Bischof Weidmann legte den ersten Teil aus Weisheit 3, 9 für diesen Gottesdienst zu Grunde «Die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen, und die treu sind in der Liebe, werden bei ihm bleiben.»
Zu Beginn des Gottesdienstes ging der Bischof auf das Lied «Jubelklänge» des Orchesters ein. Ein jeder Gottesdienst darf für uns ein Jubelklang sein. Machen wir uns immer Gedanken, WER uns im Gottesdienst dient und welcher Wert uns in einem jeden Gottesdienst gegeben wird.
Anschliessend nahm der Bischof Bezug zum 3. Advent. Zum einen hat seit dem 1. Advent eine gewisse Entwicklung stattgefunden. Hat am 1. Advent eine Kerze gebrannt, sind es am 3. Advent bereits deren drei. Es ist aber noch nicht abgeschlossen. Es findet bis zum 4. Advent eine weitere Entwicklung statt, so dass dann vier Kerzen brennen. Dieses Bild können wir für unseren Glauben nehmen. Es hat bis jetzt bereits eine Steigerung stattgefunden, über diese dürfen wir uns freuen. Diese geht weiter, sie ist noch nicht abgeschlossen. Wir dürfen uns auf die weitere Entwicklung und bis zum Ziel freuen.
Vertrauen ist sehr wertvoll. Es basiert auf Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Freundlichkeit. Im Umgang mit anderen können aber Enttäuschungen stattfinden, wir werden dann misstrauisch. Gott gegenüber dürfen wir immer volles Vertrauen haben, auch in speziellen Umständen, wenn uns dies gar nicht so leicht fällt.
Gott ist Wahrheit. Er schenkt uns diese Wahrheit immer wieder im Gottesdienst, es liegt an uns diese zu erkennen und anzunehmen. In der heutigen Zeit ist es mitunter nicht mehr so einfach und offensichtlich das Wahre zu erkennen. Da tut es gut die Wahrheit Gottes annehmen zu dürfen.
Wir sind aufgerufen Gott gegenüber treu zu bleiben. Wie treu sind wir? Wie fest lieben wir unseren himmlischen Vater? Wer sich wirklich liebt, ist auch treu. Unser lieber Gott schenkt uns seine Treue und Liebe ohne Vorbehalt. Bleiben wir bewusst in der Nachfolge auf dem Weg den Gott uns geschenkt hat.
Der Priester erinnerte sich in seinem letzten Predigtbeitrag an früher, als bei Einkaufen oftmals gefragt wurde: "Därfs es bizeli meh sii?" Dies können wir für uns nehmen in unserem Vertrauen, unserer Treue unserer Liebe gegenüber Gott. Wir möchten die Vorbereitungszeit, die wir noch zur Verfügung haben, sinnvoll nutzen, sinngemäss einem Zitat von Abraham Lincoln: "Es sind nicht die Jahre in deinem Leben, die zählen. Es ist das Leben in deinen Jahren, das zählt."
Der Bezirksvorsteher erwähnt in seinem Dienen das Vertrauen, das er in seine Vorgesetzten und seinen Lehrmeister hatte, aber auch, das Vertrauen, das ihm von ihnen geschenkt wurde. So schenkt der liebe Gott auch uns sein Vertrauen. Er erwähnt den Priester, welcher in den Ruhestand kommt: Zum einen hat er in all seinem Wirken auf Gott vertraut, zum anderen hat der liebe Gott auch auf ihn als sein Werkzeug vertraut.
In seiner Ansprache zur Ruhesetzung des Priesters hob der Bischof unter anderem die Zuverlässigkeit und die Ruhe, welcher der Priester in seinem Wirken ausstrahlte, hervor.
Der Chor beendete den Gottesdienst mit dem immer wieder berührenden Lied "Der Herr ist mein Licht".