Als Grundlage verarbeitete der Bezirksapostel das Bibelwort Korinther 2, 2,14: «Von ganzem Herzen danke ich Gott dafür, dass er uns immer im Triumphzug von Christus mitführt. Wohin wir auch kommen, verbreitet sich die Erkenntnis Gottes wie ein angenehmer Duft, dem sich niemand entziehen kann.»
Paulus beschreibt hier, wie er sich im Gebet für einen Moment vom Alltag mit seinen irdischen Sorgen abwendet und bewusst auf den grossen Gott konzentriert.
Wie sieht es heute bei uns aus? Nutzen wir den Gottesdienst zum Innehalten und um uns bewusst zu machen, dass es noch eine grössere und schönere Dimension gibt dank unserem himmlischen Vater und seinem Sohn? Jesus Christus hat das Opfer für die Menschheit gebracht und über den Tod gesiegt. Wir alle dürfen uns aus Gnaden von ihm führen lassen und an seinem Triumph teilhaben. Das Gute wird siegen – auch wenn die Welt um uns nicht den Anschein macht. Jeder kennt Situationen, wo man das Böse ganz bewusst wahrnimmt und darunter leidet. Als Beispiel erwähnt der Bezirksapostel die Gleichgültigkeit oder die geistige Müdigkeit. Oft vergeht die Freude am Werk des Herrn ganz schleichend, und das Feuer sowie der Eifer nehmen langsam ab.
Achten wir darauf, dass die Reinheit des Evangeliums beibehalten wird und sich keine «geistige Umweltverschmutzung» einschleicht. Oft merkt man dies gar nicht, und es kommen gewisse Gedanken und Ideen auf, die sich mit dem Evangelium mischen wollen oder plötzlich Teil davon sind. Kämpfen wir mit Jesus. Durch die Kraft seines Opfers bietet sich die wunderbare Möglichkeit, das Böse in jeglicher Form immer aufs Neue zu überwinden und darüber zu siegen.
Paulus wollte damals in seinem Wirken die Erkenntnis über das, was er von Gott wusste, wie einen guten Duft nachhaltig weitertragen. Als Menschen verbinden wir Gerüche oft mit Bildern - zum Beispiel aus dem vergangenen Urlaub oder der Kindheit. Auf einmal sind alle Erinnerungen wieder da. Genau dies wollte Paulus auch bewirken, als er den Menschen Zeugnis brachte. Auch wir dürfen uns in schwierigen Situationen immer daran erinnern, dass Gott für uns da ist, er uns liebt und seine Hilfe immer grösser ist als die Not. Er möchte das Beste für uns. Diese Erinnerung soll stets in unseren Herzen sein.
Im Anschluss an das Heilige Abendmahl verabschiedete der Bezirksapostel den Bezirksevangelisten André Reinhard nach 46 Jahren Amtszeit in den wohlverdienten Ruhestand. Rund die Hälfte seiner Tätigkeit im Werk des Herrn verbrachte er in diesem Amt. Als neuer Bezirksvorsteher Stellvertreter wurde der Vorsteher der Gemeinde Lyss ernannt. Dieser bleibt den Geschwistern als Gemeindeleiter jedoch weiterhin erhalten.