Die Gnade, die Freude neu entfacht

23.08.2026

Beim Besuch in Moldawien stellte Stammapostel Helge Mutschler die fürsorgliche Liebe Gottes in den Mittelpunkt seiner Botschaft. Anhand des Bibelwortes vom „geknickten Rohr“ und „glimmenden Docht“ zeigte er auf, dass Gott den Menschen auch in schwierigen Lebensphasen begleitet, stärkt und die Hoffnung lebendig hält.

Stammapostel Helge Mutschler besuchte Moldawien am Wochenende des 22. und 23. August 2026. Begleitet wurde er von Bezirksapostel Thomas Deubel, den Aposteln Gerd-Günther Kisselbach und Jens Korbien aus Deutschland, dem für Moldawien und Rumänien zuständigen Apostel Vasile Cone sowie den Bischöfen Ștefan Gavriliuc, Cristian Lunea und Ciprian Radu.

Am Samstag trafen sich der Stammapostel und seine Begleiter in Chișinău mit Jugendlichen aus ganz Moldawien. In einem eigens vorbereiteten Programm stellten sie Fragen zur Identität junger neuapostolischer Christen, zu den Herausforderungen des Glaubens im Alltag sowie zur Orientierung auf dem persönlichen Lebensweg. Die Antworten des Stammapostels, des Bezirksapostels und der Apostel wurden durch persönliche Glaubens- und Lebenserfahrungen ergänzt.

Am Sonntagmorgen wurde der Stammapostel vor der neuapostolischen Kirche in Chișinău von Kindern der Kirchgemeinde traditionell mit Brot und Salz empfangen, einem Zeichen der Gastfreundschaft, des Respekts und der Verbundenheit.

Seiner Predigt legte Stammapostel Mutschler das Bibelwort aus Jesaja 42,3 zugrunde: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“

Das geknickte Rohr stehe für die Zerbrechlichkeit des Menschen, erklärte der Stammapostel. Doch Jesus Christus verwirft den Schwachen nicht, sondern richtet ihn auf, schenkt Trost, Frieden und neue Kraft. Auch der glimmende Docht sei ein Bild für einen schwach gewordenen Glauben oder für Menschen, die von Zweifeln und geistlicher Erschöpfung belastet werden. Gott lösche diese Flamme nicht aus, sondern schenke neue Gnade und entfache den Glauben immer wieder neu. Dazu sagte Stammapostel Mutschler: „Der liebe Gott befeuchtet nicht seine Finger, um diese Kerze endgültig auszulöschen. Vielmehr füllt er neues Öl in deine Lampe und bläst behutsam hinein, damit die Flamme wieder auflebt und der Glaube neu entfacht wird.“ Besonders die Gemeinden in Moldawien ermutigte er, auf Gottes Hilfe zu vertrauen. Auch in Zeiten von Belastung, Sorgen und Unsicherheit bewahre und stärke der Herr seine Kinder.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahls rief der Stammapostel die Gemeinde zur Buße auf und erinnerte daran, dass der Weg zur Erlösung wie bei Jesus Christus durch Leiden führen könne. Das Ziel aber sei stets die ewige Gemeinschaft mit Christus. Im Anschluss spendete er das Heilige Abendmahl für die Verstorbenen.

Nach dem Schlussgebet und dem Segen dankte Stammapostel Mutschler allen Beteiligten für den herzlichen Empfang und den festlichen Gottesdienst. Bei persönlichen Begegnungen nach dem Gottesdienst wurde die Verbundenheit zwischen den Amtsträgern und den Glaubensgeschwistern der Gemeinde spürbar.