Am Mittwoch, den 16. Oktober 2024, hielt Apostel Christophe Domenig in der Kirche Bern-Ostermundigen einen Gottesdienst für den Bezirk Bern-Süd. Als Grundlage diente das Wort «Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden» (Matthäus 6, 10). Inspiriert durch das Jahresmotto «Beten wirkt» stellte der Apostel das «Vater Unser» in den Mittelpunkt.
In seiner Predigt beleuchtete er zunächst den Willen Gottes. Es ist Gottes Ziel, dass die Menschen ihm nahe sein und von seiner Liebe profitieren können. Zudem möchte Gott, dass wir seine Gebote befolgen – zuvorderst das Gebot der Nächstenliebe. Gott will, dass wir dem Nächsten die Hand reichen und Frieden schaffen, wo Unfriede herrscht.
Wir, als Menschen, haben es selbst in der Hand, dies umzusetzen. Das Gebet macht den Weg frei, um in Gottes Nähe zu kommen. Hierbei können wir uns Jesus Christus zum Vorbild nehmen. Jesu Aussage bei der Auferweckung des Lazarus, «Herr, ich weiss, dass du mich erhörst», zeugt von seinem Gottvertrauen. Auch wir dürfen uns in allen Dingen Gott zuwenden und ihm uns anvertrauen. Ebenso können wir Gott um Hilfe bitten, wenn es uns schwerfällt, seine Gebote umzusetzen. Der Apostel betonte: «Gott wird etwas damit tun». So können wir im Gebet Frieden finden und frei werden.
«Wenn man die Perspektive ändert, kann man den Willen Gottes verstehen».
Bischof Thomas Wihler sprach in seinem Predigtbeitrag von Jesu Gebet im Garten Gethsemane: «Nicht mein, sondern dein Wille geschehe». Er führte aus, dass es nicht Gottes Wille war, seinen Sohn leiden zu lassen, sondern dass Jesu den Sieg über das Böse davonträgt. Jesu hat sich dem Willen Gottes unterstellt und ging letztendlich mit seiner Auferstehung gestärkt daraus hervor. Dies ist auch die Aussicht für alle Gläubigen, die ihm nachfolgen.
Der Gottesdienst wurde von Beiträgen des Chores sowie der Jugend-Band musikalisch mitgestaltet. Im gemeinsamen Kanon «Lobe den Herrn meine Seele» setzte die versammelte Glaubensgemeinde einen gelungenen Schlusspunkt des Apostelgottesdienstes.