Unser Leben auf das Ziel ausrichten

22.08.2024

Der Bezirksapostelhelfer Thomas Deubel diente am 22. August 2024 in der Kirche Belp den Glaubensgeschwistern von Belp und Riggisberg. Begleitet wurde er von Bischof Thomas Wihler und der Bezirksleitung Bern-Süd.

Als Grundlage diente das Bibelwort aus 2. Timotheus 2, 5: «Und wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft.»

Zu Beginn ging der Bezirksapostelhelfer auf das Chorlied «Wer steht vor deiner Herzenstür» ein und versicherte den Gläubigen, dass die Gaben Gottes sehr vielfältig sind und das Ziel haben, dass wir als seine Braut mit Gott zusammensein können. Er rief die Anwesenden auf, die Gewissheit auf die Wiederkunft Christi tief in sich zu verankern. Von unserem Glaubensziel schlug er den Bogen zum Textwort und dem Bild eines Wettkampfes. Auch wenn der Vergleich unseres Glaubenszieles mit einem Wettkampf hinkt, zeigt uns dieses Bild vieles auf, und wir können unseren Glauben besser verstehen.

Im Brief des Apostel Paulus an die Korinther steht: «Die im Stadion laufen, die laufen alle, aber nur einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt» (1. Kor. 9.24). Im Glauben können wir alle den Sieg erreichen, wichtig ist dabei die richtige Herzenseinstellung.

Wenn wir das Glaubensziel erreichen wollen, uns anstrengen und unser Leben und Handeln auf dieses Ziel ausrichten – wie dies die Athleten für den Sieg in einem Wettkampf tun - so wird es uns auch gelingen. Der liebe Gott schaut auf die Bemühungen des Einzelnen.

Eine weitere Voraussetzung für einen Wettkampf ist, dass man die Tätigkeit wirklich liebt. So ist es auch im Glauben. Wenn wir das Ziel und die Beziehung zu Gott lieben, dann fallen uns die Anstrengungen leichter.

Für unseren Glaubenswettkampf gelten gewisse Spielregeln:

  • Der Glaube an Gott soll keine Zeichen fordern, sondern kindlich und stark sein wie bei Petrus oder Martha.

  • Jesus sagte von sich selbst: Ich bin die Wahrheit. Der Heilige Geist hilft uns, das Wahre zu erkennen und vom Bösen zu unterscheiden.

  • Die Demut beruht auf dem Bewusstsein, dass alles was wir haben Gnade ist und dass wir auf Gottes Hilfe angewiesen sind.

  • Wir wollen das Nächste lieben, echtes Interesse zeigen an seinen Lasten und einander gegenseitig unterstützen.

Wenn wir diese Regeln befolgen, bekennen wir uns zu unserem Glaubensziel und können trotz Anfechtungen den Siegespreis erlangen.

In seinem Predigtbeitrag fasste der Bischofs die genannten Spielregeln zusammen mit dem hundertprozentigen Vertrauen in Gott. Das, was wir tun, wollen wir nicht zur eigenen Ehre, sondern zur Ehre Gottes tun. Wir schaffen es nur gemeinsam mit ihm und im Einssein mit unseren Glaubensgeschwistern. Den Sieg hat Jesus Christus schon lange erlangt - er will diesen Sieg aber mit uns teilen.

Anschliessend fügte der Bezirksapostelhelfer noch zwei weitere Regeln hinzu: das Einssein sowie den Glauben an die Wirkung des Heiligen Abendmahls.

Der gemischte Chor und Orgelbeiträge gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit.