Am Sonntag, 15. Juni 2025, feierte die Neuapostolische Kirche Affoltern am Albis ihre Wiedereröffnung. Nach rund eineinhalb Jahren Umbauzeit konnte die Gemeinde endlich in ihr frisch renoviertes Kirchengebäude zurückkehren. Während der Bauphase fanden die Sonntagsgottesdienste jeweils in der Friedhofkapelle Affoltern am Albis statt, die Wochengottesdienste wurden in der Neuapostolischen Kirche in Mettmenstetten abgehalten. Folglich war als kleines Dankeschön auch die Gemeinde Mettmenstetten zur Wiedereröffnung eingeladen.
Die Vorfreude der Gemeindemitglieder, ihr eigenes Kirchengebäude mit seinen zahlreichen Nebenräumen wieder nutzen zu dürfen, war gross. Dementsprechend engagierten sich im Vorfeld mehrere Gruppen mit viel Einsatz, um eine würdevolle und festliche Wiedereröffnung zu ermöglichen.
Im Zentrum des Anlasses stand der Gottesdienst, den Apostel Reto Keller leitete. Mit dem Lied «O Bethanien», welches der Chor vor dem Gottesdienst vortrug, schloss sich ein Kreis – völlig unbewusst, wie sich später bei einem Apérogespräch mit dem Dirigenten herausstellte. Denn dasselbe Lied erklang bereits im letzten Gottesdienst vor der Kirchensanierung und wurde dazumal von Apostel Reto Keller im Predigtteil detailliert verarbeitet. Der Apostel griff den Liedtext erneut auf. Das Kirchenhaus solle wie ein Bethanien sein. Es solle mit Leben gefüllt werden. Dies geschehe durch die Menschen, die das Haus besuchen würden, aber auch durch die Anwesenheit Gottes. In der Bibel heisse es in Sprüche 24,3 folgendermassen: «Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten, und durch ordentliches Haushalten werden die Kammern voll kostbarer, lieblicher Habe.» Die Umbauarbeiten seien nun abgeschlossen. Nun komme der Teil, bei welchem die Gemeinde resp. ihre Mitglieder entscheidend seien.
Ein grosser Projektchor sowie zahlreiche Musizierende sorgten für einen feierlichen musikalischen Rahmen des Gottesdienstes. Ein besonderes Highlight war die Einweihung der neuen Pfeifenorgel.
Im Anschluss an den Gottesdienst lud ein reichhaltiger Apéro zum Verweilen ein. Dabei nutzten viele die Gelegenheit, die neu gestalteten Räumlichkeiten in aller Ruhe zu besichtigen und sich über die gewonnenen Eindrücke auszutauschen. Informationstafeln und eine Fotopräsentation zur Umbauzeit lieferten zudem interessanten Gesprächsstoff. Der Anlass wurde zu einem rundum gelungenen Fest.
Das Kirchengebäude erhielt unter anderem einen neugestalteten Kirchensaal, eine Schrankküche im Mehrzwecksaal, einen Senkrechtaufzug sowie eine umfassende Fassade- und Dachsanierung mit integrierten Solarpanels. Die Gebäudeakustik wurde im Innern mit verschiedenen schalloptimierenden Massnahmen verbessert. Alle haustechnischen Installationen - inkl. Elektro, Audio und Video - wurden auf den neusten Stand der Technik gebracht und die bestehende Heizung mit einer umweltschonenden Lösung erneuert. Ausserdem wurde die Umgebung aufgewertet.