Engeldienste

29.09.2024

Am Sonntag, den 29. September 2024, besuchte der eine Woche zuvor ordinierte Apostel Christophe Domenig die Gemeinde Erstfeld UR. Er wurde von Bischof André Weidmann begleitet. Als Grundlage für sein Dienen las er das Bibelwort aus Hebräer 13,2: „Gastfrei zu sein vergesst nicht, denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen, Engel beherbergt“.

Eine herzliche Atmosphäre bildete einen familiären Rahmen für das Dienen des Apostels in der kleinen Gemeinde.

Kerngedanken aus der Predigt:

Zu Beginn ging der Dienstleitende auf das Lied des Sängerquartetts ein: „Nimm du mich ganz hin“. Sich in die Hände Gottes zu legen, ist manchmal schwierig. Wenn wir es im Glauben und Gebet tun, kann Gott alles lenken. Von Anfang an bis zum Ende unseres Lebens sind wir dadurch reich gesegnet. Der Apostel erwähnte aus einem Gottesdienst des Stammapostels das Lied, das auf dessen Wunsch zweimal gesungen wurde: „Zeig mir den Weg“. So wie Gott es in unserem Leben bestimmt hat, sollen wir uns leiten lassen, denn so ist es genau richtig.

  • Üben wir uns darin, unser Herz dem himmlischen Vater immer zu öffnen. Wenn wir das tun, können wir in jedem Gottesdienst Wunder erleben, denn Gott ist uns nahe, er ist hier.

Unsere Seele nimmt in jedem Gottesdienst Emotionen wahr. Diese helfen uns, zu behalten, was wir gehört haben. Der Apostel erwähnte als Beispiel den heutigen Sonntag, den er nie vergessen werde, da es sein erster Gottesdienst als Apostel sei und er zugleich den ersten Gottesdienst in Deutsch halte.

Zum Bibelwort: Engel sind Werkzeuge in Gottes Hand. Sie helfen und begleiten uns. Wir können uns von Gott lenken lassen und auch als Engel wirken. Als Beispiel beschrieb er, wie er auf einer Bergwanderung von seinem Begleiter plötzlich an den Felsen gedrückt wurde. Augenblicke später ging ein Steinschlag nieder, und sie wurden bewahrt. So warnt uns Gott durch seine Engel, wenn wir in die Sünde fallen könnten.

Vielfältig wirkende Engel:

  • Verkündende Engel bei Maria: fürchte dich nicht, du wirst Jesus gebären.
  • Helfende Engel, z.B. bei Lot, welcher die Engel aufgenommen hat, ohne sie zu erkennen. Ihm und den Seinen wurde sprichwörtlich geholfen. Nicht zurückschauen, wie das Lots Frau trotz der Warnung von Gott und den Engeln getan hat. Wir wollen nicht zurückschauen auf das was uns belastet, sondern nach vorne schauen.
  • Beschützende Engel, wie sie Kinder oft als besonderen Engelschutz erfahren dürfen. Vorgestern ‚musste‘ der Apostel seine Frau plötzlich zurückhalten - bevor ein Bus ein paar Zentimeter vor ihr vorbeifuhr.

Vielleicht haben wir schon Engeldienste an unseren Nächsten ausgeführt, weil wir durch den Heiligen Geist dazu gedrängt wurden - ohne es selber zu bemerken. Danken wir Gott immer für den Engelschutz, denn wir wissen nicht, wo und wann wir beschützt werden. Anbetung Gottes und Dankbarkeit macht uns frei, wie das der Stammapostel vor einer Woche in Ostermundigen erwähnte. Dankbarkeit ist sehr wichtig und die Wiege der Freude im eigenen Herzen.

Bischof André Weidmann erwähnte seine Dankbarkeit und Freude, diesen Gottesdienst erleben zu dürfen. Er habe erlebt, wie die Gemeinde mit der Predigt mitgegangen sei und dadurch den Apostel unterstützt habe. Es sei wichtig, im Gottesdienst und im Gebet stets präsent zu sein. Er beschrieb seine persönliche Vorfreude auf der Fahrt nach Erstfeld, als er immer mehr die Sonne sah und an den Gottesdienst dachte. Weiter führte er aus: Engel tun, was Gott ihnen sagt. Wir möchten uns auch verhalten wie Engel, die Impulse Gottes aufnehmen und uns von guten Gedanken leiten lassen. In Fahrzeugen hat es drei kleine Rückspiegel für einen Kontrollblick, aber eine ganz grosse Frontscheibe für den Blick nach vorn.

Der Bezirksvorsteher beschrieb in seinem Predigtbeitrag ein schönes, intensives Gefühl, welches unter dem Dienen des Apostels sein Herz erfüllt habe: „Gott ist mir nahe, er ist hier! Gott ist der Schlüssel in unserem Leben. Er ist ein Gott der Zukunft und möchte ewig Gemeinschaft mit uns haben. Das wollen wir auch in die Familien und unter die Menschen bringen. Prüfen wir ob unsere Gedanken von Gott kommen. Folgen wir den Impulsen, Jesus Christus in unserem Herzen immer wieder gross zu machen."

Als Überleitung zur Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls erwähnte der Apostel: Wir wollen dafür beten, dass wir vergeben können, um echten Frieden in Gott zu erleben.

Stefan Schneider / Konrad Baumann