Den ersten Gottesdienst im neuen Jahr in Basel hielt unser Bezirksapostel Thomas Deubel. Er betete für die Opfer von Crans-Montana und diente mit dem Wort aus Markus 5, aus 36. Gemäss dieser Bibelstelle sprach Jesus zum Vorsteher der Synagoge, Jairus: Fürchte dich nicht, glaube nur!
Die Gemeinde sang zu Beginn des Neujahrsgottesdienstes das Lied Nummer 32: „Mit dem Herrn fang alles an!“. Der Bezirksapostel ging auf diese Worte ein. Er stellte die Frage: Alles? „Alles“ betrifft selbstverständlich nur unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Heil unserer Seele. Der Heilige Geist unterstützt unsere Entscheidungen in diesen Dingen. Entscheiden müssen wir selbst. Gott entscheidet nicht für uns.
Angst gehört zum Leben. Auch Josef, der Bräutigam Marias, oder Simon Petrus und selbst Jesus hatten Ängste. Der Angst können wir jedoch das Vertrauen zu Gott entgegensetzen. Jairus hatte Vertrauen zu Jesus Christus und holte ihn zu seiner toten Tochter, die daraufhin von Jesus zum Leben auferweckt wurde.
Der Stammapostel hat angeregt, dass wir uns im Jahr 2026 intensiver mit unseren Glaubensartikeln befassen wollen. Der Bezirksapostel ging auf die ersten drei Glaubensartikel ein. Wir glauben an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Vor dem Heiligen Abendmahl empfing Tayo Suter die Heilige Versiegelung.
Die Heilige Versiegelung kurz erklärt
Die Heilige Versiegelung ist das Sakrament, durch das der Gläubige unter Handauflegung und Gebet eines Apostels die Gabe des Heiligen Geistes empfängt und ein Gotteskind mit der Berufung zur Erstlingsschaft wird. Dementsprechend heisst es im achten Glaubensartikel: „Ich glaube, dass die mit Wasser Getauften durch einen Apostel die Gabe des Heiligen Geistes empfangen müssen, um die Gotteskindschaft und die Voraussetzungen zur Erstlingsschaft zu erlangen.“
Mit einem Siegel werden wichtige Dokumente beurkundet und mit Autorität versehen; es dokumentiert Echtheit. Diese Bedeutungsaspekte sind in der Bezeichnung des Sakraments der Geistestaufe angelegt. Darüber hinaus wird in den neutestamentlichen Briefen „versiegelt werden“ als Hinnahme der Gabe des Heiligen Geistes verstanden:
- „Gott ist´s aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat“ (2Kor 1,21.22).
- „In ihm [Christus] seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist“ (Eph 1,13).
- „Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung“ (Eph 4,30).
Quelle: Katechismus 8.3.1