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Ist es bei dir schon Advent geworden?

12.12.2021

Am Sonntag, 12.12.2021, besuchte Apostel Matthias Pfützner die Gemeinde St. Gallen. Dieser Gottesdienst war für die Gemeinde ein besonderes Ereignis, da Hirte Lucio Minosi von seinen Aufgaben als Vorsteher der Gemeinde entlastet wurde.

 
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Der Predigt lag das Bibelwort aus dem Matthäusevangelium 14, 23 zugrunde: „Und als er das Volk hatte gehen lassen, stieg er (Jesus) auf einen Berg, um für sich zu sein und zu beten.“


Was ist Advent? Was braucht es, damit es bei dir Advent sein kann?


Zu Beginn des Gottesdienstes ging der Apostel auf das durch das musikalische Ensemble vorgetragene Lied: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ ein.


Der Apostel schlug vor, dieses Lied einmal in umgekehrter Reihenfolge zu lesen. Auch wenn dies zunächst irritierend sein könnte, wäre die Vorgehensweise in Bezug auf die Frage „Was ist Advent“ sehr aufschlussreich.


Steht unsere Herzenstür offen, so dass Jesus in seiner ganzen Herrlichkeit einziehen kann, um uns heiligen und heilen zu können von unseren Nöten, so dass wir freudig jauchzen können über die Herrlichkeit, die uns erwartet?


Fragen wir die Kinder, so kommen weniger fromme, konventionelle Antworten. Für sie ist Advent, wenn die Kerzen brennen. Und anders als in den restlichen 11 Monaten des Jahres, weiss jedes beim Anblick der Kerzen, welcher Sonntag ist. Brennt die dritte Kerze dann ist 3. Advent.


Advent – mehr als nur der vorweihnachtliche Wahnsinn?


Unter Bezugnahme auf das Bibelwort führte der Apostel aus, dass Stille, Licht, Innehalten, Zusammensein, sich austauschen, sich Geschichten erzählen, sich zuhören, sich Zeit nehmen den Advent charakterisieren. Sind wir im vorweihnachtlichen, alltäglichen Wahnsinn unterwegs oder haben wir uns schon Zeit genommen für die Adventszeit? Die Hälfte der Zeit ist schon vorbei.


Was braucht es, damit es bei dir Advent werden kann?


Antworten finden sich im Bibelwort:



  • Abgrenzung: Unsere Aufgaben im Privaten, im Beruf, in der Kirche kosten uns körperlich und seelisch viel Kraft. Es ist wichtig, dass wir STOP sagen und uns Zeit für PAUSEN nehmen. Wenn wir immer nur weitermachen, dann laugt uns das aus, wir werden geschwächt. Auch Jesus brauchte Pausen, hat den Rückzug gesucht, musste sich im Gespräch mit seinem Vater stärken.


        Grenze dich ab, achte auf deine Seele und ernähre sie nicht mit Fast Food!



  • Ort der Stille, des Gebets, der Nähe zu Gott: Was ist dein Berg, dein Ort an dem du auftankst? Darf die Kirche vielleicht so ein Ort der Stille, der Ruhe sein? Im Gottesdienst bietet Gott uns Reinigung, Heilung, Stärkung und Frieden an. Hier können wir unser eigenes Licht von Gott anzünden lassen.


Wenn wir uns kurz vor Weihnachten freuen, dass jetzt bald alles wieder vorbei ist und Normalität einkehrt, dann haben wir nichts von Jesus gelernt.


Nimm dir Zeit, dich vorzubereiten


Hirte Lucio Minosi stellte in seinem Predigtbeitrag den Auftrag eines Vorstehers ins Zentrum. Dieser ist klar: Dienst zum Segen der Gemeinde. Auch wenn es vermeintlich schnelle Antworten braucht, so kann der Auftrag nur erfüllt werden, wenn man sich Zeit nimmt. Zeit für die Vorbereitung, Zeit für das Gebet mit Gott.


Die drei leuchtenden Adventskerzen sind für ihn Symbole für den Glauben, die Liebe und die Hoffnung, wobei die Liebe das grösste unter diesen ist. Der Hirte betonte, dass die Liebe im Herzen des neuen Vorstehers gross ist. Liebe ist klar, sie zeigt den Weg auch wenn es schmerzt.


Er schloss seinen letzten Predigtbeitrag als Vorsteher mit den Worten: Jesus ist unsere Zukunft!


Gib der Stille eine Chance


Bischof Reto Keller hob nochmals die Stille hervor. Sie ist kein Zeichen von Langweile. Es ist wichtig, stille zu werden, auch mal zu warten, dass Gott die Dinge regelt.


Auch wenn Abgrenzung etwas Ungewohntes in der Kirche ist, so ist das Erkennen und die Anerkennung von Grenzen wichtig, um bei Kräften zu bleiben und klar den Kompetenzbereich aufzeigen zu können.


Besondere Handlung und Abschluss


Nach der Feier des Heiligen Abendmahls entlastete der Apostel Hirte Lucio Minosi von seinen Aufgaben als Vorsteher. Als neuer Vorsteher für die Gemeinde wurde Priester Ruedi Stüssi beauftragt. Priester Roger Jann steht dem neuen Vorsteher als Stellvertreter zur Seite.


Musikalisches Geleit erhielten die drei Amtsträger durch das vom Orchester vorgetragene Lied „Meine Zeit steht in deinen Händen“.


Zum Abschluss wünschte der Apostel den Geschwistern eine gesegnete verbleibende Adventszeit und ein Weihnachtsfest, das jeden in Staunen versetzen mag.