Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 15 / 2022

12.04.2022

Die Passionszeit neigt sich dem Ende zu und wird am Karsamstag enden. Es ist eine Tatsache, dass man sich rasch an die guten, wie an die schlechten Nachrichten gewöhnt. Der Krieg in der Ukraine gehört leider schon fast zum Alltag und die stete Flut von unerträglichen Schilderungen und Bildern birgt die Gefahr in sich, uns abzustumpfen.

 
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Es ist dann bloss noch ein kurzes Kenntnisnehmen. Wir wollen nicht nachlassen im Gebet um Frieden und im helfenden Handeln.


Am Dienstag fand bereits die erste Vorstandssitzung des Jahres 2022 statt. In dieser Sitzung standen auf der Traktandenliste schwerpunktmässig Informationen zu den Finanzen, die strategische Ausrichtung der Verwaltung und Informationen zur Bautätigkeit. Zuvor hatte sich die Verwaltungsgemeinde versammelt, um die Aussonderung der Hostien für die Seelsorgebriefe zu erleben.


Der Mittwoch führte mich in den Hauptort des Verwaltungskreises Emmental des Kantons Bern. Richtig geraten: nach Langnau im Emmental. Eine grosse Trauergemeinde hatte sich in unserer Kapelle versammelt, um vom verstorbenen Vater von Bezirksapostel i.R. Urs Hebeisen Abschied zu nehmen.


Was findet am ersten Donnerstag im April statt? Es ist ein Feiertag im Kanton Glarus. An diesem Tag wird der letzten Schlacht zwischen den Habsburgern und den Eidgenossen gedacht, die in der Nähe von Näfels stattfand. An diesem Gedenktag ziehen viele Einwohner zu Fuss an den Ort des Geschehens, weshalb von der «Näfelser Fahrt» gesprochen wird. Wie überall im Kanton findet auch in unserer Gemeinde an diesem Tag ein Gottesdienst statt. Ausser dem Gemeindevorsteher und einer jungen Familie wusste niemand in der Gemeinde etwas von meinem Überraschungsbesuch. Es war ein freudiges Wiedersehen mit den Glarner Geschwistern. Mit der Heiligen Versiegelung der kleinen Romina bekam dieses Fest der Seele noch eine besondere Prägung.


Im Eingangsbereich hatten einige Geschwister ein zum Verweilen reich gedecktes Buffet mit vielen Köstlichkeiten vorbereitet. Leider drängte das Programm, so dass mir nur wenig Zeit für diesen Teil des gemeinschaftlichen Erlebens blieb.


Nach einem kurzen Halt zu Hause ging es weiter nach Effretikon, wo am Abend mein Besuch angesagt war. Bischof Keller begleitete mich mit den beiden Bezirksevangelisten und etlichen Vorstehern aus dem Bezirk Winterthur. Es kommt mir immer noch wie ein Geschenk vor, dass Einladungen wieder möglich sind. In diesem Gottesdienst durfte ich für die Gemeinde einen Priester ordinieren. Unser grosser Gott ruft immer noch zum Dienst und gläubige und dienstbereite Herzen nehmen diesen Ruf an. Eine grosse Dankbarkeit steht in meinem Herzen.       


Wie die Zugvögel im Herbst geht es am Freitagmittag Richtung Süden, weg aus dem völlig überfüllten Flughafen mit schier endlosen Reihen von wartenden Passagieren vor den Gepäckkontrollen. Begleitet werde ich vom Verwaltungsleiter, Bischof Keller und Priester Brülisauer, Leiter Finanzen und Personal. Wir fliegen nach Brindisi in Apulien. Apostel Camenzind erwartet uns bereits; nun geht die Fahrt in die Nähe von Martano im südöstlichsten Teil, dem Absatz von Italien, auf der Halbinsel Salento.


Nach und nach treffen die Delegierten und Bezirksvorsteher Italiens ein. Am Samstag erleben wir die Delegiertenversammlung und anschliessend die Bezirksvorstehertagung. Es ist ein intensiver, aber auch sehr inhaltsreicher, erfreulicher Tag mit vielen wertvollen Gesprächen.


Am Sonntagmorgen weckt mich ein starkes Rauschen – ein richtiger Platzregen geht nieder. Zum Glück ist das Ganze nur von kurzer Dauer. Heute ist Palmsonntag und wir gedenken des Einzuges Jesu in Jerusalem. Es ist ein grosses Fest für die Gemeinde vorbereitet. Ausnahmsweise findet an diesem Tag die Konfirmation statt. Eine Konfirmandin und ein Konfirmand legen vor Gott ihr Gelübde ab, erhalten göttlichen Segen und die Zusage seiner Liebe, seines Schutzes und seiner Begleitung. Sie nehmen ihren Platz in der Gemeinde ein als eigenverantwortliche Mitglieder der Gemeinde. Zusammen mit den zahlreichen Gästen erleben wir ein Freudenfest für die Seele.


Schon wieder drängt die Zeit. Die verschiedenen Flieger, die uns zurückbringen werden, warten nicht. Der Abschied naht: Arrivederci! Alla prossima! Buon viaggio! Tanti auguri, gioia, forza e benedizione! Un abbraccio forte! Bis zur letzten Minute lassen wir uns von der Herzlichkeit der italienischen Geschwister mittragen.


Die Gewissheit ist schön, dass wir ein gemeinsames Ziel haben und dank der unergründlichen Liebe Gottes, erlebbar geworden im Opfer seines Sohnes, mit Freude in die Zukunft gehen dürfen. Es gibt ein Wiedersehen.