Gemeinde-
und Bezirkssuche

 

Geschichte

Im Jahre 1893 kam ein neuapostolischer Christ aus Norddeutschland in die Schweiz. An Pfingsten 1895 konnte mit der Gründung der Gemeinde Zürich-Hottingen der eigentliche Grundstein zur Neuapostolischen Kirche Schweiz gelegt werden, welche 1905 als Bezirk Schweiz-Baden zu einem selbständigen Arbeitsbereich wurde.

 

 

Die Gemeinde wuchs, und der neuapostolische Glaube breitete sich in der Stadt Zürich und schliesslich auch in weiteren Schweizer Städten aus. So entstanden vorerst Gemeinden in St. Gallen, Basel und Zofingen, später in Winterthur, Schaffhausen und Bern sowie in weiteren Orten. Die Neuapostolische Kirche konnte praktisch in allen Landesteilen Fuss fassen und verzeichnete stetigen Zuwachs. 1940 konnten in der Schweiz bereits etwas über 20'000 Mitglieder in 191 Gemeinden gezählt werden. Die Mitgliederzahl in der Schweiz beträgt heute 34'000.

Eine apostolische Bewegung entsteht
 

Eine apostolische Bewegung entsteht

Die Wurzeln der Neuapostolischen Kirche reichen bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurück. Gläubige Christen unterschiedlicher Konfessionen beteten in England und Schottland um ein verstärktes Wirken des Heiligen Geistes. Auch Weissagungen traten auf. 1832 führte eine solche Weissagung dazu, dass der englische Rechtsanwalt John Bate Cardale, ein Mitglied der Anglikanischen Kirche, in das Apostelamt berufen wurde.
Bis 1835 wurden zwölf Apostel durch prophetisch begabte Personen gerufen und kirchliche Strukturen geschaffen. Das Kennzeichen der nun so genannten Katholisch-apostolischen Kirche war, dass an ihrer Spitze Apostel standen, die durch Handauflegung die Gabe des Heiligen Geistes spendeten, um die Gläubigen für die bald erwartete Wiederkunft Christi zu bereiten.
Mitte des 19. Jahrhunderts reduzierte sich der Kreis der zwölf Apostel: zwei Apostel stellten ihre Tätigkeit ein und ein dritter, Apostel Thomas Carlyle, verstarb im Jahr 1855. Als Versuche zur Ergänzung des Apostelkreises scheiterten und sich grundlegende Auffassungsunterschiede ergaben, kam es Anfang 1863 zur Trennung: Die Katholisch-apostolische Kirche sprach die Exkommunikation des Hamburger Gemeindeleiters Friedrich Wilhelm Schwartz aus.
Doch die „allgemeine apostolische Gemeinde zu Hamburg“ blieb zusammen. Sie betete weiter um die Vollendung der Kirche Christi und erhielt im Frühjahr 1863 durch Weissagung einen Apostel, den früheren Priester Karl Wilhelm Louis Preuss. Der Vorsteher der Gemeinde, Bischof Schwartz, stellte sich sofort unter die Hand des neuen Apostels. Das war die Geburtsstunde der Kirche.

Entwicklung der Neuapostolischen Kirche
 

Entwicklung der Neuapostolischen Kirche

Ausgehend von der Gemeinde in Hamburg begann eine neue Gruppe von Aposteln ihre Tätigkeit. So wurde zum Beispiel Friedrich Wilhelm Schwartz Apostel für die Niederlande und Friedrich Wilhelm Menckhoff Apostel für Westfalen und das Rheinland. Weitere Apostelrufungen führten zunächst zur europaweiten, dann zur globalen Ausweitung der Kirche: 1900 waren bereits Apostel in Nord- und Südamerika, Afrika, Australien und Indonesien tätig.
So entstanden zahlreiche neue Gemeinden, die neuapostolische Gemeinden genannt wurden – zur Unterscheidung von den ersten apostolischen Gemeinden. Um 1930 verabschiedete man sich aber von dem Begriff «Gemeinde». Seitdem wird die heutige Bezeichnung verwendet: «Neuapostolische Kirche».
Theologisch wie organisatorisch wurde die Kirche von 1863 an von Aposteln geleitet. 1922 erfolgte die Gründung des Apostelkollegiums der Neuapostolischen Gemeinden Deutschlands, 1977 die Gründung des Internationalen Apostelbunds und – diesen ablösend – 1990 die Neuapostolische Kirche International mit Sitz in Zürich.

Broschüre «Ein Glaube – ein Ziel»

Stammapostel als Oberhaupt
 

Stammapostel als Oberhaupt

Geistliches Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche ist der Stammapostel, der als richtungweisend in theologischen Fragen und als Garant der kirchlichen Einheit gilt. Bis heute kennt die Neuapostolische Kirche neun Stammapostel: Friedrich Krebs, Hermann Niehaus, Johann Gottfried Bischoff, Walter Schmidt, Ernst Streckeisen, Hans Urwyler, Richard Fehr, Wilhelm Leber und Jean-Luc Schneider.
Durch göttliche Führung und geistinspirierte Tätigkeit der Stammapostel und Apostel konnte sich in 150 Jahren eine weltweite Kirche mit 61000 Gemeinden entwickeln. 254000 Seelsorger kann die Kirche heute zählen – und etwa neun Millionen Mitglieder.

Chronik
 

Chronik

 

Zeitabschnitte

1880 - 1899

1893

Richard Nordmann, der in Magdeburg (Mitteldeutschland) neuapostolisch geworden ist, wird arbeitslos. Auf der Suche nach einer neuen beruflichen Tätigkeit kommt er in die Schweiz und findet Arbeit in Zürich.

Bald schliesst er sich mit einigen jungen Männern zusammen, die seinem Glaubenszeugnis ihr Herz öffnen.

 

1894

Mit diesen jungen Männern, die bald seine Freunde werden, beginnt Richard Nordmann in Zürich eine Gemeinde aufzubauen. In Zürich-Aussersihl mietet er ein Zimmer. Einer seiner Helfer, der spätere Bezirksälteste Johannes Baumannn, reist sogar nach Wolfenbüttel (Niedersachsen, Deutschland), um durch Apostel Friedrich Krebs die Gabe des Heiligen Geistes zu empfangen.

 

1895

Die Versammlungsstätte in Zürich-Aussersihl wird zu klein. Die Gemeinde bezieht Räumlichkeiten an der Wolfbachstrasse 27.

Im Pfingstgottesdienst des Jahres 1895 wird der eigentliche Grundstein zur Neuapostolischen Kirche in der Schweiz gelegt. Apostel Friedrich Krebs kann in Zürich die erste Heilige Versiegelung vornehmen. Johannes Baumann empfängt in diesem Gottesdienst das Diakonenamt.

Bruder Richard Nordmann bittet seinen Freund, den Unterdiakon August Hölzel aus Wolfenbüttel (Deutschland), ihn beim Aufbau der Gemeinde zu unterstützen.

Weltweit zählt die Neuapostolische Kirche inzwischen um die 50'000 Mitglieder.

 

1896

Friedrich Krebs, geboren am 30. Juli 1832 und Apostel seit dem Jahre 1881, wird zum Haupt der Apostel ernannt, wenn auch die Bezeichnung „Stammapostel“ erst später allgemein gebräuchlich wird.

Unterdiakon August Hölzel nimmt Wohnsitz in Zürich. Dort hält Stammapostel Friedrich Krebs am 3. Mai einen Gottesdienst und setzt ihn ins Priesteramt. Im selben Gottesdienst wird u. a. auch Gottlieb Rauser versiegelt. Dieser zieht im November nach Basel und gründet dort eine Gemeinde.

Später entstehen noch verschiedene Gemeinden in Südbaden und in Freiburg i. B. (Deutschland).

Ebenfalls am 3. Mai wird Ernst Güttinger versiegelt und empfängt im gleichen Jahr in Zürich das Unterdiakonenamt.

Diakon Johannes Baumann muss sich aus beruflichen Gründen vorübergehend in Lörrach bei Basel niederlassen, wird aber im selben Jahr von Stammapostel Friedrich Krebs gebeten nach St. Gallen zu ziehen, um dort eine Gemeinde zu gründen.

 

1897

Jakob Hauri, Jakob Amsler und Hans Brunner aus Zofingen besuchen die Gottesdienste in Zürich. In der Folge wird in Zofingen eine Gemeinde gegründet; die ersten 17 Seelen können schon bald versiegelt werden.

Auch in St. Gallen versiegelt Stammapostel Friedrich Krebs die ersten Gläubigen. Die junge Gemeinde zählt nun 6 Seelen.

 

1898

Jakob Hauri wird Priester und Vorsteher der Gemeinde Zofingen. Andreas Cajoos aus der Gemeinde Zürich zieht nach Winterthur, wo er Ernst Güttinger und den Schmied Rudolf Herter kennenlernt. Letzterer stellt für Zusammenkünfte einen Raum in Winterthur-Töss zur Verfügung.

Friedrich Bock, der ein Jahr zuvor von Stammapostel Friedrich Krebs nach Zürich gesandt worden war, empfängt hier das Gemeindeältestenamt. Diakon Johannes Baumann wird in St. Gallen Priester.

 

1899

Am 17. Dezember führt Stammapostel Friedrich Krebs in Winterthur die erste Heilige Versiegelung durch. Er setzt Andreas Cajoos als Unterdiakon und Rudolf Herter als Diakon ein.

1900 - 1919

1900

Die junge Winterthurer Gemeinde wächst weiter. Im Frühjahr schickt Gemeindeältester Friedrich Bock den jungen Unterdiakon Ernst Güttinger nach Schaffhausen, wo er mit seinen Freunden Vogt und Bornemann den neuapostolischen Glauben verbreitet.

In Zofingen werden 64 Seelen versiegelt; die Gemeinde zählt nun 138 Mitglieder.

 

1901

In Schaffhausen wird eine Gemeinde gegründet. Stammapostel Friedrich Krebs hält am 1. August den ersten Versiegelungsgottesdienst an der Emmersbergstrasse 87 und setzt Ernst Güttinger ins Diakonenamt. Der 26-jährige August Hölzel empfängt am 11. August das Evangelistenamt und Friedrich Bock das Bezirksältestenamt.

 

1902

Apostel Wilhelm Sebastian aus Deutschland besucht die Gemeinde Heiden AR und versiegelt drei Seelen.

In Schaffhausen wird Ernst Güttinger Priester und Gemeindevorsteher.

Aus Zürich zieht der Unterdiakon Gottlieb Suter nach Winterthur.

 

1903

Amtsträger aus der Schweiz halten Gottesdienste im Saarland, wo schliesslich auch eine Gemeinde entsteht. Von dort breitet sich der Glaube bis nach Trier, Luxemburg, in die Pfalz und in Elsass-Lothringen aus.

In Zürich wird Rudolf Feller versiegelt, der später die Gemeinde Bern aufbaut.

Die Gemeinde St. Gallen zählt bereits 100 Seelen und bezieht ein Lokal an der Brühlgasse.

 

1904

Im August besucht Stammapostel Friedrich Krebs die Schweiz und kann 281 verlangenden Seelen die Gabe des Heiligen Geistes spenden.

Bezirksältester Friedrich Bock empfängt in Braunschweig das Bischofsamt.

In Winterthur wird Gottlieb Suter Priester und Vorsteher.

 

1905

Am 21. Januar geht Stammapostel Friedrich Krebs im Alter von 72 Jahren heim. Zu diesem Zeitpunkt zählt die Neuapostolische Kirche weltweit rund 75'000 Mitglieder. Stammapostel Krebs hatte bereits zu seinen Lebzeiten den Apostel Hermann Niehaus zu seinem Nachfolger bestimmt. Dieser hält in Braunschweig den feierlichen Trauergottesdienst.

Bischof Friedrich Bock, geboren am 7. Mai 1863 in Hermannsgrün (Deutschland), wird am 22. Oktober in Bielefeld zum Apostel ordiniert und übernimmt die Verantwortung für den neuen Apostelbezirk "Schweiz-Baden".

 

1906

Hans Plüss, der später als Bischof in der Schweiz wirkt, wird im Januar von Apostel Friedrich Bock in Zürich versiegelt und empfängt im gleichen Jahr das Unterdiakonenamt.

Rudolf Feller verzieht von Zürich nach Bern; er baut dort den Bezirk Bern auf und wird später Bezirksältester.

Diakon Martin Haller von Zürich, der spätere Bezirksälteste, reist regelmässig nach Hüntwangen und hält dort Versammlungen und Gottesdienste. An diesen Versammlungen nimmt auch Rudolf Schneider I. teil.

 

1907

Rudolf Schneider I. wird in Zürich versiegelt und empfängt noch im gleichen Jahr das Unterdiakonen- und das Diakonenamt.

August Hölzel wird zum Bezirksältesten gesetzt.

 

1908

Im deutschsprachigen Raum erscheint das erste "Neuapostolische Gesangbuch".

Louis Martig, der spätere Bezirksälteste des Bezirkes Elsass-Lothringen, wird von Apostel Friedrich Bock versiegelt und als Unterdiakon eingesetzt.

Auch in Marseille (Frankreich) entsteht eine neuapostolische Gemeinde.

Rudolf Schneider I. wird in Hüntwangen Priester und Gemeindevorsteher.

In Schaffhausen weiht Stammapostel Hermann Niehaus die neu erbaute Kirche ein.

 

1909

Priester Favre aus Zürich erhält den Auftrag sich in Genf niederzulassen, um dort eine Gemeinde zu gründen.

In Uster wird die neu erbaute Kapelle eingeweiht.

 

1910

Im Dezember besucht Apostel Friedrich Bock die Gemeinden Zürich, Uster, Winterthur, St. Gallen, Schaffhausen und Tuttlingen (Süddeutschland). In St. Gallen versiegelt er Ernst Streckeisen, den späteren Stammapostel, im Alter von fünf Jahren.

 

1911

In den letzten zwei Jahren sind in Genf, Uster, Dübendorf, Olten und Biel Gemeinden entstanden.

In Genf gibt es bereits 21 neuapostolische Christen. Die Gemeinde ist dem Apostelbezirk Karlsruhe angegliedert, der ebenfalls unter der Leitung von Apostel Friedrich Bock steht.

Priester Jakob Hauri zieht nach Olten. In einem kleinen Zimmer an der Sälistrasse werden die ersten Gottesdienste abgehalten.

Diakon Ernst Schädeli geht nach Thun, um dort eine Gemeinde aufzubauen.

Apostel Friedrich Bock besucht die Gemeinden Diessenhofen, Schaffhausen, Winterthur, Turgi, Rorschach, St. Gallen, Wald AR, Buchs SG, Zürich und Wil. Er versiegelt 137 Gläubige und setzt zwei Priester, einen Diakon und einen Unterdiakon ein. Er selbst verlegt seinen Wohnsitz nach Schaffhausen.

Hans Plüss wird Bezirksältester.

 

1912

Ein Jüngling, François Martin, der von Neuchâtel nach Genf gezogen war, um dort zu arbeiten, mietet bei einer neuapostolischen Familie ein Zimmer. Er kann im Januar als erster Romand durch Apostel Friedrich Bock die Heilige Versiegelung empfangen.

Priester Ernst Göckeritz zieht von Bern nach Genf, wo er mit der Leitung der Gemeinde betraut wird. Die Gemeinde Genf zählt mittlerweile 35 Seelen; die Gottesdienste werden in deutscher Sprache gehalten.

Apostel Friedrich Bock besucht die Gemeinde Marseille, wo er den späteren Bezirksapostel Ernst Eschmann trifft und ihm die Gabe des Heiligen Geistes spendet.

 

1913

Apostel Friedrich Bock erkrankt; die Schweizer Gemeinden werden deshalb unter die Leitung von Apostel Johann Gottfried Bischoff (Frankfurt) gestellt.

 

1914

Am 27. Juni verstirbt Apostel Friedrich Bock im Alter von nur 51 Jahren im Krankenhaus zu Riehen.

