Für einmal nur «unter sich», also ohne weitere Einladungen innerhalb des Kirchenbezirks Basel, freut sich die Gemeinde Liestal über den Besuch des Bischofs André Weidmann. Die Predigt beruht auf dem Bibelwort aus Psalm 146, die Verse 1 und 2: «Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele! / Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.»
«Lobe den Herrn, meine Seele»: Bei den 150 Psalmen kann man erkennen, dass sowohl Psalmen des Klagens als auch des Lobens vorkommen. Vermutlich kennen wir alle Lebenssituationen, in denen uns das Loben schwerfällt. Wenn man allerdings wahrnimmt, dass es um die Seele geht, findet sich auch in schweren Lebensumständen Grund zum Loben. «Lobe den Herrn, meine Seele» – weil wir alle eine ganz persönliche Beziehung zu Gott haben dürfen; weil er uns in der Sündenvergebung grosse Gnade schenkt; weil er uns im Gottesdienst individuelle Impulse und eine unbeschreibliche Gnade schenkt; weil er uns das gibt, was für jede geistliche Entwicklung notwendig ist!
«Ich will den Herrn loben, solange ich lebe»: Im Konfirmationsgelübde wird gelobt, Gott bis zum Ende treu zu sein. Das bedingt, dass wir unter anderem achtsam auf Einflüsse sind. Gerate ich in eine Negativspirale und klage nur? Schaffe ich es, meine Sorgen ab und zu auf die Seite zu legen? Gelingt es mir, inmitten des Alltags Raum zu schaffen für den Glauben, für Gott? Es tut gut, sein «Ja» zu Gott für sich immer wieder neu zu bestätigen.
«Und meinem Gott lobsingen, solange ich bin»: Lobsingen bedingt eine Aktion – es geht nicht nur um Worte, sondern auch um Taten! Das Bekennen zu Gott und zum Glauben soll spür- und erlebbar sein. Wer die Impulse vom Heiligen Geist umsetzt und die Nächstenliebe so lebt, wie es im gottgewirkten Wort gepredigt wird, kann Segen spüren.
Gott will Deine Seele entwickeln – lobe den Herrn, meine Seele!
Bericht: vdo, Bilder: hsc