Menschenrechte leben

03.10.2026

Was bedeutet es, die Würde und Freiheit jedes Menschen wirklich zu achten? Der diesjährige Impuls zum Menschenrechtstag lädt dazu ein, genauer hinzuschauen – und den eigenen Beitrag zu einem respektvollen Miteinander zu entdecken.

Zum Menschenrechtstag am 10. Dezember 2026 richtet die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen der Schweiz (AGCK Schweiz) den Blick auf die Menschenrechte und ihre Bedeutung für unser Zusammenleben. Im Mittelpunkt des diesjährigen Impulses steht Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und damit die Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.

Jeder Mensch soll seine Überzeugungen frei wählen, leben und auch verändern dürfen. Diese Freiheit gilt für alle – unabhängig von Herkunft, Lebensweise oder Weltanschauung.

Der Impuls erinnert zugleich daran: Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeit. Sie leben davon, dass Menschen einander mit Respekt begegnen, Freiheit gewähren und die Würde des Gegenübers achten.

Auch aus christlicher Sicht gehört dazu, den eigenen Glauben zu leben und zugleich die Freiheit anderer zu respektieren. So wird Menschenrechtsarbeit zu einer Aufgabe, die im Alltag beginnt: bei der Haltung gegenüber dem anderen Menschen.

Hintergrund des Menschenrechtstages
Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs führten zu einem weltweiten Umdenken. Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR). Sie umfasst 30 Grundsätze, die bis heute eine gemeinsame Orientierung für den Schutz der Menschenwürde bilden. Rechtlich ist die Erklärung selbst nicht verbindlich, prägt jedoch bis heute das Verständnis von Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde.