Gemeinde-
und Bezirkssuche

Gemeinschaft pflegen und weiterhin Verantwortung wahrnehmen

07.11.2023

Die Bezirksvorsteher und deren Stellvertreter sowie die Apostel und Bischöfe im Ruhestand waren am 7. November 2023 zur jährlich stattfindenden Zusammenkunft nach Zofingen eingeladen. Es war ein herzliches Wiedersehen der Amtsträger i.R. Schon beim Begrüssungskaffee entstand ein lebhafter Gedankenaustausch.

 
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Nach dem Eingangsgebet nannte Bezirksapostel Jürg Zbinden die Zu- und Abgänge in den Kirchenbezirken. Ruhesetzungen und Heimgänge waren zu verzeichnen, an welche man sich im stillen Gedenken erinnerte.  Der Kirchenvorsteher erwähnte mit Freude die Männer, die bereitwillig zustimmten, die Aufgaben als Bezirksleiter zu übernehmen.

Aus den Ausführungen des Stammapostels Jean-Luc Schneider vom Mai 2023 betonte Jürg Zbinden verschiedene Punkte:

  • Amtsträger/innen, die unter einer starken persönlichen Lebenserfahrung leiden, benötigen statt gutgemeinten Vertröstungen viel Einfühlung, Verständnis und Liebe.
  • In schwierigen Situationen können wir zuversichtlich bleiben und der Hilfe von Gott vertrauen. Dabei halten wir die Vorzüge der guten Verhältnisse wertschätzend im Auge.
  • Mitgliedern, die die Kirche verlassen haben, halten wir unsere Herzen und die Türen offen für eine Rückkehr. Gott liebt auch sie, wie alle anderen.
  • Die Entscheidungsfreiheit der Menschen besteht und ist bestimmend. Die Möglichkeiten der Führung Gottes sind vielfältig und gross.
  • Auch für Amtsträger mit starkem Glauben gilt, die Bedeutung der göttlichen Zuwendung, seine Gnade und die Gemeinschaft mit ihm zu erkennen und wertzuschätzen.

Ein zentraler Punkt bildete das Schutzkonzept der Neuapostolischen Kirche Schweiz. Dazu einige markante Aussagen:

  • Die sexuelle Selbstbestimmung der Menschen wird zugesichert und respektiert. Übergriffe werden strikt abgelehnt und fehlbare Personen zur Rechenschaft gezogen.
  • Das erarbeitete Schutzkonzept ist für alle im kirchlichen Dienst tätigen Personen verbindlich. Es beschreibt präventive Massnahmen, die durch einen Verhaltenskodex sowie eine Verhaltensverpflichtung wirken sollen.
  • Interne und externe Meldestellen sollen rasches Eingreifen ermöglichen.
  • Das Konzept wird nach der Schulung möglicher exponierter Personen auf den 1. Januar 2024 eingeführt.

Zur geistlichen Führung in der Kirche referierte Apostel Thomas Deubel. Er erwähnte nützliche Verhaltensweisen:

  • Sehen, was vorhanden ist an Potential, Gaben und Fähigkeiten. Diese sollen in einer ressourcenorientierten Führung in den Gemeinden und Bezirken gezielt eingesetzt werden.
  • Durch den Einsatz der persönlichen Stärken wird die Motivation für Aufgaben gesteigert. Durch Akzeptanz und Dank wird dies verstärkt. Die so erfahrene Wertschätzung erhöht die Bereitschaft zu weiteren Aufgaben.
  • Anerkennung und persönliches Feedback geben neue Kraft für den Einsatz.

Zum Schluss des offiziellen Teils gab der Bezirksapostel einige wesentliche Informationen. Die noch immer interessierten und engagierten ehemaligen Leiter von Bezirken sollen diese nutzbringend einsetzen können.

  • Für die Seelsorge sind in der Schweiz eine Reihe von Themen in sogenannten Handlungshinweisen jeweils auf wenigen Seiten formuliert worden. Diese dienen den Seelsorgern als Grundlage für Gespräche und geben Sicherheit. Diese Handlungshinweise können auf Wunsch beim Sekretariat des Bezirksapostels angefordert werden. Sie sollen so auch Geschwistern zugänglich sein.
  • Zur Situation von Amtsträgern, die im Konkubinat leben, wurden von der Bezirksapostelversammlung Regelungen festgelegt. Die jeweilige Gebietskirche entscheidet, wie damit umgegangen wird.
  • Dazu wurden für den Bezirksapostelbereich Schweiz klare Erwartungen formuliert. Besonders wird darauf geachtet, dass es für die betroffene Gemeinde verträglich / stimmig sein muss.
  • Die Zahlen der teilnehmenden Kinder in den angebotenen Lagern sind leider rückläufig. Das ist schade, und die Ruheständler sind aufgefordert, in ihrem Beziehungsnetz aktiv Werbung für diese Anlässe zu machen.

Die Anregung eines Bischofs im Ruhestand, die Eindrücke und Erkenntnisse der anwesenden Brüder aus den Gemeinden und Bezirken zu sammeln, wurde dankbar entgegengenommen. Der Bezirksapostel dankte den Anwesenden für ihre Unterstützung und drückte seine Freude aus, im nächsten Jahr selbst als Teilnehmer mitzumachen.

Nach dieser umfangreichen geistigen Nahrung freuten sich die Anwesenden auf kulinarische Genüsse beim Apéro und anschliessenden Mittagessen, wobei der rege Gedankenaustausch intensiv weitergeführt wurde.