute. Auch die Verflachung, nämlich dass das Göttliche und das Weltliche zunehmend auf der gleichen Ebene wahrgenommen würden, sei ein Thema. Hier sage uns der Psalmist, dass wir einmal Pause machen und daran denken sollten, was der Herr uns Gutes getan habe. Indem wir ihn dafür lobten, würden wir anerkennen, dass wir von Gott und seiner Gnade abhängig seien. Das Motto des Jahres 2025, Gutes zu tun, sei insbesondere so zu verstehen, dass wir an unserem eigenen Heil arbeiten sollten. Weiter sollten wir aber auch Gutes an unseren Nächsten tun. Damit würden wir Gott ehren, weil er uns selbst Gutes getan habe. Gleichzeitig sähen dadurch auch unsere Nächsten, was Gott Gutes tue. Auch wenn nun das Jahr 2025 mit seinem Motto zu Ende gehe, sollten wir weiterhin dranbleiben und Gutes tun.

Bezirksapostel Heynes vertiefte im Anschluss die Gedanken des Stammapostels. Er hielt fest, dass wir uns nun zum Jahresabschluss bewusst Zeit, Ruhe und Stille zum Innehalten und Reflektieren nehmen sollten. Die Gedanken daran, was Gott uns Gutes getan habe, würden nicht zuletzt zu einem Gefühl der Dankbarkeit führen. Für wahre Christen bedeute Dankbarkeit, das zu nutzen, was man von Gott erhalten habe.

Apostel Otten führte aus, dass das Loben des Herrn ein Bewusstseinsprozess sei. Loben sei eine Haltung. Wo gelobt werde, herrsche eine andere Atmosphäre. Wir sollten es uns gönnen, dafür innezuhalten. Denn die Gewohnheit bringe die Gefahr mit sich, das Gute nicht mehr zu sehen. Dem sei entgegenzuwirken.

Im Anschluss wurde das Abendmahl für die anwesende Gemeinde sowie das Abendmahl für die Verstorbenen gefeiert, welches Apostel Keller und Bischof Fässler stellvertretend entgegennahmen.

Den festlichen Abschluss des Gottesdienstes bildete das Loblied «Herr, über alle Himmel weit» von Georg Friedrich Händel, welches durch den Projektchor mit Orgel-und Instrumentalbegleitung vorgetragen wurde.