Trotz der harten Zeiten und Kriegswirren breitet sich der neuapostolische Glaube dank der unermüdlichen Missionsarbeit weiter aus. In Genf muss Gemeindevorsteher Ernst Göckeritz als deutscher Staatsangehöriger in den Krieg ziehen und die Gemeinde verlassen. Der Bezirksälteste Hans Plüss aus Zofingen und Priester Müller von Zürich besuchen alle 14 Tage die Gemeinde Genf. Die Gottesdienste finden neu an der Rue de la Cloche 9 statt.

Evangelist Martin Trinks zieht von Dresden nach Wien und hält dort erste Gottesdienste.

Louis Martig wird als Vorsteher der Gemeinde Amnéville (Lothringen) gesetzt und betreut die Geschwister in den schwierigen Kriegsjahren.

Ein Grossteil der Amtsträger wird zum Militärdienst einberufen, was eine regelmässige Bedienung der Gemeinden schwierig macht.

 

1915

Apostel Johann Gottfried Bischoff besucht trotz erschwerter Umstände die Schweiz und hält in Zürich einen Gottesdienst.

 

1916

Im Herbst dieses Jahres wird Apostel J. G. Bischoff auch zum Heeresdienst eingezogen. Damit die Bedienung der Gemeinden in der Schweiz gewährleistet ist, setzt Stammapostel Hermann Niehaus am 22. Oktober den am 6. Dezember 1870 in Ostpreussen geborenen August Hölzel ins Apostelamt und überträgt ihm die Leitung des Apostelbezirks Schweiz. Dieser umfasst nun rund 3'100 neuapostolische Christen in 39 Gemeinden. Die badischen Gemeinden kommen unter die Pflege von Bischof Karl Hartmann.

August Stiefel, geboren am 9. Juni 1893 in Neuhausen am Rheinfall, zieht aus beruflichen Gründen von Schaffhausen nach Genf. Da es dort noch keine ansässigen Amtsträger gibt, wird Bruder August Stiefel beauftragt, die dortigen Geschwister im Wechsel mit den Brüdern von Zürich zu versammeln.

 

1917

In Genf wird August Stiefel am 18. März Diakon und am 14. November Priester und Vorsteher der Gemeinde.

 

1918

Bezirksapostel August Hölzel beauftragt den Priester Alfred Fischer aus Basel, die Gemeinde Mulhouse (Frankreich) zu betreuen.

 

1919

Am 1. Januar zählt der Apostelbezirk Schweiz 3'649 Mitglieder. Gemäss Adressbuch der "Neuapostolischen Gemeinden" aus dem Jahr 1919 gehören dazu die Unterbezirke Zürich, St. Gallen, Schaffhausen, Basel, Brittnau, Bern und Saarbrücken - mit insgesamt 54 Gemeinden.

Da die Zürcher Gemeinde ein sehr erfreuliches Wachstum aufweist, müssen neue Räumlichkeiten gesucht werden. Nach mehreren Umzügen findet man im früheren Kasino Hottingen an der Gemeindestrasse 32 eine geeignete Liegenschaft mit 1'000 Sitzplätzen. Hier wird der spätere Bezirksapostel Ernst Eschmann ins Priesteramt gesetzt.

In Lugano entsteht eine Gemeinde, gegründet von Priester Hauri, der von Olten nach Lugano gezogen ist. Mehr als zwanzig Jahre bleibt Lugano die einzige Gemeinde im Tessin. Von dort aus wird der neuapostolische Glaube nach Italien ausgebreitet.

1920 - 1939

1920

Die Entwicklung der Gemeinde Biel war in den Kriegsjahren sehr erschwert, ja sogar unterbrochen. So schickt der Vorsteher der Gemeinde Bern - im Auftrag des Bezirksapostels August Hölzel - den Diakon Jakob Schmocker im Februar nach Biel. Noch im selben Jahr wird Jakob Schmocker Priester, und so können wieder regelmässig Gottesdienste gehalten werden.

Am 10. Oktober wird Apostel Johann Gottfried Bischoff zum Stammapostelhelfer.

Von Marseille zieht Priester Reiff aus beruflichen Gründen nach Genf. Die Gottesdienste, die bis dahin ausschliesslich in deutscher Sprache gehalten wurden, können nun auch in französischer Sprache durchgeführt werden, was eine erfreuliche Entwicklung zur Folge hat.

Um das Jahr 1920 wird der junge Josef Gutweniger in Arbon versiegelt und erhält den Auftrag, nach Innsbruck (Österreich) umzusiedeln, um dort eine Gemeinde zu gründen.

 

1921

Evangelist Ernst Schädeli kommt nach Kupferhammer bei Luzern und beginnt mit dem Aufbau einer Gemeinde.

Am 8. August wird Hans Plüss als Bischof gesetzt. Er betreut am Anfang einen Teil der Zentralschweiz und in der Folge auch die Westschweiz.

Auch Ernst Güttinger empfängt in diesem Jahr das Bischofsamt.

 

1922

Im November versiegelt Bezirksapostel August Hölzel einige Seelen in Wien. Eines der ersten Gotteskinder in Österreich ist Josef Kögler, der später im Hirtenamt dient und den Grundstein für die Gemeinde Linz legt.

In Genf empfängt François Martin das Diakonenamt.

 

1923

Ernst Güttinger, geboren am 19. August 1877 in Dübendorf, wird am 16. September von Stammapostel Hermann Niehaus als Apostel eingesetzt.

Die Gemeinde Winterthur kann eine Liegenschaft an der Eduard-Steiner-Strasse erwerben und ihren Wünschen entsprechend umbauen. In St. Gallen wird ein Lokal im Haldenhof gekauft und bezogen, das den 153 Seelen genügend Platz biete.

Diakon François Martin wird Priester, Priester August Stiefel empfängt das Hirtenamt. Nun können in Genf regelmässig Gottesdienste in französischer Sprache gehalten werden.

Im Apostelbezirk Schweiz leben jetzt 7'411 neuapostolische Christen.

 

1924

Der spätere Apostel Josef Baur wird mit Frau und Kind in Neerach versiegelt.

Johann Gottfried Bischoff wird am 14. Dezember die Stammapostelnachfolge übertragen. Dieses Amt übernimmt er jedoch erst im Jahre 1930.

 

1925

Stammapostel Hermann Niehaus bereist den Apostelbezirk Schweiz, der inzwischen auf 10'037 neuapostolische Christen angewachsen ist.

Auch im österreichischen Linz breitet sich der Glaube aus. Im November kann dort der erste Gottesdienst durch den Evangelisten Martin Trinks aus Wien gehalten werden.

 

1927

In Zofingen wird eine neue Kirche mit 800 Sitzplätzen eingeweiht.

 

1928

Die Gemeinde in Genf zählt nun 189 Seelen. Die Gottesdienste finden neu an der Rue de la Synagogue 40 statt.

 

1929

Bezirksapostel August Hölzel und Apostel Ernst Güttinger nehmen zusammen mit den Aposteln aus Europa an einer Apostelversammlung in Bielefeld (Deutschland) teil.

 

1930

Am 14. September kann Bezirksapostel August Hölzel ein Gotteshaus einweihen, das der nachmalige Priester Gass in eigener Regie in Biel-Madretsch - verbunden mit einem Wohnhaus - erstellen liess. Die Gemeinde Biel zählt jetzt 129 Mitglieder.

Stammapostel Hermann Niehaus erleidet einen Unfall und tritt am 20. September in den Ruhestand. Johann Gottfried Bischoff übernimmt am 21. September in einem Festgottesdienst in Berlin sein Amt als Stammapostel.

Die Neuapostolische Kirche zählt jetzt weltweit rund 240'000 Mitglieder. Davon leben ca. 15'000 im Apostelbezirk Schweiz.

Neu finden auch in Salzburg Gottesdienste statt, wo bereits erste Seelen versiegelt werden können.

 

1931

Bezirksältester Johannes Baumann, Mitbegründer des Bezirkes St. Gallen, geht heim. Unter seiner Leitung und dank seines unermüdlichen Einsatzes ist dieser Bezirk auf ca. 800 Seelen angewachsen.

 

1932

Stammapostel i. R. Hermann Niehaus verstirbt am 23. August im 85. Lebensjahr.

In Nejdek (Tschechoslowakei) finden die ersten Gottesdienste statt. Die Anfänge des Erlösungswerkes Gottes in diesem Land gehen zurück ans Ende des 19. Jahrhunderts. Da gab es in Sauersack, unweit der deutschen Grenze, bereits eine kleine Gemeinde, deren Vorsteher Priester Hanawald war.

 

1933

Bezirksapostel August Hölzel stirbt am 11. Februar. Die Trauerfeier hält Stammapostel Johann Gottfried Bischoff in Zürich-Hottingen. Apostel Ernst Güttinger wird sein Nachfolger im Bezirksapostelamt.

In Innsbruck wird das Abhalten neuapostolischer Gottesdienste verboten. Die Gläubigen versammeln sich von nun an im Wald oder in den Bergen.

Am 5. Oktober werden aus politischen Gründen die von der Schweiz aus bedienten deutschen Gemeinden dem Apostelbezirk Karlsruhe angegliedert.

Bezirksältester Rudolf Schneider I. wird am 20. August zum Bischof ausgesondert.

Der Pionier des Erlösungswerkes Gottes in Österreich, Evangelist Martin Trinks, tritt in den Ruhestand.

 

1934

Im Apostelbezirk Schweiz leben jetzt 21'125 neuapostolische Christen.

Am 4. Oktober werden die ersten Seelen in Graz (Österreich) versiegelt.

 

1935

Ein in Berlin aufgenommenes ungarisches Ehepaar kehrt nach Budapest zurück. Die ersten Kontakte in Ungarn reichen in die Zeit um das Jahr 1872 zurück, als der in Hamburg am 30. Oktober 1864 für Ungarn berufene Apostel Peter W. L. Stechmann in Budapest eintraf und dort etwa zwei Jahre ergebnislos tätig war. Ungarn gehört zum Apostelbezirk Schweiz und wird hauptsächlich von Amtsträgern aus Wien betreut. Diakon Josef Gutweniger ist der erste Amtsträger, der von dort nach Ungarn reist.

Rudolf Schneider I., geboren am 31. Dezember 1977 in Hüntwangen, wird als Apostel und Ernst Eschmann als Bischof ordiniert.

Priester Karl Rose und Bruder Juan Reverter aus Zürich reisen im September für eine Woche nach Barcelona, um erste Kontakte in Spanien zu knüpfen. Im Dezember wird Juan Reverter Diakon und erhält den Auftrag, das Erlösungswerk Gottes in Barcelona aufzubauen.

 

1936

Ab Neujahr werden in Zürich-Wiedikon in einer Garage Gottesdienste gehalten. Bereits am 20. Dezember empfangen hier 47 Seelen die Heilige Versiegelung.

Am 12. Januar zieht Diakon Juan Reverter aus Zürich mit seiner Familie nach Barcelona. Durch den spanischen Bürgerkrieg, der im Juli ausbricht, wird die Verbindung zur Schweiz unterbrochen und die Zustellung des Seelsorgebriefes unregelmässig.

In diesem Jahr wird Genf ein eigenständiger Bezirk, den der Gemeindeälteste August Stiefel leitet. Der Bezirk Genf umfasst nicht nur Gemeinden in der Westschweiz, auch die Seelen in Frankreich und Spanien werden von dort aus betreut.

Am 19. April tritt der Bezirksälteste Rudolf Feller – ein Pionier in der Region Bern – in den Ruhestand. Während seiner 30-jährigen Amtstätigkeit in der Gemeinde Bern-Breitenrain ist die Zahl der Gotteskinder von 8 auf 790 Seelen angewachsen und sein Bezirk umfasste ein Gebiet, das vom Jurafuss bis ins Oberland und vom Emmental bis nach Frankreich reichte. Der weitläufige Arbeitsbereich macht eine Teilung in zwei Bezirke erforderlich. Sie werden betreut durch die neu eingesetzten Bezirksältesten Alfred Flühmann (Bern I) und Jules Strehler (Bern II).

In Vorarlberg (Österreich) wird erstmals ein einheimischer Priester ordiniert und als Vorsteher für die Gemeinden Dornbirn und Lustenau gesetzt.

 

1937

Von Basel aus werden zwei weitere Gemeinden im Elsass gegründet: St. Louis und Sausheim.

Die Gemeinde Zürich-Wiedikon erhält ein grösseres Lokal an der Birmensdorferstrasse.

Am 24. Oktober empfangen in Wien drei Ungarn durch Apostel Rudolf Schneider I. die Heilige Versiegelung. Einer davon ist Bruder András László aus Budapest.

 

1938

Im Apostelbezirk Schweiz werden jetzt 24‘095 neuapostolische Christen betreut.

Bruder László aus Budapest wird am 27. Mai Diakon und hält von nun an die meisten Gottesdienste in Ungarn.

Gemeindeältester August Stiefel empfängt am 12. Juni das Bischofsamt und muss deshalb seinen Wohnsitz von Genf nach Bern verlegen. Er ist vor 22 Jahren nach Genf gezogen und wollte eigentlich nur ein paar Monate bleiben!

Am 14. August wird Bezirksevangelist François Martin Bezirksältester und ist fortan zuständig für den Bezirk Genf. Mit grossem Engagement übersetzt er auch das neuapostolische Schriftgut von der deutschen in die französische Sprache.

 

1939

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges erschwert sich die Verbindung aus der Schweiz zum Stammapostel in Deutschland. Die österreichischen Gemeinden, bisher von der Schweiz betreut, werden nun vom Bezirksapostel Georg Schall aus Stuttgart versorgt.

Hans Plüss tritt nach 18 Jahren gesegneter Amtstätigkeit als Bischof in den Ruhestand.

Von Basel aus entstehen weitere elsässische Gemeinden, nämlich in Hegenheim, Muespach und Mulhouse-Dornach.

In der am 1. Mai 1932 eingeweihten Kirche Zürich-Wipkingen empfangen 100 Seelen in einem Gottesdienst die Heilige Versiegelung.

Die Herstellung der bisher in Deutschland herausgegebenen Schriften „Wächterstimme“ und „Unsere Familie“ wird eingestellt. Bezirksapostel Ernst Güttinger beschliesst, die Schriften für seinen Bezirk in der Schweiz drucken zu lassen.

1940 - 1959

1940

Der Apostelbezirk Schweiz verlegt von nun an die Schriften „Brot des Lebens“ (bis 1977), „Christ Jugend“ (bis 1977), „Ich sende Euch“ (bis 1957), das Buch „Fragen und Antworten“, die Broschüre „Hausregeln“, das Jugendliederbuch und als Lizenzausgabe das Neuapostolische Gesangbuch.

Bischof i. R. Hans Plüss geht am 16. November heim.

 

1941

Otto Güttinger, geboren am 10. Januar 1907 in Schaffhausen, wird am 7. Dezember durch seinen Vater, den Bezirksapostel Ernst Güttinger, zum Apostel gesetzt.

Der Bezirk St. Gallen, der mittlerweile 21 Gemeinden mit insgesamt 1‘548 Seelen zählt, wird in zwei Bezirke aufgeteilt.

 

1944

Neuapostolische Christen in Zürich unterstützen das Winterhilfswerk und helfen Menschen in Not.

In der Gemeinde Erstfeld, bei Familie Püntener, treffen sich bis zu 100 Gläubige zum Gottesdienst. Die bestehenden Räumlichkeiten werden durch einen Neubau ersetzt

 

1945

In den Kriegsjahren haben die drei Apostel Ernst Güttinger, Rudolf Schneider I. und Otto Güttinger zusammen mit den Bischöfen Ernst Eschmann (Bischof seit 1935) und August Stiefel (Bischof seit 1938) den Schweizer Apostelbezirk betreut, der inzwischen auf rund 25‘000 Gläubige angewachsen ist. Auch Luxemburg, Frankreich und Norditalien werden von der Schweiz aus bedient. In den französischen Gemeinden – insbesondere in Lothringen, Paris, Toulouse, Marseille und einigen anderen grossen Orten – leben fast 4‘000 neuapostolische Christen.

Der erste Kontakt in Jugoslawien wird geknüpft: eine neuapostolische Familie kehrt aus Frankreich in ihr Heimatland Slowenien zurück. Für die kommenden zwei Jahre werden sie durch Seelsorgebriefe bedient.

