Vertrauen in Gott hilft uns, gegen das Böse zu kämpfen

03.04.2026

Am Karfreitag, 3. April 2026, diente Apostel Domenig der Gemeinde Bümpliz mit dem Bibelwort aus Johannes, 19.30: « Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied ».

Zu Beginn seines Dienens ging der Apostel auf das Eingangslied der Sänger ein: «Friede, Gottes Friede». Jesus wollte den Menschen immer den Frieden Gottes überbringen. Dieser ist nicht mit dem menschlichen Frieden zu vergleichen. Deshalb will Gott uns seinen Frieden schenken. Um ihn anzunehmen, müssen wir Irdisches loslassen und Gott voll vertrauen. Sollte uns dies schwerfallen, soll der Gottesdienst uns dabei helfen.

Den einleitenden Worten folgte eine Bibellesung aus Markus 15, 22-39, welche die Ereignisse am Karfreitag eindrücklich schildert. Der Apostel hob darauf das Leid hervor, welches Jesus durchleben musste. Er wurde gekreuzigt, was die Höchststrafe bedeutete und dies, obwohl er sich nichts zu Schulden kommen liess. Zu Zeiten seines Wirkens wollte Jesus aufzeigen, wer Gott ist, doch er wurde nicht verstanden. Als er am Kreuz hing, musste er erleben, wie vorbeigehende Menschen das Verhältnis zu seinem Vater angriffen, indem sie Jesus auslachten und ihn aufforderten, vom Kreuz herabzusteigen, wenn er doch Gottes Sohn sei. Jesus fühlte sich verlassen und fragte zu Gott gewandt: «Mein Vater, warum hast du mich verlassen?». Und warum hat er das über sich ergehen lassen? Jesus hat all dies durchgestanden, weil er genau wusste, was sein Ziel auf dieser Welt war. Er wollte die Verbindung mit seinem Vater wiederherstellen und zu ihm zurückkehren. Am Schluss konnte er sagen: «Es ist vollbracht!».

Dank der Kreuzigung von Jesus ist es uns möglich, dass wir wieder die Nähe Gottes erfahren können.

Karfreitag ist für viele Menschen kein einfacher Tag, denn er zeigt uns, wo wir unsere eigenen Schwächen und Grenzen haben. In diesen Momenten kommen manchmal Zweifel auf an Gott und seiner Hilfe. Jesus Christus möchte uns aber, damals wie heute, helfen. Auch denen, die schwierige Schicksalsschläge durchleben müssen. Er schliesst niemanden aus. Ganz egal was jemand getan hat. An dieser Haltung sollten wir uns ein Beispiel nehmen. Als Christen wollen wir offen und hilfsbereit für andere sein. Der Apostel erwähnte, dass dies manchmal im Widerspruch zu unserer Zeit ist, in welcher oft verlangt wird, keine Schwäche oder Mitgefühl zu zeigen. Gerade solche Momente werden leider oft von anderen ausgenutzt. Dies soll uns aber nicht erstaunen. Wenn wir an der Seite Jesu kämpfen, bedeutet dies auch Anfechtung. Das Abendmahl kann uns da immer neu stärken, und durch das Wirken Jesu sind auch heute noch Wunder möglich.


Zum Mitdienen wurde der Vorsteher der Gemeinde Belp gerufen. Der Evangelist stellte die Vergebung als zentrales Element Jesu Wirkens in den Fokus. Durch Vergebung wird das Böse durchbrochen und somit können alle erlöst werden. Jesus hat nie aufgegeben sondern stets im Vertrauen sein Ziel weiterverfolgt. 


Zur Überleitung auf die Feier des Heiligen Abendmahls erwähnte der Apostel, dass das Wirken Jesu wohl schon lange vergessen worden wäre, wenn es sich um ein menschliches Werk gehandelt hätte. Er ermahnte die Gemeinde, die richtige Einstellung zum Opfer Jesu zu haben. Wir sollen in Demut vor den Altar des Herrn treten, uns aber nicht selbst verurteilen. Jesus nimmt uns mit offenen Armen auf. So sollen wir auch mit unseren Mitmenschen umgehen.


Der Gottesdienst wurde vom Gemeindechor Bümpliz feierlich umrahmt.