Johannes 14, Verse 2.3: "In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin".
Die Freude war gross, als Stammapostel Schneider überraschend den Kirchensaal betrat. Anlässlich der Bezirksapostelversammlung hat er unseren Bezirksapostel nach Oberwinterthur begleitet.
Stammapostel Schneider nahm Bezug auf das Eingangslied des Chors: „Ich bin hier Herr, meinst du mich Herr“. Der Herr ruft und wir fragen: Meinst Du mich? Wenn du mich meinst, ich komme. Damit verbinden wir, dass der Herr uns ruft, uns einen Auftrag gibt, uns eine Aufgabe überträgt. Aber grundlegend ist der Ruf des Herrn ein anderer. Der Herr sagt uns: Ich habe dich erwählt, ich liebe dich und ich möchte, dass du auf ewig bei mir bist. Da fragen wir manchmal: Meinst du wirklich mich? Und der Herr sagt: Ja, genau dich, mit deiner Person, deinem Charakter, deinen Schwächen und Stärken, mit deiner Vergangenheit und Gegenwart. Dich will ich auf ewig bei mir haben.
Das heutige Bibelwort handelt davon. Der Herr hat seinen Tod, seine Auferstehung vorausgesagt und seinen Jüngern gesagt, dass er in das Haus seines Vaters zurückkehren wird. Das Haus des Vaters ist ein Bild für das Reich Gottes, wo Gott wohnt und thront, die Vollkommenheit Gottes. Der Herr Jesus konnte als Mensch in dieses Reich eintreten, weil er ohne Sünde war, vollkommen und heilig. Er erfüllte alle Bedingungen, um in diesem Reich zu wohnen, und war der Mensch, wie Gott ihn wollte. Im Reich Gottes herrscht Einheit. Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind vollkommen eins. Die Engel im Himmel tun den Willen Gottes in vollkommener Weise.
Jesus ging dorthin, um auch dort einen Auftrag zu erfüllen. Er bereitet einen Platz für uns, weil in des Vaters Hause viele Wohnungen sind. Da ist Platz für alle Menschen. Gott will, dass alle Menschen bei ihm sind. Um dorthin zu kommen, müssen die Menschen wie Jesus Christus werden, heilig und vollkommen. Jesus wusste, dass der Mensch das wegen des Sündenfalls nicht allein kann. Deshalb sagte er: Ich bereite einen Ort für euch. Durch seinen Opfertod und seinen vollkommenen Gehorsam wurde das möglich. Die Erbsünde kann abgewaschen und persönliche Sünden vergeben werden. Alles ist bereitet, damit wir hineinkommen können.
Jesus sagte, wir sollen uns keine Sorgen machen, er lässt uns nicht allein, er kommt wieder und ist jeden Tag bei uns. Das erfüllte sich durch die Ausgiessung des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist wirkt weiter und vollendet, was Gott und Jesus Christus begonnen haben. Durch sein Wort tröstet, stärkt und begleitet er uns. Was Jesus mit den Jüngern tat, tut er mit uns durch den Heiligen Geist. Wir können den Heiligen Geist nicht sehen, aber sein Wirken erfahren, in seinem Wort, im Sakrament, im Apostelamt. Er zeigt uns den Weg. Durch die Gabe des Heiligen Geistes lebt Jesus Christus in uns und sagt uns jeden Tag, was wir tun sollen, um wie Jesus Christus zu werden.
Wir bleiben Sünder, aber Gott macht uns keinen Vorwurf. Was verlangt er von uns?
- Vertrauen: Wie Jesus Christus Gott vertraut hat, sollen wir ihm vertrauen. Das ist entscheidend für unser Heil. Wir sollen Gott immer mehr vertrauen, seiner Allmacht, seiner Liebe, seiner Fürsorge, seinem Wort. Das ist der wahre Glaube.
- Gehorsam: Gott lieben bedeutet, ihm gehorsam zu sein, nicht weil wir etwas von ihm erwarten, sondern weil er uns schon so viel gegeben hat.
- Nächstenliebe: Nach dem Motto: Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.
Unser Stammapostel ist besonders berührt davon, dass Jesus uns am Tag seiner Wiederkunft entgegenkommt, um zu zeigen, wie sehr er uns liebt. Sein Sehnen ist so groß, dass er nicht warten kann, bis wir im Himmel sind. Er holt uns ab, macht die letzten Schritte mit uns und führt uns in sein Reich hinein. Das ist der Ausdruck der Liebe Jesu Christi für dich und für mich.