 

1946

Nach den Kriegsjahren wird Österreich wieder dem Apostelbezirk Schweiz angegliedert.

 

1947

Am 27. Juli übernimmt der spätere Bischof Emil Angst die Gemeinde Zürich-Wiedikon als Vorsteher.

Am 9. November findet im Zürcher Hallenstadion ein grosser Festgottesdienst mit Stammapostel Johann Gottfried Bischoff statt. Über 11‘000 Personen nehmen an diesem Gottesdienst teil.

Ein Priester aus Deutschland lässt sich für drei Jahre in Slowenien nieder. So können die Geschwister dort vorübergehend an ihrem Wohnort gottesdienstlich versorgt werden.

Während des Zweiten Weltkriegs waren die Geschwister in Barcelona vollkommen auf sich selbst gestellt. Erst in diesem Jahr kann Priester Karl Rose von Zürich-Hottingen wieder nach Barcelona reisen und die Geschwister Reverter bedienen.

In der Tschechoslowakei verbietet die Regierung unsere kirchliche Betätigung und konfisziert die Kirche in Nejdek.

 

1948

Das Saarland wird wieder von der Schweiz aus bedient. Neu gehört auch Jugoslawien zum Apostelbezirk Schweiz.

Am 15. Januar wird in Barcelona die erste Gemeinde in Spanien gegründet. Apostel Otto Güttinger setzt Diakon Juan Reverter ins Priesteramt und versiegelt fünf Seelen. Von dort aus breitet sich der neuapostolische Glaube in ganz Spanien aus.

Am 5. September hält Apostel Otto Güttinger erstmals einen Gottesdienst in Budapest und versiegelt 37 Seelen. Diakon András László wird ins Priesteramt gesetzt und zum Vorsteher der Gemeinde bestimmt.

 

1949

Im Apostelbezirk Schweiz leben rund 34‘000 neuapostolische Christen in über 230 Gemeinden.

 

1950

Einer der grossen Pioniere in der Ostschweiz – Bezirksältester Emil Baisch – tritt in den Ruhestand. Der Bezirksälteste Ernst Streckeisen übernimmt seinen Bezirk mit 1‘059 Seelen.

In Linz kann auf dem ersten kircheneigenen Grundstück in Österreich am 13. August die erste Kirche eingeweiht werden. Die Gemeinde zählt nun 200 Mitglieder.

Nach harter Arbeit kann am 12. November auch an der Rue Liotard in Genf eine Kirche ihrer Bestimmung übergeben werden.

In Schwarzenburg BE wird eine Kapelle eingeweiht, welche von den Gemeindemitgliedern selbst finanziert worden ist. Der Vorsteher, Priester Samuel Urwyler, hatte seinen Sohn Hans, den späteren Stammapostel, mit der Bauleitung beauftragt. Die Einweihung nimmt am 31. Dezember Bischof August Stiefel vor.

 

1951

Luxemburg, Frankreich und das Saarland werden nach beinahe 50-jähriger Zugehöigkeit zum Apostelbezirk Schweiz in neue Apostelbereiche eingegliedert.

Am 5. August hält Stammapostel Johann Gottfried Bischoff in der Frankfurter Festhalle einen feierlichen Gottesdienst, an dem 24 Apostel und rund 14‘000 Geschwister teilnehmen; weitere 40‘000 sind über Postkabel angeschlossen. In diesem Gottesdienst werden Bezirksapostel Ernst Güttinger und Apostel Rudolf Schneider I. in den Ruhestand versetzt. Bischof Ernst Eschmann wird neuer Bezirksapostel für den Apostelbezirk Schweiz.

 

1952

Von Langenthal kommend, zieht der Bezirksälteste Giovanni Plüss nach einem kurzen Aufenthalt in Lugano mit seiner Familie nach Mailand, wo er auf Wunsch des Bezirksapostels Ernst Eschmann mit dem Aufbau der Neuapostolischen Kirche in Italien beginnt.

Ernst Streckeisen, geboren am 19. Oktober 1905 in St. Gallen, empfängt am 8. Juni in Frankfurt a. M.-West durch Stammapostel J. G. Bischoff das Apostelamt. Zu diesem Zeitpunkt sind weltweit 34 Apostel tätig.

Am 28. September findet die erste Tonübertragung in der Schweiz statt. Im Kongresshaus Zürich hält Stammapostel J. G. Bischoff den Gottesdienst, der über Postkabel in 40 Gemeinden mit zusammen 27‘000 Teilnehmern übertragen wird.

 

1953

Nach knapp 2-jähriger Tätigkeit als Bezirksapostel verstirbt Ernst Eschmann am 30. März. Die Trauerfeier, gehalten von Bezirksapostel Georg Schall im Beisein von 11 Aposteln, wird über Telefonkabel in weitere Gemeinden der Stadt Zürich übertragen.

Stammapostel J. G. Bischoff setzt am 19. April in der Tonhalle Zürich den Apostel Ernst Streckeisen zum Bezirksapostel für die Schweiz.

Bischof Josef Baur, geboren am 11. Oktober 1896 in Sarmensdorf und Bischof Hermann Hänni, geboren am 29. Oktober 1913 in Vogelsang, werden am 11. Oktober in Zürich-Wiedikon zu Aposteln ausgesondert. Gemeinsam mit ihrem Bezirksapostel bewältigen sie die schweren Zeiten, in denen Apostel Otto Güttinger sich mit seinen Anhängern vom Stammapostel löst und eigene Wege geht.

Durch das eifrige Wirken des Bezirksältesten G. Plüss entstehen in Norditalien innerhalb kurzer Zeit Gemeinden in Bozen, Meran, Varese, Turin und Mailand. Später folgen Trento, Parma und Piombino Dese. Ein Italiener, der in Zürich wohnte und versiegelt wurde, kehrt in seine Heimat nach Cattolica zurück. Er stellt seine Wohnung für Gottesdienste zur Verfügung. Die Missionsarbeit in Italien breitet sich so weiter in den Süden aus.

 

1954

Apostel Otto Güttinger wird seines Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Auch sein Vater, der Bezirksapostel i. R. Ernst Güttinger, löst sich von der Neuapostolischen Kirche.

 

1955

Der Bezirksälteste Max Gurtner, geboren am 26. Dezember 1906 in Wien, wird am 24. Juli in dieser Stadt durch Stammapostel J. G. Bischoff zum Apostel für Österreich ausgesondert. Das ist der erste Gottesdienst, den ein Stammapostel in Österreich hält.

Nach der Einsetzung des Apostels Max Gurtner kommen etliche Ostblockstaaten nach und nach unter seine Betreuung und damit zum Apostelbezirk Schweiz.

Diakon Luigi Albert erhält den Auftrag, in Lugano und Como Gottesdienste in italienischer Sprache zu halten. Das erweist sich als sehr segensreich, denn die meisten Gäste verstehen nur italienisch.

Im Herbst kommt zum ersten Mal Apostel Max Gurtner von Wien nach Zreče (Slowenien). In diesem Gottesdienst können sechs Seelen versiegelt und der erste Unterdiakon – Bruder Korošec – gesetzt werden, der später im Priester- und Evangelistenamt dient. So können nun regelmässig Gottesdienste stattfinden. Apostel Max Gurtner besucht auch die Geschwister in Kroatien, die in den letzten Jahren nur brieflichen Kontakt mit der Kirche hatten.

Apostel Hermann Hänni erhält den Auftrag, sich in Neuchãtel niederzulassen und die Glaubensgeschwister in der französischen Schweiz, den Berner Bezirken und in Spanien zu betreuen.

 

1956

Apostel i. R. Rudolf Schneider I. geht am 26. Januar im Alter von 78 Jahren heim. Die Trauerfeier hält Bezirksapostel Ernst Streckeisen in Rorschach.

Am 1. Mai wird der Bezirk Genf in zwei Ältestenbezirke aufgeteilt: Genf und Neuchâtel.

Durch Stammapostel J. G. Bischoff wird Rudolf Schneider II., geboren am 15. November 1909 in Hüntwangen, am 10. Juni zum Apostel ordiniert. In diesem Gottesdienst werden auch René Hildbrand und Arthur Keller ins Bischofsamt gesetzt. Letzterer wird 1959 nach Bern versetzt, um die Nachfolge von Bischof August Stiefel anzutreten. 1964 gibt er sein Amt aus persönlichen Gründen zurück und geht am 23. November 1983 in Bern heim.

Dank der staatlichen Anerkennung der Neuapostolischen Kirche in der Tschechoslowakei reisen Bezirksapostel Ernst Streckeisen und Apostel Max Gurtner in dieses Land und versiegeln etwa 40 Seelen.

 

1957

Apostel Josef Baur stirbt am 25. Januar. Die Trauerfeier hält Bezirksapostel Walter Schmidt in Zürich-Wiedikon. Es nehmen 21 Apostel aus ganz Europa teil.

Am 16. Juni empfängt Bezirksevangelist Willy Hopfer, Bezirksvorsteher des Bezirks Basel II, das Bischofsamt. Er verzieht nach Zofingen und wirkt bis zu seinem Heimgang am 10. März 1972 an der Seite von Apostel Ernst Zimmermann in den Bezirken des Mittellandes und im Tessin.

Ernst Zimmermann, geboren am 19. September 1909 in Olten, wird am 16. Juni zum Apostel ausgesondert. Er übernimmt das Arbeitsgebiet von Apostel Josef Baur.

 

1958

Bezirksapostel Ernst Streckeisen führt eine Statutenänderung durch. Die „Neuapostolische Gemeinde der Schweiz“ heisst neu „Neuapostolische Kirche in der Schweiz“.

Die Suche nach einem Grundstück in St. Gallen ist erfolgreich verlaufen. Am 10. März kann an der Dufourstrasse 76 der erste Spatenstich für die neue Kirche erfolgen.

Bischof August Stiefel – ein Pionier der Westschweiz – wird am 2. November in den Ruhestand gesetzt.

In diesem Jahr kann auch in Neuchãtel eine Kirche eingeweiht werden.

 

1959

Mit der Einweihung der Kirche St. Gallen-Centrum am 18. Januar erhöht sich die Anzahl eigener Kirchen im Apostelbezirk Schweiz auf 313. Die Mitgliederzahl beträgt 37‘445.

Am 10. Mai kann Bezirksapostel Ernst Streckeisen in Carrara (Italien) ein Gottesdienstlokal einweihen. Priester Moretti, der diese Geschwister bis dahin von Mailand aus betreute, wird Vorsteher der Gemeinde. Kurz darauf verlegt er seinen Wohnsitz nach Carrara.

Die Gemeinde Barcelona kann ein Lokal in der Calle Reverendo José Bundo beziehen. Von nun an können in Barcelona-Sants und Barcelona-Horta Gottesdienste gehalten werden.

Am 24. August wird in Basel Bischof Gottlieb Ellenberger ordiniert.

1960 - 1979

1960

Stammapostel Johann Gottfried Bischoff geht unerwartet am 6. Juli heim, nachdem er sein hohes Amt während 30 Jahren ausgeübt hat. In der Apostelversammlung vom 7. Juli wird Bezirksapostel Walter Schmidt zu seinem Nachfolger bestimmt. In der Kirche Frankfurt a. M.-West hält er am 10. Juli die Trauerfeier für Stammapostel J. G. Bischoff.

Damit beginnt eine schwere Prüfungszeit für die neuapostolischen Christen, war doch der Glaube an die Botschaft von der Wiederkunft Christi zu Lebzeiten von Stammapostel Bischoff in den Herzen der Gläubigen tief verankert. Dank der weisen Führung von Stammapostel Walter Schmidt kehren wieder Ruhe und Sicherheit ein.

Die Neuapostolische Kirche zählt weltweit rund 515‘000 Mitglieder. Davon leben etwa 38‘000 im Apostelbezirk Schweiz.

 

1962

Am 25. November besucht Walter Schmidt zum ersten Mal als Stammapostel die Geschwister in Zürich-Wiedikon.

 

1963

Festtag in Barcelona: Die Bezirksapostel Ernst Streckeisen und Aureliano Martón (Argentinien) kommen zu Besuch. Die spanischen Geschwister können mit Bezirksapostel Martón erstmals einen Apostel in ihrer Muttersprache hören. Er besucht sie in den folgenden Jahren noch weitere Male.

 

1965

Dem Bezirksapostel Ernst Streckeisen wird zusätzlich der Apostelbezirk Württemberg zur Pflege anvertraut.

Am 23. Mai ordiniert Bezirksapostel Ernst Streckeisen den Priester Carlo Premezzi als Hirten und beauftragt ihn, die italienisch und spanisch sprechenden Glaubensgeschwister und Gäste in der Schweiz zu betreuen.

Im Mai wird der Bezirksälteste Giovanni Plüss in Lugano in den Ruhestand gesetzt. Sein Nachfolger wird der Bezirksälteste Luigi Albert.

Bezirksapostel Michael Kraus (Kanada) hält im Oktober den ersten Gottesdienst in seinem Geburtsort Beia (Rumänien).

 

1967

Am 12. November hält Bezirksapostel Ernst Streckeisen erstmals einen Gottesdienst in Rom.

 

1968

Priester Castellanos, der bisher in Argentinien gedient hatte, wird geschäftlich für zwei Jahre nach Rom versetzt. Bereits eine Woche nach seinem Eintreffen dort wird er als Priester bestätigt und zum Vorsteher der Gemeinde in Rom gesetzt. Diese Gemeinde wurde bis jetzt von Lugano aus betreut. Unter dem Wirken des neuen Vorstehers wächst sie weiter, und es können in der Folge auch Amtsträger ordiniert werden.

Am 4. August besucht Bischof Ludwig Teucher erstmals Budapest.

 

1969

Bischof Erwin Wagner aus Kanada bemüht sich bei der Regierung um die Anerkennung der Neuapostolischen Kirche in Rumänien.

 

1970

Der Apostelbezirk Schweiz zählt 42‘077 Mitglieder in 320 Gemeinden und 8 Ländern. Es sind dies nebst der Schweiz Österreich, Italien, Spanien, Ungarn, die Tschechoslowakei, Jugoslawien und Polen.

Am 28. Oktober hält Priester Juan Reverter in Barcelona seinen letzten Gottesdienst. Nur wenige Tage später geht er unerwartet heim. Damit endet die 36 Jahre dauernde Tätigkeit dieses Pioniers in Spanien.

In Rumänien wird die Tätigkeit der Apostel verboten.

 

1971

In Septembri (Bulgarien) findet am 13. Juli die erste Heilige Versiegelung durch Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder (Hessen, Deutschland) statt. Später erschweren die politischen Verhältnisse eine Kontaktaufnahme mit den Geschwistern. Diese Situation ändert sich erst mit den Umwälzungen um das Jahr 1989.

Südlich von Rom wohnen vereinzelt Geschwister, die als Gastarbeiter in der Schweiz oder in Deutschland neuapostolisch wurden. Sie werden jede zweite Woche mit einem Seelsorgebrief bedient. Es ist nun der Wunsch des Bezirksapostels Streckeisen, dass diese Seelen das Wort Gottes auch in Gottesdiensten aufnehmen können. So bittet er den Bezirksältesten Luigi Albert seine berufliche Tätigkeit aufzugeben und vollamtlich für die Neuapostolische Kirche zu arbeiten und die Missionstätigkeit weiter in den Süden auszubreiten.

 

1972

Apostel Max Gurtner erliegt am 12. November auf der Rückreise von St. Gallen nach Wien einem Herzschlag. Die Trauerfeier hält Stammapostel Walter Schmidt am 20. November in der Gemeinde Wien-Penzing.

Der Bezirksälteste Luigi Albert unternimmt die erste Missionsreise nach Sizilien. Am 27. August wird er ins Bischofsamt gesetzt.

 

1973

Die Tschechoslowakei wird dem Apostelbezirk Sachsen-Thüringen (DDR) zugeteilt.

In einem Gottesdienst des Stammapostels Walter Schmidt in Wien am 15. Juli empfängt Bezirksevangelist Franz Janda das Bischofsamt für Österreich.

