«Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reis dich aus und verpflanze dich ins Meer, und er würde euch gehorsam sein.» (Lukas 17, 5+6)
Die Apostel der damaligen Zeit, die mit Jesus durch die Gegend zogen, sagten zu ihm diese Worte: «Stärke uns den Glauben!» Wir können diesen Wunsch verstehen, auch wir möchten mehr glauben, mehr vertrauen, einen starken Glauben haben, der durch nichts erschüttert wird und uns nicht erschreckt.
Wie antwortete der Herr? Tut er ein Wunder? Er hätte den Aposteln zeigen können – ich bin Gottes Sohn, ich zeige euch das jetzt! Ihr seid unvollkommene Menschen! Nichts davon hat er zu ihnen gesagt. Er zeigte ihnen was möglich wäre, ein alter Baum wäre bereit, sich zu entwurzeln und ins Meer zu verpflanzen. Das Bibelwort zeigt, welche grosse Kraft der Glaube haben kann.
Weitere Gedanken des Bischofs:
- Es gibt Dinge in unserem Leben, die sich nicht verändern, obwohl wir hoffen und beten
- Wir möchten besser vergeben können
- Wie wir wünschen, dass wir sind – wir sind es noch lange nicht
Ist mein Glaube so klein? Ist der Glaube gross/klein, stark/schwach? Wir denken in menschlichen Kategorien. Es geht um die Art des Glaubens – um den «Senfkornglauben»! Das ist ein mutiger Glaube, ein Glaube mit Potential, der sich nicht durch Grenzen beeindrucken lässt, der auch demütig ist. Dieser Glaube richtet sich zu Gott aus, dass er die Kraft aus Gott zieht, die er braucht.
Wenn ihr diesen Glauben habt, könnt ihr Berge versetzen! Der Senfkornglaube ist offen für Veränderung, ist bereit dazu, auch eine unbequeme Entwicklung anzunehmen.
Ich möchte diesen «Senfkornglauben», den Schwung in mein Leben bringen! Gemäss dem Busslied, das an dem Abend gesungen wurde: «Das wird neu mein ganzes Wesen!»
Der Gottesdienst wurde durch den Chor und das Orgelspiel bereichert.
Fotos: Isabelle Landmesser
Bericht: Brigitte Landmesser
Bearbeitung: Thomas Wihler/Brigitte Landmesser