Zu Beginn des Gottesdienstes ging der Bezirksapostel auf die Liebe von Gott gegenüber den Menschen ein. Dazu erzählte er die Geschichte eines Lehrers, der nach zehn Jahren Gefangenschaft einen runden Geburtstag im Kreise seiner Bekannten feiern durfte. Dabei berichtete der Lehrer u.a. aus seiner Gefangenschaft. Im neunten Jahr der Gefangenschaft kam ein junger Mitbewohner seines Dorfes ins gleiche Gefängnis und sagte ihm, dass ihn alle tot glaubten - ausser seiner Frau. Sie vertraute noch immer darauf, dass sie ihn lebend wiedersehen würde. Der Glauben an diese Liebe half dem Lehrer dabei, seine restliche Gefangenschaft durchzustehen. Diese Geschichte übertrug der Bezirksapostel auf die Liebe Gottes zu uns. Diese ist, genauso wie das Bibelwort, ein Versprechen von Gott an die Menschen. Denn für Gott spielt Zeit keine Rolle. Er hat für jeden Menschen einen Platz im Himmel bereitet. Für diese Liebe dürfen wir dankbar sein. Eine Art, dies zu zeigen, ist, an seine Liebe zu glauben und diese zu erwidern, indem wir versuchen, das, was uns der Herr Jesus sagt, umzusetzen.
Als Nächstes beleuchtete der Bezirksapostel die Art und Weise, wie wir unsere Beziehung zu Gott pflegen sollen. Dabei forderte er die Gemeinde auf, viel mit Gott im Gebet zu sprechen. Er verdeutlichte dies, indem er eine Begebenheit des vergangenen Jugendtags in Italien schilderte. Die Jugendlichen hatten ihn an diesem Wochenende gefragt, wie sie beten sollten. Als Antwort wies der Bezirksapostel auf den Ausflug des Vortages hin. Auf dieser Exkursion gab es viele Gruppen, in denen ein reger und freudiger Austausch stattfand. Genau so sollen wir auch mit Gott sprechen. Wir können ihm alles sagen. Und im gleichen Zug sollen wir auch darauf hören, was Gott zu uns sagt. Das gilt auch für wichtige Lebensentscheidungen, in die wir Gott einbeziehen sollen. Der Bezirksapostel empfahl der Gemeinde, schon vor Entscheidungen um den Segen Gottes zu bitten. Das gibt eine wahre Gottesbeziehung.
Zum Mitdienen wurden der Vorsteher der Gemeinde Zollikofen und der Bischof gerufen. Der Bischof unterstrich, dass wir am Dank- Buss- und Bettag auch Gott als unseren Schöpfer feiern. Sein heutiges Wirken zeigt seine schöpferische Kraft und zeugt von einer unendlichen Treue zu uns. Das können wir wertschätzen, durch das primäre Trachten nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit. Der Gemeindevorsteher wies daraufhin, dass wir dankbar für die geistige und natürliche Schöpfung sein dürfen.
Zur Überleitung auf die Feier des heiligen Abendmahls wies der Bezirksapostel darauf hin, dass zu Jesu Zeiten die Sünden mittels Opfergaben vergeben wurden. Jesus erkannte, dass dies ein Scheinhandel war. Durch Opfern können Sünden nicht einfach vergeben werden. Dafür zitierte der Bezirksapostel Matthäus 5, 23, in welchem wir zur Versöhnung mit unserem Nächsten aufgefordert sind, bevor wir uns an Gott wenden. Erst dann können wir die Gnade Gotte bekommen.
Der Gottesdienst wurde von Beiträgen des Chores sowie Darbietungen der Jureko-Band musikalisch gestaltet.