 

1974

Am 6. Oktober kann Apostel Ernst Zimmermann erstmals in Sizilien einen Gottesdienst halten und vier Seelen versiegeln.

 

1975

Stammapostel Walter Schmidt tritt in den Ruhestand und bestimmt Bezirksapostel Ernst Streckeisen zu seinem Nachfolger. Zu diesem Zeitpunkt sind weltweit 44 Apostel tätig, die rund 940‘000 neuapostolische Christen betreuen. Der Apostelbezirk Württemberg, den Bezirksapostel Streckeisen seit 1965 zusätzlich betreute, wird nun dem neu ordinierten Bezirksapostel Karl Kühnle anvertraut. Stammapostel Ernst Streckeisen hält seinen ersten Gottesdienst in diesem hohen Amt am 23. Februar in Stuttgart-Süd. Im gleichen Jahr besucht er erstmals die Geschwister in der DDR.

Der Bezirksevangelist Raymond Saillet aus Genf erhält den Auftrag, seinen Wohnsitz nach Madrid zu verlegen, um dort mitzuhelfen, das Erlösungswerk Gottes aufzubauen.

 

1976

Am 1. Januar bestimmt Stammapostel Ernst Streckeisen den Bischof Hans Urwyler, geboren am 20. Februar 1925 in Bern, zum neuen Bezirksapostel des Apostelbezirks Schweiz.

Im gleichen Jahr besucht mit Ernst Streckeisen zum ersten Mal ein Stammapostel Australien, Neuseeland und Indonesien.

Am 11. Juli wird Bischof Gottlieb Ellenberger in Basel in den Ruhestand versetzt.

Am 21. November wird Apostel Rudolf Schneider II. aus gesundheitlichen Gründen in Kleinbasel in den Ruhestand gesetzt. In diesem Gottesdienst wird Bischof Ludwig Teucher, geboren am 21. Februar 1917, zum Apostel ordiniert.

Nachdem die Amtsträger des Apostelbezirks Kanada in Rumänien nicht mehr wirken können, werden die Geschwister durch einen Priester aus Wien betreut.

 

1977

Stammapostel Streckeisen hält in Kitchener (Kanada) eine internationale Apostelversammlung. Dabei werden u. a. auch die ersten, für alle Apostel auf Erden verbindlichen Statuten „Neuapostolische Kirche – Internationaler Apostelbund“ genehmigt und in Kraft gesetzt.

Am 27. März wird Bezirksevangelist Bernard Meier in einem Gottesdienst in Lausanne  von Stammapostel Ernst Streckeisen ins Bischofsamt gesetzt. Mit seinem Vorgänger im Amt, dem Bischof René Hildbrand, arbeitet er noch über sechs Monate zusammen, bis dieser am 25. September in Neuchâtel in den Ruhestand versetzt wird.

Bezirksapostel Hans Urwyler weiht während einer Italienreise am 17. April die neue Kirche in Carrara ein.

Heinz Hauri empfängt am 29. Mai in Zürich aus der Hand des Stammapostels Ernst Streckeisen das Bischofsamt.

 

1978

Im Dezember 1977 wurden die letzten Ausgaben der in der Schweiz hergestellten Zeitschriften „Brot des Lebens“ und „Christi Jugend“ herausgegeben. Von 1978 bis 1988 werden nach fast vier Jahrzehnten wieder die in Frankfurt a. M. gedruckten Zeitschriften „Wächterstimme“ und „Christi Jugend“ auch in die Schweiz versandt.

Am 8. November erleidet Stammapostel Ernst Streckeisen während einer Reise in Kapstadt (Südafrika) einen schweren Schlaganfall und geht heim. Die Trauerfeier, gehalten von Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder, findet am 17. November in Zürich, im Beisein von 42 Aposteln aus aller Welt, statt. Das Stammapostelamt wird dem bisherigen Bezirksapostel Hans Urwyler übertragen. In einem Festgottesdienst in Zürich-Wiedikon wird er am 19. November in sein Amt eingeführt. Die Neuapostolische Kirche zählt mittlerweile weltweit 1,3 Mio. Mitglieder.

Am 17. September hält Apostel Ernst Zimmermann in der Gemeinde Mailand einen Gottesdienst und wird dort von 112 Seelen erwartet; 20 können die Heilige Versiegelung empfangen.

Das Missionsland Ungarn wird Apostel Ludwig Teucher aus der Schweiz zur Pflege anvertraut.

 

1979

Am 8. Juli weiht Stammapostel Hans Urwyler den Neubau der Kirche Zürich-Hottingen ein. In dem angegliederten Verwaltungsgebäude befindet sich auch sein Büro.

Apostel Ludwig Teucher versiegelt in diesem Jahr die erste Seele in Zagreb (Kroatien).

Hirte Carlo Premezzi, der bis anhin die italienisch und spanisch sprechenden Glaubens-geschwister und Gäste in der Schweiz betreut hat, tritt in den Ruhestand. Seine Arbeit wird vom Bezirksältesten Luigi Minosi weitergeführt, der einen neugegründeten Bezirk leitet, in dem die Gemeinden mit Aktivitäten in italienischer und spanischer Sprache zusammengefasst sind. Nach der Ruhesetzung des Bezirksältesten Minosi 1991 wird dieser Bezirk wieder aufgelöst und die betreffenden Gemeinden bestehenden Bezirken zugeordnet.

1980 - 1999

1980

Bischof Luigi Albert, geboren am 17. Oktober 1931 in Erstfeld, wird am 1. Januar durch Stammapostel Hans Urwyler in Zürich-Wiedikon als Apostel eingesetzt. Er betreut hauptsächlich die Gemeinden in Italien, Spanien und in der italienisch sprechenden Schweiz. Bezirksapostel Karl Kühnle wird am gleichen Tag vorübergehend die seelsorgerische Betreuung des Apostelbezirkes Schweiz übertragen. Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche Schweiz bleibt Stammapostel Hans Urwyler.

Zum letzten Mal wird am diesjährigen Neujahrstag der Gottesdienst in ganz Westeuropa übertragen. In Zukunft wird dieses Ereignis jeweils an Pfingsten stattfinden.

Am 25. Mai wird aus der Festhalle Bern der grosse Pfingstgottesdienst europaweit übertragen. Sechs neue Apostel werden ordiniert. Zu ihnen gehört auch Bischof Richard Fehr, geboren am 15. Juli 1939 in Flaach. Apostel Ernst Zimmermann tritt in den Ruhestand. Er hatte während fast 23 Jahren die Geschwister in den Zürcher Bezirken, der Zentralschweiz, des Tessins und Italiens bedient.

70 Apostel nehmen im Mai an einer internationalen Apostelversammlung in Zürich teil.

Im Auftrag des Bezirksapostels Karl Kühnle wird von Genf aus die Missionsarbeit im benachbarten Frankreich ausgebreitet.

Stammapostel Hans Urwyler besucht im gleichen Jahr Kenia. Es ist der erste Stammapostelbesuch in einem afrikanischen Missionsland.

Der Apostelbezirk Schweiz zählt 43‘148 Mitglieder.

 

1981

Bezirksevangelist Rudolf Kainz, geboren am 25. Dezember 1947 in Linz (Österreich), wird am 1. Januar in Wien-Penzing zum Apostel ausgesondert. Ihm werden die Länder Österreich und Jugoslawien zur Pflege anvertraut.

Ungarn wird vom Ältestenbezirk Wien abgetrennt und bleibt zur Betreuung bei Apostel Ludwig Teucher. In Budapest wird eine Wohnung gemietet, in der nun die Gottesdienste stattfinden.

Rumänien gehört jetzt offiziell zum Apostelbezirk Schweiz. Der zuständige Apostel Ludwig Teucher hat dieses Land erstmals bereits im Jahre 1980 besucht.

Stammapostel i. R. Walter Schmidt geht am 28. Februar im Alter von 89 Jahren in die jenseitige Welt. Die Trauerfeier hält Stammapostel Hans Urwyler am 8. März in der Kirche Dortmund-Nord.

Am 7. Juni wird Apostel Richard Fehr durch Stammapostel Hans Urwyler zum Bezirksapostel für den Apostelbezirk Schweiz ordiniert. Er löst somit den Bezirksapostel Karl Kühnle ab, der den Apostelbezirk Schweiz während kurzer Zeit betreut hat.

Eine positive Entwicklung in den Einreisebestimmungen ermöglicht es dem Stammapostel, zum ersten Mal nach Polen zu reisen und die dortigen Geschwister zu besuchen.

Am 12. Juli weiht Stammapostel Hans Urwyler die erste eigene Kirche in Barcelona ein. Es ist das erste Mal, dass ein Stammapostel Spanien besucht.

Bischof Peter Dessimoz, geboren am 12. Januar 1931 in Heiden, empfängt am 27. September in Bern das Apostelamt.

Apostel Rudolf Kainz bereist Slowenien und Kroatien und setzt für Kroatien die ersten Amtsträger ein.

 

1982

Am 8. November wird der neue Amtssitz des Stammapostels Hans Urwyler an der Aurorastrasse 60 in Zürich seiner Bestimmung übergeben.

 

1983

In Wien tritt Bischof Franz Janda am 20. März in den Ruhestand. Stammapostel Hans Urwyler ordiniert Johann Trimmal als Bischof, der damit die Nachfolge von Bischof Janda antritt.

Apostel Hermann Hänni wird am 8. Mai in den Ruhestand versetzt. Sein Arbeitsgebiet wird vorübergehend von Apostel Luigi Albert übernommen.

 

1984

In Ungarn finden bereits an fünf Orten regelmässig Gottesdienste statt. In diesem Jahr kann in Budapest das erste Gebäude käuflich erworben werden.

Die Tschechoslowakei wird wieder durch den Apostelbezirk Schweiz betreut.

 

1985

Bulgarien gehört neu zum Apostelbezirk Schweiz und wird Apostel Rudolf Kainz zur Pflege anvertraut. Die Anfänge in Bulgarien gehen zurück in das Jahr 1969, als in Septembri die ersten Gottesdienste gehalten wurden.

Stammapostel Hans Urwyler ordiniert den seit drei Jahren in der Schweiz tätigen Bischof Ernst Graf zum Bezirksapostel für den Apostelbezirk Cape (Südafrika). Der aus der Schweiz stammende Bezirksapostel Ernst Graf hatte vor seiner Rückkehr in die Schweiz bereits als Bischof im Apostelbezirk Transvaal (Südafrika) gewirkt.

In Gabun werden erste Schritte im Hinblick auf die Anerkennung der Neuapostolischen Kirche unternommen.

In Budapest kann Apostel Ludwig Teucher im April die erste eigene Kirche einweihen. Mehr als 110 Jahre sind vergangen, seit Apostel Peter Stechmann den göttlichen Samen ausgestreut hat.

Im April werden in San Marino erste Kontakte hergestellt.

Bernard Meier, geboren am 9. Mai 1943 in Zofingen, wird am 26. Mai in Zürich zum Apostel ordiniert und betreut die französische sprechende Schweiz, den Bezirk Biel und einen Teil von Spanien. Für das Land Spanien wird der seitherige Bezirksälteste Fernando Boniquet in diesem Gottesdienst ins Bischofsamt gesetzt.

In Zagreb (Kroatien) wird am 24. November die erste Kirche in diesem Land eingeweiht.

Im November werden erste Kontakte in Andorra geknüpft.

Auf der Karibikinsel Kuba erhält der Journalist Marco A. Martinez Zeugnis vom neuapostolischen Glauben. Nach eingehender Prüfung entscheidet er sich, diesen Weg zu gehen und empfängt die Gabe des Heiligen Geistes.

Apostel Ludwig Teucher verstirbt am 31. Dezember. Stammapostel Hans Urwyler hält am 6. Januar 1986 den Trauergottesdienst in St. Gallen-Centrum.

 

1986

Am 19. Januar kann Apostel Peter Dessimoz in Serravalle (San Marino) ein eigenes Gottesdienstlokal einweihen.

Am 16. Februar erhält der Apostelbezirk Schweiz zwei neue Bischöfe: Die Bezirksältesten Paul Keller und Rudolf Bänziger dienen fortan in diesem hohen Amt.

Am 9. März findet in einem Hotelsaal der erste Gottesdienst in Andorra statt.

Theodor Hirschi, geboren am 28. Februar 1935 in Bern, wird am 18. Mai in Heilbronn (Deutschland) durch Stammapostel Hans Urwyler zum Apostel ordiniert.

Auf Kuba wird am 12. Juni mit Marco A. Martinez der erste Amtsträger ordiniert. Er empfängt das Diakonenamt.

Apostel Theodor Hirschi besucht im November erstmals Gibraltar.

Nach dem Heimgang von Apostel Ludwig Teucher erhält Apostel Rudolf Kainz den Auftrag, den Geschwistern in Ungarn und Rumänien zu dienen.

 

1987

Am 15. Februar hält Apostel Luigi Albert den ersten Versiegelungsgottesdienst in Serravalle (San Marino); zwei Seelen empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.

Apostel i. R. Ernst Zimmermann geht am 6. Juni heim. Die Trauerfeier hält Bezirksapostel Richard Fehr in Zürich-Albisrieden.

In Andorra kann Apostel Peter Dessimoz die ersten fünf Seelen versiegeln.

Apostel Rudolf Kainz erhält von Stammapostel Hans Urwyler und Bezirksapostel Richard Fehr den Auftrag, die Sowjetunion als weiteres Missionsgebiet zu betreuen. So besucht er erstmals Moskau und Kasachstan.

Stammapostel Hans Urwyler erkrankt schwer und bestimmt am 28. August den Bezirksapostel Richard Fehr zum Stammapostelhelfer.

Apostel i. R. Hermann Hänni verstirbt am 22. September, nachdem er im Juni mit seiner Gattin noch das Fest der goldenen Hochzeit feiern durfte. Den Trauergottesdienst hält Stammapostelhelfer Richard Fehr in Neuchãtel.

Im Dezember werden die Ältestenbezirke Genf und Neuchâtel in drei Bezirke aufgeteilt. Die bisherigen Bezirke Genf und Neuchâtel treten dem neuen Bezirk Lausanne Teile der Kantone Waadt und Fribourg sowie das französischsprachige Wallis ab.

 

1988

Die Neuapostolische Kirche zählt jetzt weltweit 4,4 Mio. Mitglieder.

Stammapostel Hans Urwyler kann seinen Amtsauftrag aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erfüllen und tritt in den Ruhestand. Im feierlichen Pfingstgottesdienst am 22. Mai in Fellbach bei Stuttgart tritt Stammapostel Richard Fehr das ihm am 3. Mai anvertraute hohe Amt an. Im gleichen Gottesdienst setzt er den Apostel Peter Dessimoz zum Bezirksapostel für den Apostelbezirk Schweiz ein.

Im Juni findet in Alma Ata (Kasachstan) die erste Heilige Versiegelung durch Apostel Rudolf Kainz statt.

Apostel Luigi Albert übernimmt die Seelenpflege in Andorra und kann bei seinem ersten Besuch am 9. Oktober zwei Seelen versiegeln und einen Priester einsetzen.

Bischof Paul Keller, geboren am 29. Juni 1932 in Winterthur, wird am 20. November in Schaffhausen zum Apostel ordiniert.

Apostel Bernard Meier und sein Bischof unternehmen eine erste Missionsreise nach Gabun.

Im Herbst kann in Gibraltar ein eigenes Kirchenlokal bezogen werden.

Zur Unterstützung von Apostel Rudolf Kainz wird Josef Bleckenwegner am 20. November ins Bischofsamt gesetzt.

 

1989

Eine Ende 1988 durch Stammapostel Richard Fehr ins Leben gerufene Projektgruppe „Kinder und Jugend“ entwickelt den neuen Lehrstoff für die Sonntagsschule sowie für den Konfirmanden- und Religionsunterricht. Später kommen noch Anleitungen für die Jugendpflege dazu. Das Lehrmaterial erscheint in verschiedenen Sprachen und wird weltweit eingesetzt.

Bezirksapostel Peter Dessimoz besucht die Glaubensgeschwister in Moskau.

Nach Kontakten im Vorjahr kann auf der Insel Kreta (Griechenland) der erste Gottesdienst gehalten werden.

