Punkte – zur Anwendung im Glauben und im Alltag

26.10.2025

Nach der Tagung am Samstag mit den Bezirksvorstehern und ihren Stellvertretern hielt der Bezirksapostel am Sonntag, 26. Oktober 2025, in Zofingen einen Gottesdienst. Anwesend waren auch die Geschwister aus den Gemeinden Zofingen und Schöftland.

Als Grundlage diente das Bibelwort aus Römer 8,37: „Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.“ Anstelle eines Chors spielte das Bezirksorchester Mittelland eine Vertonung des Liedes „Ich weiss eine Quelle…“

Der Bezirksapostel griff dieses Bild auf und betonte, dass Jesus Christus die Quelle für unseren Glauben sei. Er bezeichnete sie – und damit Jesus – als Mittelpunkt, von dem alles kommt, was wir brauchen. Aus reiner Liebe schenkt uns Gott vieles und zeigt uns den Lebensweg, das Lebensziel und schenkt uns Lebensmittel und Lebensgefährten.

Anschliessend sprach der Dienstleitende von den Versuchungen an Jesus in der Wüste, hinter denen ein bestimmter Geist steckte. Er beschrieb als „springenden Punkt“, den Geist hinter einem Gedanken wirklich zu erkennen – auch im Alltag. Er riet, wie bei Mose, die Führung Gottes anzuerkennen und ihr zu vertrauen. Mit dem Glauben an die Quelle Jesus Christus kämpfen wir an gegen die Feinde der Seele, die Versuchungen.

 Weiter beschrieb der Bezirksapostel verschiedene Punkte:

  • Höhepunkte als glückliche Momente in unserem Leben. Auch in der Beziehung zu Jesus. Die Frage stellt sich, ob wir denn Gott noch brauchen.
  • Tiefpunkte zum Beispiel beim Verlust eines Jobs oder bei Trennung. Hier gilt es, das Vertrauen zu Jesus zu behalten.
  • Kritische Punkte. Mose hatte Ausreden zum Auftrag Gottes; Saul hat den Weisungen des Herrn nicht gehorcht; David setzte den Hinweis ungenügend um, indem er nur einen Teil der Beute vernichtete.
  • Zum „toten Punkt“ nannte er ein senkrecht stehendes Pedal eines Fahrrads. Als Beispiel führte er Jona an, der in seiner Haltung festgefahren war. Mit einer kleinen Veränderung kam er wieder in Bewegung.
  • Zum „Wendepunkt“ zeigte er die Situation der Fischer, die in langer Gewohnheit geübt waren. Durch den Ruf von Jesus geschah eine Veränderung und sie konnten durch einen kleinen Schritt aus ihrem bisherigen Verhalten ausbrechen.

In seinem Predigtbeitrag betonte Apostel Camenzind, dass Veränderung in unserem Verhalten tatsächlich möglich sei. Es gelte besonders, die wichtigen Schwerpunkte im Leben zu beachten. Tun wir das wirklich?

Apostel Keller beschrieb die genannten Punkte als bedeutende Momente, die Gott ermöglicht. Weiter wies er auf das Psalmwort hin: „Alle meine Quellen sind in dir“, also in Gott. Um den toten Punkt zu überwinden, braucht es ein bisschen Bewegung, eine Schubkraft – jedoch in die richtige Richtung. Die Macht der Liebe bezeichnete er als die Kraft für Veränderung.

Zur Vorbereitung auf die Sündenvergebung schilderte der Bezirksapostel „wunde Punkte“, Dinge, die uns vielleicht seit Jahren Mühe machen. Er empfahl, diese heute einmal ganz bewusst hinzugeben. Das Heilige Abendmahl könne - wie ein Verband auf einem wunden Punkt - Heilung auslösen.

Anschliessend an die Sündenvergebung spendete er einem Kind die Gabe des Heiligen Geistes. Dies bezeichnete er als „Startpunkt“ im Leben des Menschen. Etwas Vollkommenes wird in die Seele hineingelegt, als Beginn für eine segensvolle Entwicklung.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles für die Gemeinde leitete ein Orgelstück über zum Abendmahl für die Seelen aus dem Jenseits. In der Einleitung nannte der Bezirksapostel die Ausbildung eines Jugendlichen, die dieser als „Schlusspunkt“ bezeichne. Nun geht es an die Arbeit. Dies gilt auch für eine Ehe oder beim Heimgang einer Seele. Gott setzt stets einen Punkt obendrauf und daraus wird ein Doppelpunkt: Es geht immer weiter!

Ein Cello-Solo zum Lied „Ich hab ein Heim“ erklang nach der Spendung des Heiligen Abendmahls.

Nach dem Gebet und dem Schlusssegen intonierte das Bezirksorchester ein Andante von C. Ph. E. Bach.