Den Glauben leben

31.08.2025

Den Gottesdienst am letzten Tag im August besuchten neben den Geschwistern der Gemeinde auch eine Anzahl Gäste. Dies, weil ein verdienter Vorsteher in den Ruhestand gesetzt werden sollte. Seiner Predigt legte der Bischof das Bibelwort zugrunde: «Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren» (Joh. 12,26).

Zu Beginn stellte Bischof André Weidmann den Gottesdienstteilnehmenden in Wildegg die Fragen: «Was nehmen wir aus einem Gottesdienst mit? Was machen wir mit diesem Schatz, mit diesen Impulsen, die wir von Gott erhalten haben?» Manchmal wünscht man sich, man hätte das Gehörte noch besser umgesetzt. Wir hören das Wort, nehmen es an und möchten eine Entwicklung im Glauben erreichen.

Dienen und nachfolgen

Wer – mir – dienen – will. Zuerst stellte der Bischof dazu eine Frage: Will ich wirklich dem Herrn dienen? Er möchte, dass wir uns immer wieder für ihn entscheiden. Dann werden wir uns stets bemühen, die Nähe zu Gott zu erreichen und den Entscheid für ihn zu festigen.

Im Bibelwort wird die Nachfolge angesprochen. Dies bedeutet, zu versuchen, das Wesen von Jesus anzunehmen und umzusetzen. Auch dann, wenn zum Beispiel unsere Vergebungsbereitschaft von den Mitmenschen nicht verstanden wird. Der Bischof erinnerte an diese Vergebungsbereitschaft, die wir anstreben, an die Nächstenliebe und an die Fürbitte. Nachfolge sei, den gewünschten Weg tatsächlich zu gehen. Wir dienen aus Dankbarkeit.

Weiter beschrieb der Bischof die Zusage von Jesus. Da wird die Nähe und die Gemeinschaft mit Jesus betont. Diese können wir auch im Alltag erleben, müssen jedoch achtsam sein, sie auch zu erkennen. Seine Nähe im Gottesdienst und vor allem im Heiligen Abendmahl ist unbeschreiblich. Es ist unsere Entscheidung, ob wir diese Nähe annehmen wollen. Sie gibt uns Kraft zum Dienen, gibt uns Impulse, um zu erkennen, wo wir dienen können.

Predigtbeitrag

Der scheidende Amtsträger griff den Text des Chorliedes auf: Der Heiland sorgt für dich – bestimmt, wenn du es glaubst. Lassen wir den Herrn für uns sorgen oder fühlen wir uns selbst stark? Eindringlich fragte er die Zuhörenden: Glauben wir noch, dass der Herr wiederkommt? Wenn wir Gott wirklich lieben, dann wollen wir dienen oder - anders ausgedrückt – arbeiten. Zum Abschluss dankte er dem dreieinigen Gott für seine Impulse und die Hilfe. Ebenfalls dankte er den Geschwistern, dass sie ihn getragen und angenommen haben.

Vor der Ruhesetzung des langjährigen Vorstehers sang die Gemeinde ein Lied. In einem Brief beschrieb der aktuelle Gemeindevorsteher das dienende Wirken des Amtsträgers. Mit dem herzlichen Dank der Anvertrauten entband der Bischof den Geistlichen von seinem Amtsauftrag.

Chor und Instrumentalensemble begleiteten die Predigt und das Geschehen im Gottesdienst.