Die Zeitschrift „Unsere Familie“ wird neu konzipiert. Einige unserer bisherigen Schriften werden darin integriert.

Die Grenzen der Tschechoslowakei öffnen sich, und es können nun ungehindert Gottesdienste gehalten werden.

In Ungarn erfolgt die staatliche Anerkennung unserer Kirche.

 

1990

Apostel i. R. Rudolf Schneider II. geht am 30. Januar heim. Stammapostel Richard Fehr hält die Trauerfeier am 5. Februar in Rorschach.

Der Pfingstgottesdienst von Stammapostel Richard Fehr, im Beisein aller Apostel der Erde, wird vom Austria-Center in Wien erstmals in Bild und Ton via Satellit in 830 Gemeinden übertragen. Davon sind 70 Empfangsstationen in der Schweiz, drei in Ungarn, zwei in Österreich und eine in Jugoslawien.

In Nicaragua wird eine Gemeinde gegründet, und Apostel Theodor Hirschi kann bei seinem ersten Besuch dort 20 Seelen versiegeln.

Bezirksapostel Peter Dessimoz besucht erstmals Gabun und versiegelt sieben Seelen. Die Behörden erlauben nun ein ungehindertes Wirken der Neuapostolischen Kirche in Gabun.

Apostel Paul Keller versiegelt die erste Seele auf Kreta (Griechenland).

Die Neuapostolische Kirche wird in Rumänien als Gesellschaft registriert.

Am 10. August hält mit Richard Fehr erstmals ein Stammapostel einen Gottesdienst in Budapest (Ungarn).

Am 21. Oktober wird in Maribor (Slowenien) die erste eigene Kirche geweiht.

 

1991

Erste Missionsreise in die Ukraine mit Gottesdiensten in Odessa und Charkow. Noch im selben Jahr empfangen einige Gläubige die Heilige Versiegelung: in Odessa durch Apostel Paul Keller, in Charkow durch Apostel Theodor Hirschi.

Es entstehen erste Kontakte in Moldawien.

Eine Wende in den politischen Verhältnissen macht es möglich, dass am 18. Februar die Neuapostolische Kirche in Bulgarien staatlich anerkannt wird. Ende dieses Jahres leben in diesem Land 70 versiegelte Seelen.

Bischof Rudolf Schneider III., geboren am 22. Januar 1941 in Hüntwangen, wird am 17. März in Aarau zum Apostel ordiniert. Der Bezirksälteste Werner Studer empfängt das Bischofsamt.

In Gabun wird bereits an 15 Orten Gottesdienst gehalten. Auf einer Missionsreise besucht Bezirksapostel Peter Dessimoz davon 13 Gemeinden, versiegelt 166 Seelen und setzt 29 Amtsträger ein.

Der 27. Oktober ist ein besonderer Tag für die Geschwister in Rumänien. Erstmals hält ein Stammapostel in Bukarest einen Gottesdienst.

Bezirksapostel Peter Dessimoz hält erstmals einen Gottesdienst in Liberec (Tschechoslowakei).

 

1992

In der Ukraine verbreitet sich der neuapostolische Glaube weiter. Es finden erste Gottesdienste in Donezk und Mariupol am Asowschen Meer statt. In Odessa setzt Apostel Paul Keller zwei Priester und einen Diakon ein. In Charkow werden die Statuten der Neuapostolischen Kirche von der Regierung anerkannt.

Am 25. März kann Bezirksapostel Peter Dessimoz in Sofia (Bulgarien) 23 Seelen versiegeln und die erste Konfirmation in diesem Land durchführen.

Erstmals wird ein Staatsbürger Rumäniens, der Bezirksälteste Vasile Cone, geboren am 18. Juli 1962 in Somes-Uilac, am 31. Mai in Lausanne zum Apostel gesetzt. Er betreut Rumänien und Moldawien.

Durch den Krieg in Jugoslawien wird das Land in einzelne Republiken aufgeteilt. Slowenien und Kroatien gehören weiterhin zum Apostelbezirk Schweiz. Serbien, Mazedonien und Bosnien werden dem Apostelbezirk Württemberg angegliedert.

Apostel Theodor Hirschi reist erstmals nach Costa Rica, das seit dem 15. August neu zum Apostelbezirk Schweiz gehört. Es gibt dort zwei Stationen mit 80 Seelen, die von zwei Priestern betreut werden.

Am 6. September hält erstmals ein Stammapostel einen Gottesdienst in Moskau.

Die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit hat ein Filmprojekt realisiert. Der Informationsfilm „Selig ist, wer teilhat …“ wird am 25. Oktober erstmals im Zürcher Kongresshaus vorgestellt. Von rund 1‘500 Anwesenden können ca. 550 Gäste begrüsst werden.

Am 1. November besucht Stammapostel Richard Fehr erstmals die Gemeinde Prag.

Im November gibt die Neuapostolische Kirche in der Schweiz neue Statuten heraus. Bei dieser Gelegenheit wird auch der bisherige Name in „Neuapostolische Kirche Schweiz“ geändert.

Im Dezember unternimmt Bezirksapostel Peter Dessimoz seine erste Missionsreise nach Nicaragua und Costa Rica.

Mit Iulian Radulescu setzt Stammapostel Richard Fehr in seinem Gottesdienst in Klagenfurt am 13. Dezember den ersten Bischof für Rumänien ein.

Die Tschechoslowakei wird politisch aufgeteilt: die Tschechische Republik wird weiterhin durch den Apostelbezirk Schweiz betreut. Die Slowakei wird im Juni 1993 dem Apostelbezirk Sachsen-Thüringen angegliedert.

 

1993

Im November findet der erste Gottesdienst auf der Krim (Ukraine) statt.

In Gabun leben Ende des Jahres bereits 1‘711 neuapostolische Christen.

 

1994

Im Rahmen der Vorbereitungen zum 100-Jahr-Jubiläum der Neuapostolischen Kirche Schweiz beginnen die ersten Informationsabende in den Schweizer Gemeinden. Bis zum Jubiläum an Pfingsten 1995 sind zwölf solcher Abende geplant.

Stammapostel i. R. Hans Urwyler geht am 17. November heim. Die Trauerfeier hält Stammapostel Richard Fehr am 24. November in Ostermundigen bei Bern im Beisein von 52 Bezirksaposteln und Aposteln aus aller Welt.

Ende des Jahres wird Ungarn dem Apostel Rudolf Schneider III. zur Pflege anvertraut.

Die Insel Kreta (Griechenland) wird dem Apostelbezirk Hessen angegliedert.

In Moldawien wird die Neuapostolische Kirche staatlich anerkannt.

Die Neuapostolische Kirche zählt nun weltweit gegen 9 Mio. Mitglieder, davon rund 55‘000 in 22 Ländern des Apostelbezirks Schweiz.

 

1995

Die Neuapostolische Kirche erhält ein neues Erkennungszeichen. Das modifizierte Emblem wird ab 1. Januar weltweit verwendet. Es ersetzt auch das Logo, das für die Öffentlichkeitsarbeit in der Schweiz entwickelt und seit 1987 benutzt wurde.

Am 20. Januar besucht Stammapostel R. Fehr die Glaubensgeschwister in Gabun.

Die Bischöfe Rudolf Bänziger, Bruno Bühler und Heinz Hauri treten am 19. Februar in Ostermundigen bei Bern in den Ruhestand. Bischof Bühler kann aufgrund seiner schweren Erkrankung nicht am Gottesdienst teilnehmen. Im selben Gottesdienst ordiniert Stammapostel Richard Fehr zwei neue Bischöfe: Hanspeter Nydegger und Hans-Jörg Sigrist. Bischof Armin Studer übernimmt zu seinem bisherigen Arbeitsgebiet noch Italien und das Tessin.

An Pfingsten, dem 4. Juni 1995, findet der Festgottesdienst zum 100. Jubiläum der Neuapostolischen Kirche Schweiz in der Tonhalle Zürich statt. Er wird von Stammapostel Richard Fehr im Beisein aller Bezirksapostel und Apostel Europas gehalten und via Satellit europaweit übertragen.

 

1996

Die Geschwister in Rumänien erhalten einen weiteren Bischof: Am 6. Oktober setzt Stammapostel Richard Fehr Gheorghe Sapintan zur Unterstützung von Apostel Vasile Cone ein.

 

1997

Im Festgottesdienst in Lugano am 13. Juli tritt Apostel Luigi Albert in den Ruhestand. Der am 4. März 1942 geborene Bischof Armin Studer empfängt aus der Hand von Stammapostel Richard Fehr das Apostelamt und übernimmt die Verantwortung für das Arbeitsgebiet von Apostel Albert. Im selben Gottesdienst tritt Bischof Fernando Boniquet (Spanien) in den Ruhestand und Jean-François Perret (Romandie), Orando Mutti (Italien) und Erhard Suter (Spanien) werden als Bischöfe ordiniert.

 

1998

Bezirksapostel Peter Dessimoz tritt am 21. Juni in Uster feierlich in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger ordiniert Stammapostel Richard Fehr den Apostel Armin Studer als Bezirksapostel.

Im August besucht Bezirksapostel Armin Studer zum ersten Mal die Glaubensgeschwister in der Tschechischen Republik und hält Gottesdienste in Kravare und Liberec.

Im Dezember dient der Bezirksapostel den Geschwistern des Bezirks Bern-Ost in der Kirche Ostermundigen. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wird die neue Pfeifenorgel eingeweiht.

Ende des Jahres wird das Missionsland Gabun dem Bezirksapostelbereich Baden-Württemberg angegliedert.

 

1999

Am 13. Juni feiert die Gemeinde Winterthur ihr 100-jähriges Bestehen. Dazu wird sie von Bezirksapostel Armin Studer besucht, den alle Apostel, Bischöfe und Bezirksältesten der Schweiz begleiten.

2000 - 2019

2000

Am 16. Januar versetzt Stammapostel Richard Fehr den Bischof Werner Studer in Ostermundigen bei Bern in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird der Bezirksälteste Heinz Lang, der in diesem Gottesdienst das Bischofsamt empfängt.

Im April besucht Stammapostel Richard Fehr Spanien und hält einen Gottesdienst in Valencia.

Im Mai findet in Prag eine internationale Bezirksapostelversammlung statt. Höhepunkt ist der Gottesdienst, den Stammapostel Richard Fehr hält.

Im Juni reist Bezirksapostel Armin Studer nach Moldawien, wo er in 5 Gottesdiensten über 900 Gläubige bedient, davon 127 Gäste. 99 Seelen empfangen die Gabe des Heiligen Geistes, 18 Brüder werden in ein Amt gesetzt. Z. Zt. gibt es in Moldawien ca. 1‘700 Mitglieder.

In Villach (Österreich) weiht Bezirksapostel Armin Studer eine neue Kirche. Anschliessend hält er in Ungarn drei Gottesdienste sowie einen Jugendgottesdienst.

Am 23. Dezember geht unerwartet Bischof i. R. Fernando Boniquet in Spanien heim. Bezirksapostel Armin Studer hält die Trauerfeier am frühen Vormittag des Weihnachtstages in Barcelona.

 

2001

Durch einen Brief, der Ende Januar in allen neuapostolischen Gemeinden vorgelesen wird, informiert Stammapostel Richard Fehr über die Einführung eines Leitbildes. Unter dem Begriff „Dienen und Führen in der Neuapostolischen Kirche“ sind damit für alle Amtsträger und Glaubensgeschwister, die Führungsaufgaben in den Gemeinden wahrnehmen, einheitliche und verbindliche Richtlinien geschaffen worden.

Im März überrascht Stammapostel Richard Fehr die Jugend Italiens und des Tessins, die sich zu einem Jugendtag in Mailand versammelt hat und eigentlich ihren Bezirksapostel erwartete. Die Freude ist riesengross!

Im April dient Stammapostel Richard Fehr in Villach (Kärnten). In diesem Gottesdienst schenkt er dem Bezirksapostelbereich drei neue Amtsgaben: Apostel Orando Mutti (für Italien und das Tessin), Apostel Erhard Suter (für Spanien), Bischof Semion Cazacu (für Moldawien).

Ebenfalls im Monat April beschäftigen sich die Apostel und Bischöfe in einem Seminar mit dem wichtigen Thema „Dienen und Führen“. Die Inhalte dieses vom Stammapostel und den Bezirksaposteln weltweit initiierten Seminars werden danach allen Führungsverantwortlichen vermittelt.

Einer Mitteilung der internationalen Kirchenleitung zufolge, verschliesst sich die Neuapostolische Kirche einer Beteiligung an ökumenischen Veranstaltungen, also Aktivitäten, die Kirchen und christliche Religionsgemeinschaften gemeinsam durchführen, nicht. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in wesentlichen Lehraussagen beteiligt sich unsere Kirche jedoch nicht an gemeinsamen Gottesdiensten, Sakraments- und Segenshandlungen.

Zum Entschlafenengottesdienst im Juli reist Bezirksapostel Armin Studer nach Moldawien. Mehr als 1‘000 Seelen erleben einen erhebenden Gottesdienst in der moldawischen Hauptstadt Chisinau. Die Tonaufnahme des Gottesdienstes wird einige Tage später von einem Radiosender in ganz Moldawien ausgestrahlt.

Im weiteren Verlauf der Reise werden im Rahmen von humanitären Hilfsprojekten der Schweizer Jugend zwei Rettungswagen an Institutionen und technische Geräte an die medizinische Fakultät der Universität Chisinau übergeben.

Mitte August gibt Stammapostel Richard Fehr eine Neuregelung zum Unterdiakonenamt bekannt. Da in den weltweit 23 Gebietskirchen der NAK die historische Entwicklung je nach Land einen unterschiedlichen Verlauf genommen hat, sind auch die beiden Amtsstufen Unterdiakon bzw. Diakon unterschiedlich stark vertreten. Obgleich es zwei verschiedene Amtsstufen sind, haben sich ihre Aufgabenstellungen im Lauf der Zeit immer mehr angeglichen. Gemäss Beschluss des Stammapostels und der Bezirksapostel werden ab dem 1. Januar 2002 keine Unterdiakone mehr ordiniert. Das Amt ist damit nicht aufgehoben, es wird aber in Zukunft nicht mehr neu besetzt.

Anfang September erlebt die Jugend der Schweiz wieder einen herausragenden Jugendtag mit Stammapostel Richard Fehr. Unter den insgesamt 3‘180 Teilnehmern befinden sich ca. 230 Gäste.

 

2002

Im April findet in Rumänien erstmals ein Jugendtag mit dem Bezirksapostel statt, und zwar in Brasov. 815 jugendliche Teilnehmer, davon 86 Gäste, werden gezählt.

Am 22. August hält Bezirksapostel Armin Studer in Bern-Ostermundigen einen Senioren-Gottesdienst für die Bezirke Bern-Ost, Bern-West, Thun und Biel. 906 Glaubensgeschwister nehmen daran teil. Solche Gottesdienste, in denen besonders auf die Bedürfnisse und Anliegen aus dem Kreis der älteren Geschwister eingegangen wird, finden in allen Bezirken statt.

An der Ueberlandstrasse in Zürich hat die Neuapostolische Kirche International (NAKI) ein neues Verwaltungsgebäude errichten lassen. Dort befindet sich der Sitz des Stammapostels, die internationale Kirchenverwaltung sowie ein Konferenzzentrum. Im November findet hier die erste internationale Bezirksapostelversammlung nach der Einweihung des Gebäudekomplexes statt.

 

2003

Im Februar beschäftigen sich die Apostel und Bischöfe mit den Inhalten eines weiteren Seminars, nämlich „Gehaltvolle Predigt“. Damit will die internationale Kirchenleitung den Amtsträgern weltweit eine Hilfestellung für das Durchführen von Gottesdienst mit Substanz anbieten.

