Steffisburg: Gottesdienst mit Bischof Thomas Wihler

31.08.2024

Am vergangenen Donnerstagabend besuchte Bischof Thomas Wihler die Gemeinde Steffisburg.

Der Bischof legte der Predigt das Bibelwort aus Lukas 12, 32 zugrunde: "Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben."

Zu Beginn des Gottesdienstes kam der Bischof auf eine Begegnung zu sprechen, die ihn sehr beeindruckt hat. Auf die Frage, was denn trägt, auch in den tiefsten Momenten, wenn einem der Boden unter den Füssen weggezogen wird, bekam er zur Antwort: "Ich habe gelernt, dass selbst wenn der erste Boden bricht, der zweite Boden, also Christus immer da ist und trägt".

Für die "kleine Herde" gibt es verschiedene Interpretationen. Wir verstehen darunter alle diejenigen, die Jesus nachfolgen, oder auch die Brautgemeinde, die sich auf sein Wiederkommen vorbereiten will.

Was ist das "Reich Gottes"? Dies verstehen wir dann, wenn wir auf Christus hören und schauen.

In Jesu Wesen und seinem Weg ist das Reich Gottes erkennbar. Heute erleben wir das Reich Gottes überall dort, wo Jesu präsent ist – in seinem Wort, in den Sakramenten, in der Gemeinschaft.

Im Bibelwort macht Jesus seinen Jüngern Mut, die aufgrund der Nachfolge mit Ängsten, Bedrängnissen, Herausforderungen konfrontiert sind.

Der Umgang miteinander nach dem Massstab des Evangeliums kann uns fordern. Liebet eure Feinde. Es geht weniger um eine emotionale Zuneigung. Jesu hat für seine Feinde gebetet und darin den Wunsch um Vergebung zum Ausdruck gebracht. Wie oft verstehen wir uns nicht, gibt es verschiedene Meinungen usw. Aber wir alle wollen geliebt und respektiert werden; wir wollen nicht, dass Fehler immer wieder nachgetragen werden. Unserem Nächsten geht es genau so.

Die Vorstellung der persönlichen Mitarbeit kann Bedenken wecken, weil damit auch Verzicht und der Einsatz der eigenen Kräfte verbunden sind. Bringen wir uns ein und haben keine Angst, für Jesu einzustehen und uns für ihn und seine Kirche zu engagieren.

Der Bezirksvorsteher Oliver Blindenbacher erwähnte im Mitdienen, dass der christliche Glaube kein "Mainstream" ist. Es sind wenige bereit, ernstlich in Jesu Nachfolge zu treten.
Wie ernst ist es mir mit meinem Glauben? Wie bewegen wir uns als Christ in der Gesellschaft?

Nach der Sündenvergebung feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl und der Bischof beendete den Gottesdienst mit Gebet und Segen!    

Das schwungvoll vorgetragene Musikstück "Komm, sag es allen weiter" begleitete uns.


Bericht & Fotos: Gabriele Landmesser
Bearbeitung: Thomas Wihler / Isabelle Landmesser