Fokussierter Glaube

19.05.2024

Stammapostel Jean-Luc Schneider hielt für die Gemeinden der Zentralschweiz den Pfingstgottesdienst 2024 in Luzern. Alle Bezirksapostel weltweit und ihre Helfer begleiteten ihn. Der Gottesdienst konnte per IPTV und YouTube von den Glaubensgeschwistern europaweit live mitverfolgt werden.

In der vollbesetzten Kirche Luzern diente der Kirchenleiter mit dem Bibelwort aus Judas 20: „Ihr aber, meine Lieben, baut euer Leben auf eurem allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist“. Der Stammapostel ging auf das Chorlied „Geisteswind aus Himmelshöhen“ ein und erwähnte: "Dieses bringt Pfingststimmung in die Gemeinde." Nach der Bibellesung aus Apostelgeschichte 2, 36 bis 43 erklang ein Musikstück.

Pfingsten war der Beginn des Wirkens der Apostel in der Kraft des Heiligen Geistes. Der Aufruf im Judasbrief an die Gläubigen von damals war eine Reaktion auf das Aufkommen von Irrlehren. Sie sollten sich auf die Lehre der Apostel, auf das Evangelium besinnen, darin bleiben sowie den Glauben aufbauen und das Leben entsprechend gestalten. Der persönliche Glaube kann geschwächt werden, wenn wir enttäuscht werden, z.B. wenn Glaubensinhalte oder Hoffnungen nicht erfüllt werden, oder wenn jemand verunsichert wird, weil Aussagen sich verändern.

Der Stammapostel forderte dazu auf, den persönlichen Glauben auf dem allerheiligsten Glauben aufzubauen. Dieser gründet auf allem, was von Gott kommt. Er entwickelt sich aus der eigenen Erziehung, aus Erfahrungen, aus der Auslegung der biblischen Inhalte in der Predigt sowie aus erfüllten göttlichen Zusagen.

Fokussierter Glaube

Judas rief einst dazu auf, sich auf den allerheiligsten Glauben zu konzentrieren, weil dieser für alle und überall gültig sei. In den Glaubensartikeln ist dieser Glaube wie folgt zusammengefasst.

  • Wir glauben an Gott, weil er alles kann.
  • Wir glauben an Jesus Christus, der in seinen Lebensstationen bis zur Himmelfahrt bewies, dass er das Heil aller Menschen will.
  • Wir glauben an den Heiligen Geist, weil wir sein Wirken wahrnehmen können.
  • Wir glauben an das ewige Leben und die immerwährende Gemeinschaft mit Gott

Um Heil in Christus zu erlangen, brauchen wir die Kirche, die Apostel, die Sakramente und die Ämter. Lasst uns unser Leben auf diesem Glauben aufbauen!

Der Stammapostel empfahl, unsere Entscheidungen nach folgenden Grundlagen zu treffen:

  • Was Jesus Christus sagt, ist wichtiger als Aussagen von Menschen.
  • Ich glaube und vertraue der Allmacht und der Liebe Gottes.
  • Gemeinschaft mit Gott ist mir schon heute das Wichtigste.
  • Das Gebot der Liebe auszuüben bedeutet, ohne Berechnung anderen Menschen zu begegnen und entsprechend zu handeln.

Die Kirche ist für unser Heil da. Das ist zu bedenken, wenn wir im Gottesdienst sind und in der Kirche wirken. Der Heilige Geist soll auch unsere Gebete bestimmen: Bitten für die Stärkung des Glaubens, Fürbitte für das Heil des Nächsten und immer die Bitte „Herr komme bald!“

Die mitdienenden Bezirksapostel unterstrichen die Bedeutung des Glaubens und wiesen auf die Führung durch den Heiligen Geist hin. Für unsere Entscheidungen lassen wir den Filter des Evangeliums wirken, womit wir klare Hinweise für unser Leben erhalten. Das Leben auf den allerheiligsten Glauben aufzubauen heisst, in einem stetigen Prozess zu stehen.

Blick in die Zukunft

In der Vorbereitung zur Sündenvergebung gab der Kirchenleiter zu bedenken, dass wir uns bekehren und Busse tun sollen. Dazu ermahnte er, immer wieder zu prüfen, was in der Vergangenheit unser Leben bestimmt hat. Er stellte eindringlich die Frage: „Willst du es wirklich besser machen als bisher?“

Mit dem Lied “Ich weiss einen Strom“ lud der Chor die Seelen aus dem Jenseits ein - worauf auch ihnen das Heilige Abendmahl gespendet wurde. Der Stammapostel erwähnte, dass wir uns auf unsere Zukunft freuen können und auch darauf, einst vollkommen zu sein.

Orgelspiel, Klaviervortrag und die Lieder des Chores gestalteten den Gottesdienst in berührender Weise mit.