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Gott sieht uns und stärkt uns – lasst uns ihm die Treue halten

19.04.2020

„Die Augen des Herrn schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.“ Mit diesem Bibelwort aus 2. Chronik 16, Vers 9, diente Bischof Reto Keller am Sonntag, 19. April 2020. Der Wortgottesdienst wurde von der Neuapostolischen Kirche in Zürich-Affoltern in die deutschsprachige Schweiz via Internet und Telefon live übertragen.

 
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Gottesdienst durften wir erneut an diesem Sonntag als Gemeinschaft erleben. Aufgrund der aktuellen Situation nicht in unserer Kirchgemeinde, sondern miteinander verbunden über viele Empfangsstationen, erfuhren wir das Wunder des Gottesdienstes durch Wort und Gnade und die Verbindung untereinander.


Gott sieht, was sich in deinem Herzen bewegt
Zu Beginn seiner Predigt wandte sich Bischof Keller mit einer Frage an jeden einzelnen der Gottesdienstteilnehmer: „Was ist dein Verlangen? – Mit welchem Verlangen hast du heute Morgen den Telefonhörer in die Hand genommen, den PC eingeschaltet?“ – Dieses Verlangen ist ein Sehnen, ein Begehren, ein Wunsch. Es ist aber keine Forderung, schon gar nicht an Gott. Wir sehnen uns nach Ruhe in unserem Herzen, unserer Seele. Wir sehnen uns nach seiner Nähe, seinem Frieden und danach, wieder in der Gemeinschaft Gottesdienst erleben und Heiliges Abendmahl feiern zu dürfen. Gott sieht, was sich in unseren Herzen bewegt und stärkt uns durch Wort und Gnade und die Verbindung untereinander.


Gott schaut auf dich
Um wahrnehmen zu können, was um uns und mit uns geschieht, benötigen wir Sinnesorgane. Die Augen sind solche. Wie wichtig sie in unserem Leben sind, ist uns bewusst. Wir wissen aber auch, dass die Augen durch verschiedene Einflüsse müde und schwach werden können.

Das eine oder andere fragt sich in dieser Zeit vielleicht, ob Gott sieht, was mit uns geschieht und ob er das Geschehen im Griff hat. Bischof Keller wies darauf hin, dass die Augen Gottes nie müde werden, dass sie in jeden noch so verborgenen Winkel hinein scharf und klar sehen. Und ja, er hat es im Griff, auch wenn er Dinge zulässt. Der Herr begleitet uns in allen Momenten unseres Lebens, ist da und schaut auf uns.

Die Augen des Herrn sehen auf die, die ihn lieben, schreibt Sirach. Und in Sprüche 5,21 steht: „Denn eines jeden Wege liegen offen vor dem Herrn, und er achtet auf aller Menschen Gänge.“ Es ist schön, dass die Augen des Herrn lieben, er nicht auf einen elitären Zirkel schaut, sondern alle Menschen im Blick hat, wie uns dies auch das Evangelium Jesu eindrucksvoll zeigt. Seine Augen sind an allen Orten, sehen das Gute und das Böse. Als Gott seinen Sohn sandte, hatte er alle Menschen vor Augen. Auch heute schenkt er beispielsweise allen Regierungen Weisheit. Wir danken ihm, dass er das tut.   


Gott stärkt dich
Im Bibelwort steht "…alle Lande" – das bedeutet auch "über alle Zeiten hinweg". Viele Völker sind über diese Erde gegangen. Der Herr kennt sie alle. Die Gemeinschaft, in der wir uns befinden dürfen, ist demnach noch viel grösser, wenn wir in die jenseitige Welt schauen. "Alle Lande" bezieht sich ebenfalls auf deine und meine persönlichen Verhältnisse wie Unsicherheit, Ungeduld, Enttäuschung oder Trauer, gerade in diesen Zeiten von Einschränkungen und Zukunftsängsten.

Der Bischof ging insbesondere auf die persönlichen Verhältnisse ein und sagte: „Seine Augen schauen auf Dich, in welchem Land du auch gerade bist. Er ist bei dir in allen Lebensverhältnissen, schenkt Dir Frieden und Zuversicht. Er stellt Dir auch einen starken Engel zur Seite, der bei Dir ist. Gott sieht Dich und stärkt Dich!

Aus der Zuversicht heraus wird die Hoffnung bestärkt, daraus entsteht Mut zum Handeln. Gott nimmt sich auch der vielen lieben Menschen in unserer Umgebung an, welche uns in diesen Tagen helfen und unterstützen. Wir denken dabei besonders an all diejenigen, die in der Pflege und in vielen anderen Bereichen arbeiten. Der Sohn Gottes hat das Opfer gebracht und den Weg zum Vater wieder frei gemacht. Wir dürfen eine lebendige und berechtigte Hoffnung auf das ewige Leben haben.

Lasst uns den Blick auf das Vorhandene, das Gute und das Schöne richten und nicht nur auf den Mangel. Zeigen wir einander die schönen und guten Dinge und ziehen wir miteinander Hand in Hand und im Vertrauen auf Gott weiter. Erinnern wir uns dabei auch an das Konfirmationsgelübde und der darin enthaltenen bewussten Entscheidung „…ich entsage…und übergebe mich dir…“ und versuchen wir, dem Herrn nachzufolgen und uns so immer mehr Wesen Jesu zu eigen zu machen."


Das ganze Herz
In seinem Predigtbeitrag wies Bezirksältester Werner Wegmann auf ein Schlüsselwort im Bibelwort hin: das ganze Herz! Das ganze Herz dem himmlischen Vater hingeben, dann kann er uns begegnen, wie er David begegnet ist. Gott hatte ihm viele Aufgaben übertragen, die er lösen konnte, weil er glaubensstark, demütig, treu war und er sein ganzes Herz dem Herrn schenkte. Das bedeutet für uns: „Gott stärkt alle, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.“