Das Reich Gottes in uns

13.07.2025

Die Gemeinde Immensee erlebte am Sonntag, den 13. Juli 2025, einen Gottesdienst mit Ruhesetzung durch Bischof André Weidmann. Dazu waren auch die Geschwister der Gemeinde Zug eingeladen.

Die Predigt richtete sich nach dem Bibelwort aus Lukas 17, 20.21: „Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“

Der Chor trug das Lied vor „Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort wo du stehst, ist heilig“. Dazu erläuterte der Dienstleiter, wie wichtig es sei, den Gottesdienst als heiligen Ort zu erkennen. Speziell, wenn man die Begegnung mit Gott im Heiligen Abendmahl glauben, fühlen und erleben darf. Die Beschreibung, die Schuhe auszuziehen, ist Sinnbild dafür, sich vorzubereiten und zu freuen auf den Gottesdienst – auf ein Reich Gottes. Hierzu empfahl der Bischof, sich ehrlich die Frage zu stellen, wie es mit der eigenen Vorbereitung auf das Heilige steht. Glauben zu dürfen ist ein Geschenk Gottes.

 Merkpunkte zum Bibelwort

  • Wir werden nach unserem Glauben erleben dürfen, in das vollendete Reich Gottes einzuziehen.
  • Reich Gottes erleben wir auch mitten unter uns, zum Beispiel in den Gottesdiensten, in der Gemeinschaft mit Gott, in den Glaubenserlebnissen, durch Impulse aus dem Heiligen Geist.
  • Das geistgewirkte Wort löst Anregungen in uns aus, die uns berühren, neue Erkenntnisse geben, die uns in einem Entscheid unterstützen.

Hierzu regte der Bischof an, sich die Frage zu stellen, „wo, wann und wie erlebe ich das Reich Gottes?“. Entscheidend sei, was man mit der Antwort macht. Er wünschte den Zuhörenden, sie möchten das Reich Gottes zu jeder Zeit und intensiv erfahren. Es liegt an uns, es zu suchen, um es noch intensiver zu erleben und die Freude dabei zu fühlen.

  • Wir wollen uns intensiv mit dem Wort Gottes beschäftigen, um Gott darin zu erleben.
  • Lassen wir uns durch Gott auf dem Weg des Glaubens begleiten, um vermehrt in das Wesen Jesu hineinzuwachsen.
  • Unsere „Glaubensschatzkiste“ soll die Glaubenserfahrungen, das Wirken Gottes, die Erkenntnisse aus dem Heiligen Geist enthalten, um daraus in einer Sorge oder in Leid die Gewissheit holen zu können: Gott ist da!

Entscheidend ist, was wir tun. Versuchen wir, das Reich Gottes zu erkennen, welches auch in uns ist. Die Gabe des Heiligen Geistes wirkt auf unser Denken, Verhalten und Sprechen. Ihm wollen wir Raum geben, dass seine Impulse sich auf unser Leben auswirken können.

Dazu stellte der Bischof eine Frage: Wie gelingt es mir, dieses Reich Gottes so zu leben, dass es Auswirkungen hat auf das Nächste? Er beschrieb, wie bereits eine kurze Anteilnahme an einem anderen Menschen eine Veränderung zum Guten bewirken kann. Der Bischof wies auf Jesus Christus hin, der darin ein grossartiges Vorbild ist. Handlungen sollen aus dem Herzen kommen. So kann das Reich Gottes erlebbar werden.

Der Gemeindevorsteher bezog sich auf das verklungene Chorlied „Liebet einander“ und betonte, dass wir alle Menschen lieben sollen, ohne Ausnahme. Er zeigte, wie in jedem Gottesdienst, in der Gemeinschaft, durch die Predigt, durch die Liebe zueinander, das Reich Gottes sich schon heute offenbart. Auch in der Gemeinschaft im Gottesdienst mit den Seelen aus dem Jenseits.

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls trug der Männerchor ein Lied vor für den Diakon, der danach in den Ruhestand gesetzt wurde. Der Bischof dankte ihm und seiner Frau für den langjährigen Einsatz in der Gemeinde.