Am Ostersonntag, 5. April, 2026, diente Bezirksapostel Thomas Deubel der Gemeinde Rafzerfeld im Bezirk Schaffhausen mit dem Bibelwort aus Johannes 20, 17 und 18:
Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria Magdalena geht und verkündigt den Jüngern: „Ich habe den Herrn gesehen“, und was er zu ihr gesagt habe.
Nach der Bibellesung aus Mk16,1-15 führte der Bezirksapostel aus, dass Jesu Kreuzigung und Auferstehung in den vier Evangelien unterschiedlich beschrieben wird. Das zentrale Element sei jedoch, dass alle vier Evangelisten die gleiche Kernaussage hätten, nämlich Jesu Tod und dessen Auferstehung.
Als Maria Magdalena den Jüngern verkündet hatte, dass Jesus auferstanden sei, glaubten ihr nicht alle. Dabei strich der Bezirksapostel besonders den Jünger und Apostel Thomas heraus, der zweifelte und dann doch die Glaubensgewissheit bekam, als er Jesus sah. Glaubst auch du, wenn du nicht siehst? Oder zweifelst auch du manchmal? Suchen wir dann immer wieder Gott zu erleben und nehmen auch kleine Glaubenserlebnisse als Stärkung für unseren Glauben.
Indem Gott seinen Sohn vom Tod auferweckte, bestätigte er die Lehre und die Person Jesu Christi:
- Gott ist genauso, wie Jesus ihn vorgestellt hat, ein Gott der Liebe und Barmherzigkeit;
- Jesus Christus hatte eine völlig andere Lehre. Was für ihn wichtig ist, ist nicht nur, einige Gebote, Regeln und Gesetze zu befolgen, er achtet auf das Herz und die Liebe;
- Jesus war der vielgeliebte Gottessohn, allerdings wurde ihm nicht alles Leid erspart. Seine Liebe und Hilfe ermöglicht auch uns, bis zum Ende treu zu bleiben;
- Jesus war auch Mensch, der vollkommen dem göttlichen Willen entsprach. Von daher konnte er den Auferstehungsleib annehmen. Um errettet zu werden, müssen wir uns am Beispiel Christi ausrichten.
Die Auferstehung Christi führte bei den Jüngern zu Veränderungen:
- Die Gewissheit vom Sieg des Guten über das Böse gab ihnen Mut und Zuversicht, wie uns auch;
- Die Jünger hatten immer mehr ein besseres Verständnis der Worte Jesu. Wir wissen heute, dass die Lehre Jesu vor allem darauf abzielt, uns ewiges Leben zu schenken.
Der Bischof erwähnte in seinem Dienen das Chorlied, das die ganze Ostergeschichte beschrieb und die Stimmung, die dabei in der Gemeinde entstanden sei.
Der Bezirksleiter stellte im Anschluss die eindrückliche Frage: Wen suchst du?
Jesus, den Verlierer oder Jesus, den Sieger. Den toten oder den lebendigen Jesus. Jesus aus der Vergangenheit oder Jesus den Wiederkommenden.
Nach der Feier des Abendmahls für die Verstorbenen wurde für die Gemeinde Rafzerfeld noch ein Priester ordiniert bevor der Chor und die Kinder mit einem gemeinsamen Lied den Ostergottesdienst beendeten.