Woche 34 / 2026

25.08.2026

Mit dem Stammapostel in Moldawien und „Verloren und gefunden»

Am Mittwochabend fand in Elgg ein Gottesdienst statt, der trotz der sommerlichen Hitze von einer wunderbaren Atmosphäre getragen war. Die Geschwister zeigten sich aufmerksam und aufnahmebereit – es war schön, gemeinsam das Wort Gottes zu hören.
Am Freitag ging die Reise nach Moldawien. Die Vorfreude war gross, dass unser Stammapostel dieses Land besuchen würde.
Bis Zürich Hauptbahnhof verlief alles reibungslos. Beim Umsteigen musste ich jedoch feststellen, dass mein Handgepäck nicht mehr da war. Offenbar war es mit einem anderen Gepäckstück verwechselt worden. Zum langen Suchen blieb keine Zeit, denn ich musste rasch den Zug zum Flughafen erreichen. Am Flughafen angekommen blieben mir 25 Minuten bis zum Boarding. Der SBB-Infoschalter verwies mich an die Polizei, diese wiederum riet mir, eine Verlustmeldung bei der SBB aufzugeben, was ich unterwegs online erledigte. In der Beschreibung listete ich sämtliche Kleidungsstücke sowie zwei Aufnahmegeräte auf, die wir für den Gottesdienst am Sonntag benötigten. Ein Anruf bei Apostel Cone brachte rasche Hilfe: Er besorgte mir für die erste Nacht das Nötigste: Zahnpasta, Zahnbürste, Unterwäsche und Pyjama.
Von Wien aus flogen wir gemeinsam nach Chișinău: der Stammapostel, die beiden Gastapostel Jens Korbien und Gerd Kisselbach mit ihren Frauen.
Unmittelbar nach der Ankunft besuchten wir den weltberühmten Weinkeller Mileștii Mici – ein staatliches Weingut, das seit 1969 die Stollen eines ehemaligen Kalksteinbergwerks zur Weinlagerung nutzt. Mit rund 250 Kilometern Gängen und über 1,5 Millionen gelagerten Flaschen hält es seit 2005 den Guinness-Weltrekord als grösste Weinsammlung der Welt. In diesem beeindruckenden Rahmen nahmen wir gemeinsam das Abendessen ein.
Am Samstagmorgen blieb kurz Zeit für die nötigsten Einkäufe: weisses und blaues Hemd, schwarze Hose, Krawatte, Gurt und schwarze Schuhe, sodass ich für das Wochenende wieder gerüstet war. Im weiteren Verlauf des Vormittags erlebten wir eine kurze Stadtführung durch Chișinău.
Am Nachmittag fand eine Begegnung mit rund 50 Jugendlichen statt. Der Stammapostel und die Gastapostel beantworteten gerne die vorbereiteten Fragen. Ein wunderschönes Zusammensein, das durch musikalische Beiträge der Jugend zusätzlich bereichert wurde.
Am Sonntagmorgen wurde mir per Mail mitgeteilt, dass mein Koffer gefunden wurde und ich ihn am Bahnhof Biel/Bienne abholen könne. Das ist ja wunderbar!!
Am Sonntagmorgen schliesslich der Festgottesdienst in Chișinău, an dem 290 Geschwister teilnahmen. Ein herrliches Erleben, das die Herzen der Teilnehmenden erfreute, Mut machte für die Zukunft und auch Trost war. Ich bin Gott so sehr dankbar, dass wir ihn in seiner Allmacht und Liebe immer wieder so grossartig und nah erleben können.
Mit lieben Grüssen
Thomas Deubel