Stammapostel Richard Fehr nutzt den Pfingstgottesdienst, der aus Dortmund in viele Tausend neuapostolische Gemeinden in Europa, Südafrika und Südamerika via Satellit übertragen wird, um die Glaubensgeschwister über die erweiterte offizielle Lehrauffassung zur Ersten Auferstehung zu unterrichten. Zusammengefasst sagt der Stammapostel: „An der ersten Auferstehung haben die Braut und zusätzlich auch die Märtyrer teil. Gemeinsam machen sie die Schar der Priester Gottes und Christi aus, die mit Christus im tausendjährigen Friedensreich regieren. Allen gilt: „Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung.“ Die Auferstehung der beiden Gruppen geschieht jedoch nicht gleichzeitig. In der Zeit zwischen der Heimholung der Braut und der Auferstehung der Märtyrer findet im Himmel die Hochzeit des Lammes und parallel dazu auf Erden die grosse Trübsal statt. Das Kommen Christi zur Heimholung der Braut ist und bleibt unser Glaubensziel.“

Am 17. August dient Stammapostel Richard Fehr in Chisinau (Moldawien) rund 1‘730 Seelen. In diesem Gottesdienst empfängt der seitherige Bischof Semion Cazacu, geboren am 4. Dezember 1952, das Apostelamt.

Ende August besucht Bezirksapostel Armin Studer die Gläubigen in der Tschechischen Republik. Grund seines Besuches ist das 100-jährige Bestehen der Neuapostolischen Kirche in diesem Land.

 

2004

Den Entschlafenengottesdienst am 5. Juli hält Stammapostel Richard Fehr in Málaga, Spanien. 922 Seelen nehmen an diesem denkwürdigen Gottesdienst teil.

Anlässlich des 65. Geburtstags von Stammapostel Richard Fehr findet am 18. Juli ein besonderer Festgottesdienst in Zürich-Wiedikon statt, an dem alle Bezirksapostel der Erde teilnehmen.

 

2005

Seit Ostern singen die deutschsprachigen neuapostolischen Christen aus einem neuen Gesangbuch. Übersetzungen in andere Sprachen werden sukzessive folgen.

Im Pfingstgottesdienst am 15. Mai in Fellbach bei Stuttgart tritt Stammapostel Richard Fehr nach 44-jähriger Amtstätigkeit, davon 17 Jahre als Stammapostel, feierlich in den Ruhestand. Bezirksapostel Wilhelm Leber aus Hamburg empfängt zuvor das Stammapostelamt. Bis auf 7 Apostel nehmen alle weltweit tätigen Apostel an diesem Gottesdienst teil, der mit Bild und Ton in alle Kontinente zu ca. 2‘230‘000 Geschwistern übertragen wird.

Am 31. Oktober dient Stammapostel Wilhelm Leber in Schaffhausen, begleitet von allen Bezirksaposteln und Bezirksapostel-Helfern der Erde.

Am 12. November ordiniert Bezirksapostel Armin Studer den Bezirksevangelisten Marco A. Martinez zum Bezirksältesten für Kuba.

 

2006

Mit Wirkung vom 24. Januar ändert die Neuapostolische Kirche ihr Verständnis von Taufe und Versiegelung. Ein eigens dafür angesetzter Informationsabend in Uster wird via Satellit weltweit in alle neuapostolischen Gemeinden übertragen. Neu am Taufverständnis ist die Anerkennung der in anderen christlichen Kirchen vollzogenen Taufhandlung. Weil die Taufe eines Menschen künftig als Gnadenmitteilung Gottes und Näheverhältnis zu ihm aufgefasst wird, werden alle getauften Menschen als Christen verstanden. Voraussetzung für die Anerkennung ist die formgerechte Spendung, d. h., die Taufe muss rite vollzogen worden sein: Im Namen des dreieinigen Gottes und mit Wasser. Bestehen bleibt die neuapostolische Lehre von der Wiedergeburt als Kombination von Taufe und Versiegelung.

Am 19. März dient Stammapostel Wilhelm Leber in Ostermundigen bei Bern und setzt in diesem Gottesdienst Bischof Johann Trimmal aus Österreich in den Ruhestand.

Im Festgottesdienst, den Stammapostel Wilhelm Leber am 22. Oktober in Zürich-Seebach hält, treten Apostel Rudolf Schneider III. und Bischof Hanspeter Nydegger feierlich in den Ruhestand. Anschliessend empfängt der bisherige Bischof Heinz Lang, geboren am 13. Februar 1949, das Apostelamt; Bezirksältester Philipp Burren und Bezirksevangelist Markus Fehlbaum werden zu Bischöfen ordiniert.

 

2007

Die Frühjahrstagung der internationalen Bezirksapostelversammlung von Ende März beschliesst eine Änderung in der Betreuung kranker Gemeindemitglieder. Danach können künftig auch im Ruhestand lebende priesterliche Amtsträger der Kirche die Krankenbetreuung unterstützen, und zwar dort, wo Bedarf dafür besteht, nach Massgabe des zuständigen Bezirksapostels.

Am 24. Juni dient Stammapostel Wilhelm Leber in Neuchâtel. In diesem Gottesdienst versetzt er Bischof Jean-François Perret in den Ruhestand und ordiniert Bischof Jean-Jacques Hildbrand zu dessen Nachfolger.

Im Festgottesdienst, den Stammapostel Wilhelm Leber am 25. November in Baden-Wettingen hält, empfängt der am 19. September 1951 in Biel geborene Bischof Markus Fehlbaum das Apostelamt; Bezirksältester Paul Imhof und Bezirksevangelist Jürg Zbinden werden zu Bischöfen gesetzt. Bischof Hans-Jörg Sigrist wird feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Am 4. Dezember findet in Zürich ein Informationsabend der Neuapostolischen Kirche statt. Er befasst sich mit kleineren und grösseren kircheninternen Themen. Aus dem Kommunikationszentrum des internationalen Kirchensitzes in Zürich wird die Sendung via Satellit auf rund 1‘400 Gemeinden in 18 Länder in Europa ausgestrahlt. Stammapostel Wilhelm Leber, unterstützt von Bezirksapostel Hagen Wend (Frankfurt) und Apostel Walter Drave (Hamburg) nimmt zu folgenden Themen Stellung: Selbstbild der Neuapostolischen Kirche, die Geschichte der NAK, Vision und Mission unserer Kirche, das neue Gesangbuch, der für 2009 vorgesehene Europäische Jugendtag, der Katechismus.

 

2008

Am 6. April kehrt Stammapostel Wilhelm Leber mit allen Bezirksaposteln und Bezirksapostelhelfern in Zürich-Hottingen ein. In diesem Festgottesdienst, der im gesamten Bezirksapostelbereich Schweiz via Satellit übertragen wird, tritt Bezirksapostel Armin Studer in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger wird Apostel Markus Fehlbaum ins Bezirksapostelamt eingesetzt.

Per Gemeindebrief unterrichtet Stammapostel Wilhelm Leber die Gemeindemitglieder im deutschsprachigen Raum über eine wichtige Änderung: Ab Pfingsten, 11. Mai 2008, wird der Text für das „Unser Vater“ nach den Worten der Lutherübersetzung von 1984 gesprochen.

In der letzten Herbstversammlung der europäischen Bezirksapostel beschliessen sie mit dem Stammapostel, dass künftig im Ruhestand lebende priesterliche Amtsträger bei Bedarf auch Trauerfeiern bzw. Trauergottesdienste durchführen können.

Am 21. Dezember besucht Stammapostel Wilhelm Leber die Gemeinde in Genf. In diesem Gottesdienst, der via Satellit in alle Länder des Arbeitsbereichs von Bezirksapostel Markus Fehlbaum übertragen wird, versetzt er den Apostel Bernard Meier in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger ordiniert der Stammapostel den am 23. November 1955 geborenen Bischof Philipp Burren. Für Österreich empfängt in diesem Gottesdienst der seitherige Bezirksevangelist Jürgen Müller das Bischofsamt.

 

2009

Im Mai findet vom Auffahrtstag bis zum Sonntag der erste Europäische Jugendtag (EJT) statt. Die Teilnehmer erwartet in Düsseldorf ein abwechslungsreiches Programm. Höhepunkt ist der Gottesdienst des Stammapostels am Sonntagmorgen. Von den rund 40'000 Jugendlichen aus ganz Europa kommen über 2‘800 Teilnehmer aus dem Bezirksapostelbereich Schweiz.

Am 11. Oktober besucht Stammapostel Wilhelm Leber die Glaubensgeschwister in Wien-Penzing; in diesem Gottesdienst empfangen der Bezirksälteste André Kreis und der Bezirksevangelist Rudolf Fässler das Bischofsamt.

 

2010

Im Festgottesdienst in Luzern am 7. Februar ordiniert Stammapostel Wilhelm Leber für das Land Rumänien mit Teodot Anton einen weiteren Bischof.

Ein Beschluss der Bezirksapostelversammlung erweitert die Segensspendungen zu Hochzeitsjubiläen: Ehepaare, die 40 Jahre miteinander verheiratet sind, können auf ausdrücklichen Wunsch den kirchlichen Segen zu ihrer Rubinhochzeit empfangen.

Im Mai vom Stammapostel veröffentlichen Angaben zufolge bekennen sich jetzt rund 10,5 Millionen Menschen in aller Welt zum neuapostolischen Glauben. Der weltweite Gottesdienstbesuch weist eine Quote von 30 Prozent auf. Über drei Millionen neuapostolische Christen besuchen demnach Sonntag für Sonntag die Gottesdienste. Die Zahl der Amtsträger beträgt 253‘000. Neben dem Stammapostel gibt es 19 Bezirks-apostel, 11 Bezirksapostelhelfer und 326 Apostel.

Im Bezirksapostelbereich Markus Fehlbaum, der sich über insgesamt 15 Länder erstreckt und rund 600 Gemeinden umfasst, leben ca. 57‘000 neuapostolische Christen, die von rund 3‘100 Amtsträgern betreut werden.

Ab dem 6. Juni gelten die zehn Glaubensartikel unserer Kirche in geänderter Fassung. Im Auftrag von Stammapostel Wilhelm Leber hat eine Arbeitsgruppe das neuapostolische Glaubensbekenntnis überarbeitet. „Aufgrund der Änderung einiger Lehrinhalte, wie z. B. unser Taufverständnis, wurde eine Überarbeitung notwendig,“ erklärte der Stammapostel. Die Grundstruktur der Glaubensartikel bleibt jedoch unverändert.

Ab dem 1. Advent wird in allen neuapostolischen Gemeinden weltweit eine neue Liturgie eingeführt. Insbesondere die Feier des Heiligen Abendmahls soll mit angereicherten Liturgieelementen noch würdiger gestaltet werden. Stammapostel Wilhelm Leber erklärt dazu, dass die neue Liturgie mehr Feierlichkeit in den Gottesdienst tragen soll.

 

2011

Am 4. Dezember weiht Bezirksapostel Markus Fehlbaum die neue Kirche in Chisinau, der Hauptstadt Moldawiens, und übergibt sie feierlich ihrer Bestimmung.

Im Dezember kann Bezirksapostel Markus Fehlbaum noch zwei weitere Kirchen einweihen. Sie befinden sich in Rumänien, und zwar in Lonea und Oravita.

 

2012

Im Januar besucht Bezirksapostel Markus Fehlbaum die Glaubensgeschwister auf den Kanarischen Inseln. In seinem Gottesdienst am 25. Januar in Santa Cruz de Tenerife ordiniert er den ersten Bezirksevangelisten für die Kanarischen Inseln.

Im Pfingstgottesdienst am 27. Mai in Köln beauftragt Stammapostel Wilhelm Leber den Bezirksapostel von Frankreich, Jean-Luc Schneider, zum Stammapostelhelfer.

Am 16. und 17. Juni dient Stammapostel Wilhelm Leber in Ocna Mures bzw. in Baia Mare (Rumänien).

Zum diesjährigen Jugendtag, der vom 16. – 18. September stattfindet, treffen die Jugendlichen aus allen Ländern des Bezirksapostelbereichs am Freitagnachmittag in den fünf Regionen-Standorten in der Schweiz ein, wo sie bis zum Sonntagmorgen zusammen sind. Auch eine Delegation Jugendlicher aus Argentinien und aus Marburg (Deutschland) ist dabei. Stammapostel Wilhelm Leber besucht alle fünf Regionen. Ob in Winterthur, in St. Gallen, im Melchtal, am Schwarzsee oder im Kandertal – überall erleben die Jugendlichen eine eindrückliche Begegnung mit dem Stammapostel.

Am Sonntag reisen die rund 2‘800 Jugendlichen nach Bern, wo in der Festhalle der Jugendgottesdienst stattfindet. Nach dem Gottesdienst finden sich alle im Verpflegungszelt zum gemeinsamen Mittagessen ein.

Am 28. Oktober besucht Stammapostel Wilhelm Leber die Glaubensgeschwister im Tessin. In einem Festgottesdienst in Lugano, der in den gesamten Arbeitsbereich von Bezirksapostel Markus Fehlbaum übertragen wird, versetzt er den Apostel Orando Mutti (Italien/Tessin) in den Ruhestand und ordiniert den seitherigen Bischof Jürg Zbinden, geboren am 30. Januar 1958, zu seinem Nachfolger als Apostel für Italien und das Tessin.

Anlässlich eines Informationsabends in Zürich am 4. Dezember, der in alle Gemeinden Europas übertragen wird, stellt Stammapostel Wilhelm Leber den neuen Katechismus der Neuapostolischen Kirche vor, der das Büchlein „Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben“ ablöst.

 

2013

Am 13. Januar hält Stammapostelhelfer Jean-Luc Schneider einen Gottesdienst in unserer Kirche in Ostermundigen bei Bern. Er versetzt Bischof Jean-Jacques Hildbrand in den Ruhestand und ordiniert den seitherigen Bezirksältesten René Engelmann von Genf zu seinem Nachfolger als Bischof.

Im März besucht Stammapostelhelfer Jean-Luc Schneider nochmals die Schweiz: Für die Geschwister des Bezirks Thun hält er den Karfreitags-Gottesdienst am 29. März in unserer Kirche in Ostermundigen bei Bern. Am Ostersonntag dient der Stammapostelhelfer in der Gemeinde Zürich-Hottingen. Tags zuvor erfreut ein spezieller Männerchor aus Essen Stammapostel i. R. Richard Fehr mit einem eindrücklichen Konzert. An diesem Konzert in Zürich-Hottingen nimmt auch Stammapostelhelfer Schneider teil.

Vom 4. bis 12. April weilt Bezirksapostel Markus Fehlbaum auf den Philippinen, wo er an verschiedenen Gottesdiensten und Aktivitäten mit den zuständigen Bezirksapostel Urs Hebeisen teilnimmt. Höhepunkt der Reise ist der Jugendtag in Dumaguete (Philippinen).

Am 5. Mai, kurz vor seiner Ruhesetzung, erfreut Stammapostel Wilhelm Leber die Geschwister aus Stäfa, die mit den diesjährigen Konfirmanden sowie deren Eltern, Freunden und Gästen den Konfirmationsgottesdienst in unserer Kirche in Uster erleben, mit seinem Überraschungsbesuch.

An Pfingsten 2013 (19. Mai) ordiniert Stammapostel Wilhelm Leber seinen bisherigen Helfer Jean-Luc Schneider zu seinem Nachfolger im Amt des Stammapostels. Er selbst tritt danach feierlich in den Ruhestand. Der Pfingstgottesdienst wird aus unserer Kirche in Hamburg-Borgfelde weltweit übertragen.

Der Übertragungsort ist mit Bedacht gewählt worden, denn in Hamburg entstand vor 150 Jahren die Neuapostolische Kirche, die weltweit heute über 10 Mio. Mitglieder zählt. Im Jubiläumsjahr finden in allen Bezirksapostelbereichen rund um den Globus verschiedene Veranstaltungen statt: Festgottesdienste, Konzerte, besondere Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, Gemeindefeste und dgl.

Am 30. Juni entschläft Stammapostel i. R. Richard Fehr; die Trauerfeier im engsten Familienkreis leitet Bezirksapostel Markus Fehlbaum am 10. Juli. Eine Woche später, am 17. Juli, hält Stammapostel Jean-Luc Schneider in der Kirche Zürich-Hottingen einen Trostgottesdienst, der in verschiedene Länder übertragen wird.

Am Wochenende 17./18. August weilt Stammapostel Jean-Luc Schneider in Moldawien und hält je einen Gottesdienst in Cahul und in Chisinau.

