Als Grundlage diente das Bibelwort aus Römer 11,36: „Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.“
Einstimmung durch den Chor
Der Chor eröffnete den Gottesdienst mit dem Lied «Herr wir bitten: Komm und segne uns», worin es im Refrain heisst „Rühr uns an mit deiner Kraft“. Dies nahm die zentrale Botschaft des Abends bereits musikalisch vorweg: Vor Gott hinstehen, sich segnen und begegnen lassen – getragen von seinem kraftvollen Wirken und ihm die Ehre geben
Vertrauen auf die Kräfte Gottes
Apostel Keller führte die Gemeinde in die Betrachtung der göttlichen Kräfte, die weit über unsere menschlichen Möglichkeiten hinausgehen. Unsere Kräfte sind begrenzt – doch durch Gottes Kraft erhalten wir mehr. Drei Aspekte wurden besonders hervorgehoben:
- Schöpferkraft: Während Forscher entdecken, was bereits existiert, schafft Gott Neues – besonders auch in der geistlichen Schöpfung.
- Verwandlungskraft: Gott vermag Herzen und Leben zu verändern und uns letztlich zu verwandeln
- Auferstehungskraft: Die Kraft, die den Tod überwindet und neues Leben schenkt.
Alles von Gott
In Anlehnung an Jakobus wurde betont: „Alle gute Gabe kommt von oben.“ Gott kennt unsere Bedürfnisse und schenkt uns, was wir brauchen – auch mitten im Kampf. Der Segen Gottes zeigt sich auch im Irdischen, insbesondere aber im Geistlichen in allem, was dem Heil der Seele dient.
Alles durch Gott
Der Apostel erinnerte an Paulus: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“ Dieses Vertrauen in Gottes Wirken soll uns stärken, Anteil zu nehmen am göttlichen Leben und aktiv mitzugestalten. Und auch wenn wir unsere ebenfalls von Gott geschenkten Gaben gerne einbringen, bleibt es letztlich der Herr, der den Dingen seinen Lauf gibt und in allem Vorhaben das Gedeihen schenkt.
Alles zu Gott
Das Ziel unseres Glaubens ist die ewige Gemeinschaft mit Gott. Wir wollen es auch nicht unnötig kompliziert machen, sondern einfach auf dem Weg des Evangeliums bleiben. Der Weg zu Gott ist dank dem Opfer Jesu offen für alle Menschen.
Ihm sei Ehre in Ewigkeit
Der Apostel rief dazu auf, Gott in allem die Ehre zu geben:
- Die frohe Botschaft weitertragen – dem Evangelium Ehre geben.
- Respekt und Ehrfurcht zeigen – auch in Gottes Haus, wo der Altar steht.
- Gottes Schöpfung massvoll geniessen und achtsam pflegen.
- Allen Menschen mit Respekt begegnen.
Nicht menschliche Ehre steht im Mittelpunkt, sondern die Frage: Wie ehren wir Gott? Ein besonderer Bezug wurde zur Offenbarung 22,5 hergestellt: „…denn Gott der Herr wird über ihnen leuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ An dieser Stelle steht zum letzten Mal das Wort "Ewigkeit" in der Heiligen Schrift.
Bischof André Weidmann ergänzte die Predigt mit vertiefenden Gedanken:
- Gott braucht keinen Ratgeber – doch wir dürfen dankbar seinen Rat annehmen.
- Was erhalten wir alles von Gott? Was erleben wir?
- Bewusst mit Gottes Gaben umgehen und daraus Vergebungsbereitschaft entwickeln.
- Unsere Gaben Gott schenken – das bringt Bewegung in unser Glaubensleben.
Fazit: Ein Gottesdienst voller geistlicher Tiefe, der die Gemeinde ermutigte, sich ganz auf Gottes Kraft zu verlassen, bewusst mit seinen Gaben umzugehen und ihm in allem die Ehre zu geben – in der Gegenwart und bis in Ewigkeit.