1700 Jahre Bekenntnis von Nizäa - Feier des Glaubens

01.03.2025

Im Jahr 2025 erinnern wir uns weltweit an das erste Ökumenische Konzil von 325 in Nizäa. Das Glaubensbekenntnis von Nizäa verbindet seit 1700 Jahren Christinnen und Christen aller Konfessionen. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK CH) lädt am 1. Juni 2025 zu einer Ökumenischen Vesper im Berner Münster ein.

Beim Konzil von Nizäa im Jahr 325 handelt es sich um ein Ereignis, das als erstes ökumenisches Konzil in die Geschichte einging. Im Jahr 318 entstand in Alexandria ein Streit zwischen dem Ältesten Arius und seinem Bischof Alexander. Arius lehrte eine spezielle Form der Lehre des Origenes: Der Vater habe den Sohn vor aller Zeit geschaffen, dieser habe also einen Anfang und sei damit kein wahrer, ewiger Gott; das sei allein der Vater. Alexander verurteilte Arius dafür als Irrlehrer. Doch dieser fand vor allem im griechischen Osten des Römischen Reiches auch Zuspruch. Dadurch eskalierte der Streit über die Grenzen Alexandrias hinaus.
Kaiser Konstantin sah im Christentum, das er im Westen bereits seit einigen Jahren förderte, eine potenziell staatstragende Macht. Durch die innerkirchlichen Konflikte war dieser Machtfaktor jedoch gefährdet. Daher berief er ein Konzil ein, um eine umstrittene Frage zu klären, die Beziehung zwischen Jesus Christus und Gott dem Vater. Der Kaiser wollte eine universelle Übereinstimmung darüber herstellen. Vor diesem Konzil hatten die Bischöfe nur lokale Konzilien abgehalten, wie z.B. das Konzil von Jerusalem, jedoch noch kein allgemeines oder ökumenisches Konzil.

Ökumenische Vesper in Bern
Im Berner Münster findet am Sonntag, 1. Juni 2025, um 17 Uhr eine Ökumenische Vesper statt, durchgeführt durch die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK). Das gemeinsame Glaubensbekenntnis steht im Mittelpunkt dieser Feier der Freude und Verbundenheit im Glauben. Mehr Infos: https://agck.ch/1700-jahre-glaubensbekenntnis-nizaea