Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass

19.09.2024

Am 19. September 2024 hielt Bezirksapostel Jürg Zbinden in seiner ehemaligen Heimatgemeinde Bern-Bümpliz seinen letzten Gottesdienst und diente den Gemeinden Bern-Bümpliz, Bern-Ostermundigen, Worb, Neuenegg und Zollikofen. In seiner Begleitung befanden sich alle Apostel und Bischöfe aus den Ländern Italien, Moldawien, Rumänien und Spanien.

Als Grundlage verarbeitete der Bezirksapostel das Wort aus 1. Thessalonicher 5,16 bis 18: «Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch».

Nach dem Lied des Chores dankte der Bezirksapostel für das Vortragen seines Wunschliedes und stellte die Frage in den Raum, wie das Textwort auf die Gemeinde gewirkt habe.

Die Worte des Apostels Paulus mögen menschlich gesehen unrealistisch und realitätsfremd sein. Paulus hat dies allerdings aus einer göttlichen Perspektive heraus gesagt. Der Schlüssel zum Verständnis liegt hierbei in der Liebe zu Gott. Der Bezirksapostel verkündete strahlend, dass er ausnahmslos alle mitnehmen möchte – auch die, die mit dem lieben Gott hadern, von ihm enttäuscht oder krankheitsbedingt tieftraurig sind. Der Kontext des Wortes kommt von der Begebenheit, wo Paulus aus Thessaloniki fliehen musste, da man ihm nach dem Leben trachtete. Trotz dieser schweren Situation blieben die Gläubigen treu und bewahrten eine positive Stimmung. Paulus riet ihnen: Sichert den bestmöglichen Schutz für euer neues Leben, für euer inneres Wesen, die neue Kreatur. Der Gemeinde in Korinth erklärte er, dass nur der gläubige Christ, der dies geistlich verstehe, es auch erfassen könne (1. Korinther 2,14).

So betrachtet, beinhaltet das Textwort Schlüssel, um den Willen Gottes zu ergründen und die Beziehung zu Gott zu pflegen.

  • Seid allezeit fröhlich. Gott will uns inneren Frieden und Ruhe schenken. Die Quelle dieser Kraft ist die Freude im Herrn, die uns Gott durch die frohe Botschaft des Evangeliums Jesu Christi geben möchte. Das Neue Testament ist durchdrungen von göttlicher Freude.
  • Das Gebet: Dieses Jahr steht unter dem Motto: «Beten wirkt!». Der Bezirksapostel empfahl den Gläubigen, eine Zwischenbilanz zu ziehen und sich die Frage zu stellen, wie ihr Gebetsleben aussieht und ob die Verbindung zu Jesus sich intensiviert hat. In unserem Gebetsleben machen wir keine Auszeit. Beten ist kein «Notnagel».
  • Die Dankbarkeit: Sie ist ein Türöffner zu Jesus Christus und den Herzen der Nächsten. Wir wollen Möglichkeiten suchen, für die wir dankbar sein können. Dankbarkeit sensibilisiert für das Göttliche und dazu, die Dinge des Lebens in einem positiven Licht zu sehen. Dies macht froh im Herzen.

Zum Mitdienen rief der Bezirksapostel die Bischöfe Victor Alganza aus Spanien und Ivan de Lazzari aus Italien sowie Apostel Cone aus Rumänien.

Bischof Alganza ermunterte die Gläubigen, die Dinge jeweils mit der richtigen Einstellung anzugehen. Es ist unsere Entscheidung, Freude im Herrn zu haben und immer wieder das Gespräch mit dem lieben Gott zu pflegen.

Bischoff de Lazzari gab zu bedenken, dass wir auch in herausfordernden Situationen Freude und Dankbarkeit gegenüber Gott empfinden können. Wichtig ist, sich auf das Göttliche und nicht das Menschliche zu konzentrieren.

Apostels Vasile Cone erwähnte in seinem Predigtbeitrag, dass wir nicht ständig am Danken sein müssen. Wichtig ist, die Dankbarkeit tief in der Seele zu tragen. Dies freut den lieben Gott.

Der Gottesdienst wurde musikalisch mitgestaltet von einem gemischten Chor, einem Kinderchor und Beiträgen des Gemeindeorchesters von Bümpliz. Am Ende des Gottesdienstes wurde dem Bezirksapostel mit einem Geschenk aus dem Bezirk herzlich für sein Dienen gedankt.