Bischof Weidmann diente mit dem Bibelwort aus 1. Mose 1, einem Teil des Verses 31: «Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.»
Um die Schöpfungsgeschichte näher zu erläutern, begann der Bischof bei den Pflanzen:
Es waren sechs Blumentöpfe auf einem Tisch vorbereitet. In den Ablagen der Kirchenbänke waren verschiedene Motivsticker versteckt. Sechs Kinder, die den Sonnenblumen-Sticker gefunden hatten, durften in jeden Topf Samen der Sonnenblume (Kerne) geben und diese angiessen. Jeder Bezirk erhielt einen Blumentopf. Gott gibt das Leben und es braucht Menschen, die die Blumen pflanzen und dafür sorgen, dass diese genügend Wasser erhalten, um aufzugehen.
Auf einem grossen blauen Tuch war eine grosse Sonne abgebildet. Daneben hatte es Platz für viele Sterne. Die Kinder, die unter einer Bank ein Sternsymbol gefunden hatten, konnten kleine elektrische Lichter ankleben. Bei abgedunkelter Kirchenbeleuchtung zeigte sich ein wunderschöner Sternenhimmel.
Es waren noch zwei weitere Schautafeln aufgestellt, an denen die Kinder Sticker mit verschiedenen Tiersymbolen und Menschen anpinnen konnten. So wurde die Schöpfung den Kindern nähergebracht: Jedes Tier, jede Pflanze hat seine Daseinsberechtigung und jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt.
Zwei Kinder fanden Brillengestelle unter der Bank. Eins mit verklebten Gläsern und eine Brille für den ungetrübten Blick. Dies sollte verdeutlichen: Gott sieht alles klar. Wir dürfen auf Gott vertrauen, denn er sieht alles. Auch das Zukünftige.
Der Bischof betonte, dass es nicht damit getan sei, dass Gott alle guten Dinge erschaffen hat. Es ist nun an jedem Einzelnen, der Schöpfung entsprechend Sorge zu tragen. Man muss zu den Tieren schauen, zu den Mitmenschen und auch zur Natur.
Die Kinder, die unter der Bank ein Symbol mit PET-Flaschen oder Altpapier gefunden hatten, durften diese in die vorbereiteten Recyclingsäcke werfen.
Bezirksevangelist Frei griff in seinem Predigtbeitrag den leuchtenden Sternenhimmel auf. Er sprach von der Milchstrasse, die mehr als 100 Milliarden Sterne beherbergt. Ob solchen Wundern der Schöpfung können wir nur staunen. Lasst uns staunen und immer dankbar sein dafür, was Gott uns so Schönes geschenkt hat.
Nach dem Abendmahl und dem Schlusssegen kamen alle Kinder vor den Altar und sangen schwungvoll - zusammen mit der Gemeinde - «Masithi Amen», ein südafrikanisches Kirchenlied.
Anschliessend gab es im Hof Wienerli und belegte Brote, um sich für den Nachmittag mit Spielen, Workshops und Musikexperimenten zu stärken. Trotz des heissen Wetters herrschte bis zum Ende des Zusammenseins eine fröhliche und gelöste Stimmung.
Ein herzliches Dankeschön an alle helfenden Hände, die zum Gelingen dieses schönen Anlasses beigetragen haben.
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