Überraschend geht am 30. August Bezirksapostel i. R. Peter Dessimoz heim. Den Trostgottesdienst führt Bezirksapostel Markus Fehlbaum am 11. September in Winterthur durch.

Im Festgottesdienst, den Stammapostel Jean-Luc Schneider am 20. Oktober in Gossau SG hält, versetzt er Bischof Paul Imhof in den Ruhestand. Sein bisheriger Arbeitsbereich wird von den Bischöfen Rudolf Fässler und Josef Bleckenwegner übernommen.

Die Geschwister in Spanien erleben am 8. Dezember einen ganz besonderen Festtag: Stammapostel Jean-Luc Schneider kehrt bei ihnen ein und dient ihnen im Kongresspalast in Valencia. In diesem Gottesdienst ordiniert er einen Bezirksevangelisten für Galizien.

Bevor das Jahr seine Pforten schliesst, dient Stammapostel Jean-Luc Schneider noch einmal in der Schweiz: Am 4. Adventssonntag, dem 22. Dezember, besucht er die Gemeinde Genf.

 

2014

Am 15./16. Februar kehrt Stammapostel Jean-Luc Schneider in Innsbruck ein. Im Festgottesdienst am Sonntag, dem 16. Februar, empfangen Bischof Josef Bleckenwegner und seine Gattin den Segen zu ihrer Rubinhochzeit.

Den ersten Entschlafenen-Gottesdienst des Jahres hält Bezirksapostel Markus Fehlbaum am Sonntag, den 2. März, in der Gemeinde Bern-Bümpliz; die Apostel Philipp Burren und Jürg Zbinden begleiten ihn.

Während eines Besuches in Spanien hält Bezirksapostel Norberto Passuni aus Argentinien zwei Gottesdienste und erfreut am 14. März die Geschwister in Bilbao und am 15. März in Madrid.

In Begleitung von Bezirksapostel Michael Ehrich (Süddeutschland) dient Bezirksapostel Markus Fehlbaum am 16. März in Zagreb. In diesem Gottesdienst, zu dem alle Geschwister aus Kroatien geladen sind, übergibt er die Verantwortung für diese Gebietskirche offiziell an Bezirksapostel Michael Ehrich.

Zum Abschluss einer internationalen Bezirksapostelversammlung in Zürich hält Stammapostel Jean-Luc Schneider einen Gottesdienst am 23. März in Winterthur; alle Bezirks-apostel und Bezirksapostel-Helfer begleiten ihn.

In der Zeit vom 8. bis 21. April hält sich Bezirksapostel Markus Fehlbaum in Südamerika auf, im Arbeitsbereich von Bezirksapostel Norberto Passuni. Bezirksapostel Fehlbaum nimmt mit rund 100 Jugendlichen aus der Schweiz an einem Festgottesdienst für die Jugend in Boca teil und hält Gottesdienste in Córdoba und Bariloche.

Am 25. Mai spendet Bezirksapostel Markus Fehlbaum dem Apostel i. R. Luigi Albert und seiner Gattin in Lugano den Segen zu ihrer diamantenen Hochzeit.

Stammapostel Jean-Luc Schneider dient am Auffahrtstag, 29. Mai, den Geschwistern des Bezirks Basel in Muttenz.

Vom 6. bis 8. Juni findet in München, im Olympiastadion, der erste internationale Kirchentag (IKT) der Neuapostolischen Kirche statt. Der Bezirksapostelbereich Schweiz stellt sich in einem eigenen Pavillon vor. Konzerte, Workshops, Podiumsdiskussionen, Andachten usw. gehören zum reichhaltigen Programm dieser Grossveranstaltung. Höhepunkt ist der Pfingstgottesdienst mit Stammapostel Jean-Luc Schneider, der aus dem Olympiastadion in München weltweit übertragen wird.

Am ersten Wochenende im Juli besucht Stammapostel Jean-Luc Schneider die Gebietskirchen Bulgarien und Rumänien. Am Samstag, dem 5. Juli dient er den Geschwistern in Stara Zagora (Bulgarien) und am Sonntag, dem 6. Juli führt er in Bukarest (Rumänien) den Entschlafenen-Gottesdienst durch.

Am Sonntag, 5. Oktober weiht Bezirksapostel Markus Fehlbaum die neuerbaute Kirche in Wien-Penzing und übergibt sie ihrer Bestimmung.

Nach einer zuvor stattgefundenen Apostelversammlung, hält Bezirksapostel Markus Fehlbaum am Sonntag, dem 2. November, den Entschlafenen-Gottesdienst in Rom.

Im Auftrag des Stammapostels wird Bischof Iulian Radulescu am Sonntag, dem 7. Dezember, in Bukarest von Bezirksapostel Markus Fehlbaum in den Ruhestand versetzt. Im Land Rumänien wird neben den beiden Bischöfen Anton und Sapintan noch Bischof Müller aus Österreich wirken.

Noch einmal kehrt Stammapostel Jean-Luc Schneider in diesem Jahr im Bezirksapostelbereich Schweiz ein: Am 21. Dezember hält er einen Gottesdienst in Zürich-Wiedikon, während dem er den Apostel Heinz Lang in den Ruhestand versetzt. Ordi-niert werden in diesem Gottesdienst der Bezirksälteste Thomas Deubel, geboren am 21. Februar 1964, zum Apostel und der Bezirksevangelist Rolf Camenzind zum Bischof (Italien/Tessin).

Zum Arbeitsbereich von Apostel Thomas Deubel gehören die Romandie, die Bezirke Bern-Nord, Bern-Süd und Thun sowie die Gebietskirchen Bulgarien, Ungarn und Tschechien.  

 

2015

Mitte Februar, am Sonntag, dem 15.02., hält Stammapostel Jean-Luc Schneider einen Gottesdienst in Wels (Bezirk Linz), Österreich.

Zum ersten Entschlafenengottesdienst des Jahres 2015 weilt Bezirksapostel Markus Fehlbaum in Rumänien, wo er den Geschwistern der Gemeinde Ocna Mures dient.

Sonntag, der 8. März, ist ein besonderer Freudentag für die Geschwister in Montreux. Nach einer gründlichen Sanierung wird ihre Kirche wieder bezogen. Bezirksapostel Markus Fehlbaum hält den Festgottesdienst.

In der Zeit vom 11. bis 13. März findet in Zürich eine internationale Versammlung der Bezirksapostel und ihrer Helfer statt. Im Festgottesdienst am Sonntag, 15. März, versetzt Stammapostel Jean-Luc Schneider den Apostel Rudolf Kainz (Österreich) in den wohlverdienten Ruhestand und beauftragt Apostel Philipp Burren mit der Pflege der Geschwister in Oesterreich.

Über das Osterwochenende findet in Metz ein Jugendtag statt, an dem nicht nur die Jugend aus Frankreich, sondern auch aus der Romandie und den Berner Bezirken teilnimmt. Den Gottesdienst hält Stammapostel Jean-Luc Schneider. Bezirksapostel Markus Fehlbaum und Apostel Thomas Deubel sind ebenfalls eingeladen.

Der Pfingstgottesdienst des Stammapostels am 24. Mai findet in einem grossen Stadion in Lusaka (Sambia) statt und wird von dort aus weltweit übertragen.

Im Juni erfreut Stammapostel Jean-Luc Schneider die Geschwister in Ungarn und in Österreich mit seinem Besuch. Am Samstag, 20. Juni, hält er einen Gottesdienst in Budapest und tags darauf dient er in Wien.

Bezirksapostel Markus Fehlbaum hält den Entschlafenengottesdienst am 5. Juli in der geschichtsträchtigen Gemeinde Basel.

In der Zeit vom 12. bis 14. August reist Bezirksapostel Markus Fehlbaum in Begleitung von Apostel Thomas Deubel nach Bulgarien, wo er drei Gottesdienste hält.

Nach Zusammenführung der Gemeinden Zürich-Wiedikon und Zürich-Albisrieden wird auf dem Grundstück von Albisrieden eine neue Kirche erbaut. Den Einweihungsgottesdienst hält Bezirksapostel Markus Fehlbaum am Sonntag, dem 30. August.

Am 13. September findet in Guardamar (bei Valencia) der spanische Jugendtag statt; Höhepunkt ist der Festgottesdienst am 14. September in unserer Kirche in Denia. Etwa 200 Jugendliche aus ganz Spanien erleben das Dienen ihres Bezirksapostels.

Die Jugend aus Rumänien und Moldawien (ca. 360) versammeln sich zu ihrem Jugendtag einen Sonntag später, am 20. September, in Danes. Festbereiter ist der Bezirksapostel.

In einem Ämtergottesdienst am 27. September in Düsseldorf (Deutschland) stärkt der Stammapostel die Amtsträger in ganz Europa.

Die Gemeinde Zofingen freut sich am Sonntag, dem 18. Oktober, über die Einkehr von Stammapostel Jean-Luc Schneider, der zum ersten Mal in der neu erbauten Kirche dient.

Zum Entschlafenengottesdienst am 1. November kehrt Bezirksapostel Markus Fehlbaum bei den Geschwistern in der Gemeinde Salzburg (Österreich) ein.

Im Gottesdienst am 8. November empfangen Apostel Erhard Suter und seine Gattin Agueda den Segen zu ihrer Rubinhochzeit. Dazu hat Bezirksapostel Markus Fehlbaum alle Apostel seines Arbeitsbereichs eingeladen.

Besondere Segenstage erleben die neuapostolischen Christen in Italien im November. Am Samstag, dem 28.11., hält der Stammapostel einen Gottesdienst in Rom (für die Geschwister aus dem Süden des Landes) und am Tag darauf in Mailand (für die Gläubigen aus Nord-Italien).

Am 12. Dezember dient der Bezirksapostel allen Geschwister aus Slowenien in Dobrna.

Im Dezember reist Bezirksapostel Markus Fehlbaum nochmals nach Moldawien, um am Sonntag, dem 20.12., die neue Kirche in Balti einzuweihen.

Zum Weihnachtsgottesdienst kehrt der Bezirksapostel in Lausanne ein.

 

2016

Nachdem Bezirksapostel Markus Fehlbaum den Jahreswechsel mit den Geschwistern auf den Kanarischen Inseln erlebt hat, führt ihn seine erste Reise im neuen Jahr nach Italien.

Anfang April besucht der Bezirksapostel unsere Glaubensgeschwister in Kuba, wo er mehrere Stubengottesdienste durchführt.

Einen besonderen Gottesdienst erleben die neuapostolischen Christen am 17. April in Budapest. Bezirksapostel Markus Fehlbaum hält einen Gottesdienst für alle Geschwister in Ungarn und versetzt den langjährigen Bezirksältesten Rudolf Majechrzak in den Ruhestand.

Einen Sonntag später, am 24. April, weilt der Bezirksapostel in der Gemeinde Wien-Donaustadt, wo er den Bischof Jürgen Müller in den Ruhestand versetzt und mit Peter Jeram einen neuen Bischof für Oesterreich ordiniert.

Wenige Tage später kommt der Bezirksapostel wieder nach Wien. Er leitet die Trauerfeier für den hochbetagt verstorbenen Bischof i. R. Franz Janda. Er wurde 101 Jahre alt.

Vom 24. bis 26. Juni besucht Stammapostel Jean-Luc Schneider Moldawien. Er hält zunächst einen Gottesdienst in Balti und am nächsten Tag in Chisinau, wo er den Apostel Semion Cazacu in den Ruhestand versetzt. Mit der Pflege der Geschwister in Moldawien wird Apostel Vasile Cone beauftragt.

Am Sonntag, dem 17. Juli dient Bezirksapostel Markus Fehlbaum in Madrid und ordiniert den Bezirksältesten Pedro Olmedo zum Bischof für Spanien, Andorra und Gibraltar.

Die Weihe der neuen Kirche in Aarau findet am 28. August statt und wird vom Bezirksapostel durchgeführt.

Vom 10. bis 11. August erlebt die Jugend von Oesterreich ihren Jugendtag mit Stammapostel Jean-Luc Schneider in Innsbruck.

Die Ruhesetzung von Bischof Josef Bleckenwegner nimmt Bezirksapostel Markus Fehlbaum am 2. Oktober in Gmunden vor.

Am 9. Oktober dient Stammapostel Jean-Luc Schneider in Lausanne.

Am 27. November dient der Bezirksapostel in der Gemeinde Zürich-Hottingen. Dieser Gottesdienst wird in seinen gesamten Arbeitsbereich übertragen.

Zu ihrem 80-jährigen Bestehen besucht Bezirksapostel Markus Fehlbaum die Gemeinde Barcelona und hält dort am 11. Dezember einen Festgottesdienst.

Zum Jahresende kehrt der Stammapostel in der Schweiz ein und hält den Abschlussgottesdienst in Biel.

 

2017

Am Neujahrsmorgen dient der Stammapostel in Bern-Ostermundigen. In diesem Gottesdienst beauftragt er den Apostel Jürg Zbinden als Bezirksapostelhelfer.

Zu Beginn des neuen Jahres finden Vorstehertagungen in der Schweiz (Sursee) und Oesterreich (St. Magdalena) statt.

Mitte März besucht Bezirksapostel Markus Fehlbaum erneut unsere Geschwister in Kuba.

Den Karfreitags-Gottesdienst führt der Stammapostel in der Eulachhalle in Winterthur durch. Eingeladen sind die Geschwister des Bezirks Winterthur.

Zum Pfingstgottesdienst versammelt sich eine grosse Gemeinde in Wien (mit weltweiter Übertragung).

Am 10. und 11. Juni erleben die Jugendlichen aus ganz Italien ihren Jugendtag mit dem Bezirksapostel in Sportilia.

Im Juni reist der Bezirksapostel nochmals nach Kuba. Letztmalig begleitet ihn auf dieser Reise Apostel Erhard Suter. Anlässlich seines Besuches am 28. Juli in Barcelona setzt ihn der Stammapostel in den Ruhestand. Als sein Nachfolger wird Bischof Rolf Camenzind zum Apostel ordiniert. Er übernimmt die Pflege der Geschwister in Italien, Spanien, dem Tessin (Schweiz), Andorra, Gibraltar und Kuba.

Die Jugend aus Rumänien und Moldawien schart sich am 2./3. September um ihren Bezirksapostel, der ihr in Danes dient. Etwa 360 Jugendliche nehmen an diesem Jugendtag teil.

Am 16. Juni verstirbt unerwartet Bischof André Kreis nach kurzer schwerer Krankheit. Den Trostgottesdienst führt der Bezirksapostel in Zofingen durch.

Der Stammapostel besucht den Iberischen Jugendtag in Guardamar. Dort haben sich am 16./17. September Jugendliche aus Spanien und Portugal sowie Delegationen aus Angola und Argentinien versammelt.

Am 22. Oktober hält Stammapostel Jean-Luc Schneider einen Ämtergottesdienst in Nürnberg, der nach ganz Europa übertragen wird.

Anfang November besucht der Bezirksapostel wieder die Geschwister in Kuba und hält verschiedene Gottesdienste und Zusammenkünfte.

Auf der am 23. November in Dortmund stattfindenden International Bezirksapostelversammlung geht es um neue Lehrmittel für die Sonntagsschule sowie das Amtsverständnis der priesterlichen Ämter. An den Themen «Amt und Dienste» sie einem neuen Amtsverständnis wird seit geraumer Zeit im Kreis der Bezirksapostel gearbeitet.

 

2018

Den ersten Gottesdienst im Jahr 2018 feiert Bezirksapostel Markus Fehlbaum in Bern-Ostermundigen. In diesem Gottesdienst wird der seitherige Vorsteher der Gemeinde, Hirte Thomas Wihler, zum Bischof ordiniert. Er soll die Apostel Philipp Burren und Thomas Deubel unterstützen.

Ende Januar 2018 reist Bezirksapostel Markus Fehlbaum nach Kuba. Am Samstag, 3. Februar, findet in Santiago de Cuba eine Zusammenkunft mit den Amtsträgern der Bezirke Santiago und Manzanilla statt. Der anschliessende Gottesdienst wird im Haus eines Priesters gehalten. Über 70 Glaubensgeschwister nehmen daran teil. In diesem Gottesdienst ordiniert der Bezirksapostel den bisherigen Bezirksältesten Alex Michel Reyes zum Bischof für Kuba.

