Jesus Christus ist der gute Hirte, der seine Herde auf dem Weg des Lebens führt. In Lukas 12,22-34 ermutigt er seine Nachfolgerinnen und Nachfolger, sich nicht von Sorgen und Ängsten bestimmen zu lassen. Damit greift die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2027 einen Gedanken auf, der auch neuapostolische Christinnen und Christen im diesjährigen Jahresmotto begleitet: «Fürchte dich nicht».
Jesu Worte richten sich nicht an Einzelne, sondern an eine Gemeinschaft. Er spricht von einer «kleinen Herde», die berufen ist, gemeinsam zu leben, zu beten und zu wirken. Gottes Ruf an diese Herde ist zugleich ein Ruf zur Einheit in Vielfalt. Christliche Gemeinschaft entfaltet ihre Strahlkraft dort, wo unterschiedliche Traditionen, Erfahrungen und Gaben nicht trennen, sondern bereichern.
Auch wenn Unterschiede in Theologie, Tradition und geschichtlicher Erinnerung bestehen bleiben, führt der Weg des Evangeliums zur Versöhnung. Christinnen und Christen folgen dabei dem Gebet Jesu: «dass alle eins seien» (Johannes 17,21).
Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird seit 1966 gemeinsam vom Ökumenischen Rat der Kirchen und der römisch-katholischen Kirche vorbereitet. Für das Jahr 2027 wurden die Texte von den Kirchen Irlands erarbeitet. Ihre Materialien zeigen, wie christliche Gemeinschaft trotz unterschiedlicher Traditionen in Christus zusammenwachsen und glaubwürdig Zeugnis für Versöhnung und Einheit geben kann.
Materialien zur Gebetswoche für die Einheit der Christen 2027