Wohlgefühl und Segen in der Gemeinde erleben

16.06.2024

Apostel Reto Keller besuchte am 16. Juni 2024 die Gemeinde Immensee. Anlass dazu war der geplante Wechsel des Gemeindevorstehers. Die erwartungsvollen Glaubensgeschwister belegten alle Plätze in der Kirche.

Der Apostel diente mit dem Bibelwort aus Psalm 115, 12: «Der Herr denkt an uns und segnet uns.» In seinem Dienen griff er aus dem vom Chor vorgetragenen Lied «Wenn Friede mit Gott» die Aussage «Mir ist wohl in dem Herrn» auf. Er erklärte dazu:

  • Mir ist wohl, wenn ich mich verstanden fühle und aufgenommen werde, wie ich bin
  • Wenn ich Gemeinschaft erleben kann in der Gemeinde und mit Gott
  • Wenn ich mich in der Gemeinde zuhause fühlen kann
  • Wohl sein bedeutet, getragen sein in der Liebe Gottes und mitgenommen werden in die Zukunft

Zum Bibelwort erläuterte der Apostel, dass Gott an uns gedacht hat, bevor wir geboren wurden und auch, als er seinen Sohn auf die Erde sandte. «Uns» bedeute, Gott hatte und hat stets alle Menschen vor Augen. Ebenfalls denkt er an die, welche sich in Christus verbinden, ihn im Leben integrieren. Am Beispiel der Gemeinde Immensee zeigte er auf, wie Gott an jedes Einzelne ganz persönlich denkt. Gott denkt an uns und versteht unsere Gedanken von Ferne (Psalm 139, 2). Zur Aussage «… der Herr segnet uns …» sagte der Apostel, dass dies allen gelte. Gott segnet in vielfältiger Weise. Früher betrachtete man vor allem den natürlichen Segen. Natürliches Wohlbefinden sowie die spürbare Hilfe und Nähe Gottes im Alltag darf durchaus weiterhin als Segen betrachtet werden. Heute bedeute Segen jedoch insbesondere:

  • Der geistliche Segen für die Erreichung des Glaubensziels
  • Der Segen für das Wirken im Werk des Herrn, wie ihn Jesus vor seiner Himmelfahrt seinen Jüngern gespendet hatte
  • Der Segen aus der frohen Botschaft, der Herr sei alle Tage bei uns

Der Segen Gottes enthalte alles, was wir zur Vollendung der Seele bedürfen, führte der Apostel aus und schloss sein Dienen mit der zusammenfassenden Äusserung: «Gott denkt an dich!»

Nach einem Chorvortrag diente der scheidende Gemeindevorsteher. Er bestätigte, dass Gott an uns denkt und in seinem Segen auch etwas gibt. Mit dem Bild eines Senkbleis, wie es im Bau verwendet werde, zeigte er die Richtung des Segens, nämlich von oben nach unten, direkt zu uns. Darin zeige sich der Wille Gottes, uns auf dem Weg zum ewigen Heil zu führen. Er schloss mit dem Dank an den himmlischen Vater für seinen Segen und an die Geschwister der Gemeinde für ihre Unterstützung.

Bezugnehmend auf das Bild des Senkbleis erwähnte der Apostel das Bibelzitat aus Sprüche 24,3 als Beschreibung für das Wirken des bisherigen Gemeindevorstehers und als Leitlinie für seinen Nachfolger: «Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten, und durch ordentliches Haushalten werden die Kammern voll kostbarer, lieblicher Habe.» Diese kostbare, liebliche Habe ist geistlicher Segen, den wir nicht verdienen, aber an uns ziehen können. Dazu leiste die ganze Gemeinde ihren wertvollen Beitrag.

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls setzte er den Gemeindevorsteher in den Ruhestand und entband ihn von seiner Aufgabe.

Anschliessend beauftragte er den neuen Gemeindevorsteher und rüstete ihn durch Segnung und Heiligung mit den göttlichen Gaben für diese Aufgabe aus. Der Chor war durch einige Sängerinnen und Sänger aus dem Feriendomizil des bisherigen Gemeindevorstehers und seiner Frau verstärkt. Sie trugen ein Lied in rätoromanischer Sprache vor. Zum Abschluss des Gottesdienstes spielte das Instrumentalensemble ein berührendes Musikstück.