Am Sonntag, 11. Februar, dient der Stammapostel in Landquart (Schweiz) den Glaubensgeschwistern aus den Bezirken Wil und Graubünden.

Am Sonntag, 11. März, hält Bezirksapostel Markus Fehlbaum in Luzern den gesamtschweizerischen Ämtergottesdienst. Eine Woche später dient er den Amtsträgern und ihren Gattinnen in Österreich.

Am Samstag, 24. März,  findet in Ocna Mures ein Ämtergottesdienst mit dem Stammapostel statt. Trotz Schneesturm am Vortag und schwierigen Strassenverhältnissen sind 260 Amtsträger mit ihren Gattinnen anwesend.

Am Sonntag, 25. März, dient der Stammapostel in Baia Mare. Es versammeln sich insgesamt 480 Gläubige, darunter auch der Bürgermeister von Baia Mare. Zum Dank für das Wirken unserer Kirche in Baia Mare und als Anerkennung für unsere Dienste an der Allgemeinheit, verleiht der Bürgermeister dem Stammapostel nach dem Gottesdienst das Ehrenbürgerrecht der Stadt Baia Mare.

Im Ostergottesdienst am 1. April ordiniert der Bezirksapostel in Uzwil den bisherigen Bezirksevangelisten Reto Keller (aus dem Bezirk Schaffhausen) zum Bischof. Er wird Apostel Philipp Burren in der Ostschweiz unterstützen sowie Apostel Vasile Cone in Rumänien und Moldawien.

Am Sonntag, 8. April dient Bezirksapostel Markus Fehlbaum der Jugend in Österreich. Zu diesem Jugendtag sind auch Jugendliche aus Tschechien und Ungarn eingeladen. Gemeinsam erleben sie an diesem Wochenende bei vielfältigen Aktivitäten eine unvergesslich schöne Zeit.

Am Sonntag, 15. April besucht Stammapostel Schneider Italien und hält in Trebaseleghe einen Gottesdienst, der nach ganz Italien und nach Spanien übertragen wird.

Der 3. Juni ist für den BAB Schweiz ein besonderer Tag. An diesem Sonntag setzt der Stammapostel den bisherigen Bezirksapostel Markus Fehlbaum, nach 10 Jahren Dienstzeit in diesem Amt, in Bern-Ostermundigen in den Ruhestand. Anschliessend beauftragt er den bisherigen Bezirksapostelhelfer Jürg Zbinden als neuen Bezirksapostel. Am Festgottesdienst, der in den gesamten BAB übertragen wird, nehmen alle Bezirksapostel Europas und Bezirksapostel Urs Hebeisen (Südostasien) teil.

Seine erste Reise führt den neuen Bezirksapostel Jürg Zbinden nach Rumänien, wo er am 7. Juni seinen ersten Gottesdienst als Bezirksapostel feiert.

Erstmals steht er an diesem Wochenende (23./24. Juni) als Bezirksapostel und Kirchenpräsident vor den Delegierten der Neuapostolischen Kirche Schweiz, die er nach Aarau eingeladen hat.

Einmal im Jahr findet eine Delegiertenversammlung statt. Zu den Aufgaben der Delegierten gehören u. a. die Abnahme von Jahresrechnung und Jahresbericht der Neuapostolischen Kirche Schweiz und die Wahl des Vorstandes. Im Anschluss an die Delegiertenversammlung hat der Bezirksapostel die Bezirksvorsteher der 15 Kirchenbezirke in der Schweiz zu einer Bezirksvorsteher-Tagung eingeladen. Das Amtsverständnis, der IJT 2019 (Internationaler Jugendtag 2019), der Ende Mai 2019 in Düsseldorf sein wird, die Verwaltungsorganisation sowie weitere Themen werden besprochen. Zusammen mit den Aposteln, Bischöfen und Bezirksvorstehern feiert er als Höhepunkt des segensreichen Zusammenseins den Gottesdienst am Sonntag, 24. Juni, in unserer Kirche in Aarau.

Zum Entschlafenengottesdienst am 1. Juli besucht Bezirksapostel Jürg Zbinden die Gläubigen in Madrid (Spanien).

Am Samstag, 8. September leitet Bezirksapostel Jürg Zbinden die jährliche Bezirksämter-Versammlung in Sursee, die mit dem Festgottesdienst in Aarau am nächsten Tag ihren krönenden Abschluss findet.

Am Mittwoch, 12. September reist der Bezirksapostel nach Sizilien, um die dort lebenden Glaubensgeschwister und Amtsträger zu stärken und zu erfreuen.

Für Dienstag, den 18. September hat der Bezirksapostel die Bezirksämter, Bischöfe, Apostel und Bezirksapostel i.R. zur Bezirksämterversammlung nach Zofingen eingeladen. Diese bewährten Männer beten zusammen mit vielen Brüdern und Geschwistern für jene, die im aktiven Dienst stehen und geben eine wahrnehmbare Unterstützung. Sie sind uns eine grosse Kraftquelle, so der Bezirksapostel.

Am Donnerstag und Freitag (20./21.09.) hat der Stammapostel die Mitglieder der Koordinationsgruppe International (KG) zur Sitzung nach Zürich eingeladen. Die Gruppe setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden Stammapostel Schneider und den Mitgliedern Bezirksapostel Krause (Nord- und Ostdeutschland), Storck (Westdeutschland), Kriel (Südafrika) und Zbinden (Schweiz).

Für den 9. und 10. Oktober hat Stammapostel Schneider die Bezirksapostel Europas zu einer BAVE nach Zürich eingeladen.

Am Donnerstagmorgen (11.10.) trifft der neue Bezirksapostel erstmals mit dem Leiter der Vereinigung apostolischer Christen (VAC), Apostel Bruno Zehnder, in Zofingen zusammen. Es ist sehr erfreulich, dass ein solches Gespräch über die gemeinsamen Grundlagen unseres christlichen und apostolischen Glaubens möglich ist. Ein Folgetreffen ist vereinbart.

Nach der für Anfang November einberufenen 2. BAVI dieses Jahres findet am Sonntag, 11. November ein Festgottesdienst mit dem Stammapostel in Uster statt. Am Tag zuvor erfreuen ein Kinderchor sowie das Jugend-Sinfonieorchester die Apostel in unserer Kirche in Winterthur.

 

2019

Den ersten Gottesdienst des neuen Jahres feiert Stammapostel Schneider in der Gemeinde Bern-Ostermundigen. Er wird in den gesamten BAB Schweiz übertragen. Danach schreibt Bezirksapostel Jürg Zbinden:
„Mit seinem motivierenden und richtungsweisenden Dienen hat uns der Stammapostel im ersten Gottesdienst des Jahres 2019 einen grossartigen Zugang zum göttlichen Reichtum erschlossen.
Anschliessend an das beeindruckende Erleben des Stammapostel-Gottesdienstes nutzten wir Apostel und Bischöfe des ganzen Bereiches die Gelegenheit, uns in einer zweitägigen Versammlung dank göttlichen Impulsen für die vor uns liegende Zeit vorzubereiten und das Einssein zu leben. Jedem von uns hat der liebe Gott einzigartige Gaben und Fähigkeiten geschenkt, die wir zum gemeinsamen Dienst nutzen. Die Sprachenvielfalt ist dabei kein Hindernis, sondern eine grosse Bereicherung. Wir lernen voneinander und stellen uns gemeinsam den Herausforderungen und Aufgaben im Erlösungswerk des Herrn. Es ist der gemeinsame Wunsch, dass diese Zusammenkunft positive Auswirkungen für alle Glaubensgeschwister im Arbeitsbereich hat.“

Seine erste Auslandsreise im neuen Jahr unternimmt Bezirksapostel Jürg Zbinden ins Nachbarland Österreich. Mitte Januar liegt hier sehr viel Schnee, doch das hält die Geschwister nicht ab, unter Gottes Wort zu kommen. Der Bezirksapostel feiert, begleitet von Bischof Peter Jeram, Gottesdienst in Telfs, Innsbruck und Jenbach.

Sonntag, 20. Januar ist für die neuapostolischen Christen in Italien und im Tessin ein besonderer Tag: In Lugano (Schweiz) ordiniert Bezirksapostel Jürg Zbinden den seitherigen Bezirksevangelisten Ivan De Lazzari zum Bischof. Mit ihm erhält Apostel Rolf Camenzind eine weitere wertvolle Stütze in seinem weiträumigen Arbeitsbereich.

Den ersten Entschlafenengottesdienst dieses Jahres führt Bezirksapostel Jürg Zbinden in der Gemeinde Wil SG am Sonntag, den 3. März 2019, durch.

Danach bricht er zu einer Reise nach Rumänien auf, auf der er von Apostel Vasile Cone und dem zuständigen Bischof begleitet wird.

Am Sonntag, 17. März versammelt sich eine besondere Festgemeinde. Der Bezirksapostel kommt nach Bülach, um einen Gottesdienst für Geschwister zu feiern, die mit Beeinträchtigungen leben müssen. Mit ihren Betreuern kommen sie aus der ganzen Schweiz und geniessen nicht nur den Gottesdienst, sondern auch an anschliessende Zusammensein.

Am letzten Wochenende im März reist Bezirksapostel Jürg Zbinden, begleitet von Apostel Thomas Deubel, nach Tschechien. In einem Hotel in Humpolec kommen alle Geschwister aus Tschechien und einige aus der Slowakei zusammen. Neben einem interessanten Programm, um sich besser kennenzulernen, hält der Bezirksapostel am 31.03.19 einen Gottesdienst in Humpolec.

Am Sonntag, 14. April weiht der Bezirksapostel in Celje (Slowenien) ein neues Gottesdienstlokal.

Karfreitag, 19. April ist ein äusserst denkwürdiger Tag für die Geschwister des Bezirks Basel und teilweise des Bezirks Mittelland: Stammapostel Jean-Luc Schneider dient ihnen in der St. Jakobshalle in Basel.

Mittwoch, 8. Mai bringt einen Meilenstein in der Beziehung der Neuapostolischen Kirche mit den anderen christlichen Kirchen in der Schweiz. Seit dem 9. April 2014 haben wir bekanntlich den Gaststatus bei der AGCK-CH (Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in der Schweiz). 2014 wurde vereinbart, dass eine fünfjährige Beobachtungsphase Aufschluss über die weitere Entwicklung geben soll, begleitet durch weitere Gespräche in der gemeinsamen Gesprächskommission. Die Phase der Beobachtung ging nun zu Ende. Aus diesem Anlass lädt die Neuapostolische Kirche Schweiz die Plenarversammlung der AGCK-CH zu ihrer ersten Sitzung im Jahr 2019 in unsere Kirche Zofingen ein. Als Gastgeber kann Bezirksapostel Jürg Zbinden die Vertreter der verschiedenen Kirchen, die in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen sind, begrüssen. Die Begegnung ist von viel Wohlwollen und einem schönen Miteinander geprägt. Gemeinsam für den Glauben an Jesus Christus wirken und einander in Wertschätzung und Hochachtung begegnen, soll bestätigen, dass das Evangelium eine verbindende Kraft ist.

Am Samstag, 11. Mai führt der Bezirksapostel eine Bezirksämterversammlung für Rumänien und Moldawien in Sighisoara durch. Am folgenden Tag erleben 270 Amtsträger und Frauen einen Ämtergottesdienst am gleichen Ort.

Am 26. Mai 2019 kehrt der Bezirksapostel in Begleitung von Apostel Philipp Burren in der Gemeinde Graz ein. Dort empfangen 4 junge Christen den Segen zu ihrer Konfirmation.

Vom 30. Mai bis einschliesslich 2. Juni findet in Düsseldorf der IJT 2019 statt. Jugendliche aus allen Teilen der Erde finden sich zusammen, um Gottesdienste, Workshops, Vorträge usw. zu erleben, um Gemeinschaft zu pflegen untereinander und mit dem Stammapostel und etlichen Aposteln. Höhepunkt ist der Gottesdienst am Sonntag, 2. Juni in der LTU-Arena.

Bereits am folgenden Sonntag (Pfingsten) steht ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Erlösungswerkes Gottes auf dem Programm: Der Festgottesdienst mit dem Stammapostel und allen Bezirksaposteln und ihren Helfern wird von Goslar aus weltweit übertragen.

Am 29. Juni findet in Winterthur die diesjährige Delegierten- und Bezirksvorsteherversammlung der Gebietskirche Schweiz statt. Sie wird vom Bezirksapostel geleitet.

In der ersten Juliwoche und zum Gottesdienst für die Entschlafenen begleitet Bezirksapostel Jürg Zbinden den Stammapostel zu Gottesdiensten in der Demokratischen Republik Kongo. Mit vielen überwältigenden Eindrücken kehrt er wohl bewahrt zurück.

Am Sonntagmorgen, 14. Juli, dient der Stammapostel den Geschwistern aus den beiden Bezirken Steiermark und Kärnten sowie aus dem Land Slowenien in Graz.

Über das erste Wochenende im August besucht Bezirksapostel Jürg Zbinden die Glaubensgeschwister in Moldawien; begleitet wird er von Apostel Vasile Cone.

Der Sonntag, 11. August 2019, ist für den Bezirksapostel und seine Gattin ein besonderer Tag. Im Kreis der Familie dürfen sie in der Gemeinde Uster aus der Hand des Stammapostels den Segen zu ihrer Rubinhochzeit empfangen.

Vom 6. – 8. September besucht Bezirksapostel Jürg Zbinden die Gläubigen in Bulgarien. Apostel Thomas Deubel begleitet ihn. Gottesdienste finden in Sofia, Krichim, Kotel und Varna statt.

Die Geschwister in den spanischen Gemeinden Murcia, Alicante und Valencia freuen sich über den Besuch ihres Bezirksapostels vom 26. – 30. September. Begleitet wird er von Apostel Rolf Camenzind und Bischof Pedro Olmedo.

Am Sonntag, 6. Oktober dient der Stammapostel den Geschwistern in St. Petersburg (Russland); Bezirksapostel Jürg Zbinden gehört auf dieser Reise zu seinen Begleitern. Mit vielen unvergesslich schönen Erlebnissen im Gepäck kehrt er in die Schweiz zurück.

Der Montagabend, 7.10.2019,  gehört den Mitgliedern des argentinischen Jugendorchesters, die während 10 Tagen in der Schweiz gemeinsam mit unserem JSO übten und auftraten. Es handelt sich dabei um eine Gegeneinladung für den Besuch unseres Jugendsymphonieorchesters vom letzten Jahr in Argentinien.

Am Dienstagmorgen, 8.10.2019, trifft sich der Bezirksapostel mit den Aposteln und Bischöfen sowie den Bezirksvorstehern/-stellvertreter im Ruhestand in Winterthur. Aus der ganzen Schweiz treffen sie sich einmal jährlich, um über inhaltliche und organisatorische Entwicklungen und Neuerungen informiert zu werden und in diesem Kreis einige Augenblicke der Gemeinschaft zu erleben.

Danach reist der Bezirksapostel ins Tessin, um mit der Gemeinde Lugano-Breganzona das 100-jährige Bestehen zu feiern.

Am 30. Oktober kommt Bezirksapostel Jürg Zbinden nach Moldawien – zu Gottesdiensten und Besprechungen.

Nach einer internationalen Bezirksapostelversammlung in Zürich hält Stammapostel Jean-Luc Schneider am 17. November einen Ämtergottesdienst, der europaweit übertragen wird.

Am Sonntag, 24. November reist der Bezirksapostel nach Ungarn. Umgeben von vielen dort lebenden Glaubensgeschwistern feiert er zwei Gottesdienste mit ihnen. Ein umfangreiches Programm sorgt dafür, dass auch die Gemeinschaftspflege nicht zu kurz kommt.

Die Geschwister in Spanien erleben am 1. Dezember einen ganz besonderen Tag: Stammapostel Jean-Luc Schneider hält einen Gottesdienst in Malaga, der in alle spanischen Gemeinden übertragen wird.