Sprich mit Gott!

13.03.2024

«Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinst du, dass nur wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht». Mit diesem Bibelwort aus dem Lukasevangelium, Kapital 13, Vers 23 und dem ersten Teil des Verses 24, diente Bezirksapostel Jürg Zbinden in der Kirche Bern-Ostermundigen den Glaubensgeschwistern des Bezirkes Bern-Süd.

Wie es der Chor im Lied «Betende Hände» vorgetragen hat, muss es unsere Überzeugung sein, dass das Gebet ein Geschenk Gottes ist und wir dadurch die Möglichkeit erhalten, Gott alles zu sagen, um daraus Kraft schöpfen zu können. Gott sucht die Nähe zu uns, und er freut sich, wenn wir diese auch zu ihm suchen. Wer soll denn sonst beten, wenn wir es nicht tun? Wir, die wir ihn Vater nennen und ihn kennen dürfen. Wir tragen sein Leben, seine Liebe, die neue Kreatur und das Himmlische bereits in uns. Das ist die Basis, auf welcher wir aufbauen wollen.

Wer strebt nicht danach, ein schönes Leben zu haben? Unser Leben beschränkt sich aber nicht auf das irdische Dasein, sondern es beinhaltet auch eine ewige Dimension. In diese wollen wir investieren, denn es lohnt sich absolut und zweifellos.

Ringen
Der Fragesteller im Bibelwort wollte Jesus wohl provozieren - er aber ging nicht darauf ein. Er will, dass wir diese Frage für uns selber beantworten, uns nicht mit anderen vergleichen, uns nicht in unendlichen Möglichkeiten und Diskussionen verlieren, sondern alleine auf und in uns schauen und daraus die richten Schlüsse ziehen.

Ringen bedeutet Auseinandersetzung, harte Arbeit, Kampf. Es fordert den ganzen Einsatz und ist mit Anstrengung und klaren Entscheiden verbunden. Wie bei David und Goliath braucht es ausserdem die richtige Taktik, um erfolgreich zu kämpfen. Wir wollen auch im Gebet und auf geistiger Ebene ringen, wie es Epaphras für seine Gemeinde getan hat, damit wir feststehen und erfüllt sind mit allem, was Gottes Wille ist (1. Kolosser 4, 12).

Es gibt keine abgespeckte Variante für den Glauben an den Sohn Gottes!
Der Sohn Gottes selbst ist die enge Pforte. Jesus hat sich selber als die Türe vorgestellt und sinngemäss gesagt: «Wenn jemand zu mir hineingeht, wird er selig werden». Da geschieht also etwas. Diese Türe steht allen Menschen offen. Wer hindurchgeht, wird errettet werden. Oft möchten die Menschen gerne selber entscheiden. Es gibt aber keine Alternative zum Sohn Gottes. Das Evangelium kann anspruchsvoll sein, denn wir sollen auch unsere Feinde lieben und Vergebung walten lassen. Es ist aber gewiss, dass die Türe nicht ins Nirgendwo führt, sondern zu unserem himmlischen Vater.

Die Wiedergeburt aus Wasser und Geist ist die Grundlage, um in den Himmel zu kommen. Diese Gaben sind Geschenke Gottes und dienen dazu, uns zu entwickeln.

Versuchen wir, diese Fähigkeiten bewusst einzusetzen - z.B.:
das Nächste lieben, nicht die Fehler des Anderen suchen, den Mut haben, zurückzustehen zugunsten des Friedens, dazu stehen, dass wir an Gott glauben und dies auch gegen aussen bekennen.

Die neue Kreatur ist unbegrenzt. Sie lässt uns den Mut aufbringen zu wachsen und unser Bestes zu geben. Gott wird dazu seine Gnade schenken, nur dürfen wir nicht damit/mit ihr spielen.

Der Hirte fügte in seinem Predigtbeitrag hinzu, dass wir nicht wie "Pippi Langstrumpf" sein sollen, die alles macht, was und wie sie will. Wir sollen im Gegenteil den Egoismus bekämpfen, uns auf das Ziel konzentrieren und den Versuchungen widerstehen. Die Kämpfe und Feinde bleiben zwar bestehen, es tut aber gut, wenn wir mit Gottes Hilfe Zwischensiege erreichen dürfen.  

«Es jemandem heimzuzahlen, wäre nicht das Evangelium», leitete der Bezirksapostel die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl ein. Wir wollen vergeben und den schwierigen Kampf gegen die eigenen Sünden aufnehmen, indem wir echte Reue zeigen und Busse tun. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn wir dürfen vom Sieg Jesu profitieren.