Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft, der Begegnungen und der seelsorgerischen Arbeit in der Schweiz und in Bulgarien.
Am Montag war ein Seelsorgebesuch im Tessin auf dem Programm. Am Dienstag – wie gewohnt – gab es einige Besprechungstermine in unserer Verwaltung in Zürich.
Am Donnerstagabend durfte ich den Gottesdienst in der Gemeinde Lyss erleben – ein Ort, der für mich viele persönliche Erinnerungen birgt. Während neun Jahren war ich dort als Priester tätig. So fühlte sich dieser Besuch wie ein kleines Nachhausekommen an. Besonders in Erinnerung bleibt der originelle Blumenschmuck auf dem Altar: liebevoll aus Lego gestaltet – kreativ und farbenfroh.
Am Freitag führte die Reise weiter nach Bulgarien. Bischof Fässler begleitete mich. Nach der Ankunft am Flughafen Sofia stand zunächst ein Termin bei der Bank an, wo notwendige Dokumente unterzeichnet wurden. Anschliessend ging es auf die lange Fahrt nach Varna ans Schwarze Meer. Nach fast sechs Stunden Fahrt klang der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen aus. Während einem anschliessenden Spaziergang machte ich mir noch ein paar Gedanken zu den Gottesdiensten am Samstag.
Der Samstag begann mit dem Gottesdienst in Varna. Die Gemeinde versammelte sich in herzlicher Atmosphäre, und im Anschluss bot sich Gelegenheit für Gespräche und Gemeinschaft. Das gemeinsame Mittagessen in den Kirchenräumen unterstrich einmal mehr die Verbundenheit der Geschwister.
Am Nachmittag führte die Reise quer durchs Land nach Krichim. Dort durfte am Abend ein weiterer Gottesdienst gefeiert werden. Damit ihr alle einen Eindruck der musikalischen Gestaltung in Krichim bekommt, seht euch bitte das kurze Video an. Dieses Lied stammt aus dem türkischen Repertoire der Roma und ist für die Geschwister sehr traditionell. Nach dem Gottesdienst blieb noch Zeit für Begegnungen und Gespräche mit den Geschwistern und Amtsträgern vor Ort, bevor es weiterging nach Sofia. Ein gemeinsames Abendessen unterwegs – in einem türkisch-bulgarischen Restaurant – bot Gelegenheit, den Tag ausklingen zu lassen.
Der Sonntag begann mit dem Gottesdienst in Sofia. In diesem Gottesdienst konnte einem älteren Bruder, der seinen Glauben aktiv und überzeugt lebt, die Gabe des Heiligen Geistes gespendet werden. Die Gemeinschaft mit den Geschwistern war herzlich und geprägt von Dankbarkeit und Freude. Nach den Begegnungen in der Gemeinde ging es bereits zum Flughafen in Sofia.
Die Reise war einerseits geprägt von vielen persönlichen Begegnungen, lebendiger Gemeinschaft und dem Erleben, wie der Glaube Menschen in unterschiedlichen Ländern und Lebenssituationen verbindet. Andererseits sind etliche Sorgen und auch Probleme untereinander vorhanden. Wir haben versucht, in mehreren Gesprächen einen Teil der Probleme zu lösen und die Grundlagen für weitere Fortschritte zu schaffen. Wir sind gewiss, dass Gott sich dazu auch bekennen und seine Hilfe schenken wird.
Herzliche Grüsse
Thomas Deubel