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Apostel Thomas Deubel in Wädenswil

29.08.2021

Am Sonntag 29. August 2021 diente Apostel Thomas Deubel in der Gemeinde Wädenswil mit dem Bibelwort aus Johannes 12, Vers 45: «und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.» Die Gemeinde Lachen war mit Bild und Ton angeschlossen.

 
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Nachdem das Orchester mit zwei Solisten das Lied «Lord preserve our soul» vorgetragen hatte, eröffnete der Apostel den Gottesdienst mit lieben Grüssen von Bischof Ruedi Fässler.
In seinen einleitenden Gedanken berichtete der Apostel von seinem Besuch in der Konfirmandenstunde seines Sohnes, in der das Thema «Konfirmationsgelübde» besprochen wurde. Dieses Versprechen bringen die Konfirmanden oder auch wir nicht irgendeinem Menschen sondern Gott entgegen. Diesem Allmächtigen und Allwissenden sagen wir: «Ich entsage, ich übergebe mich dir!»


Diesen Gott können wir nicht beschreiben. Da reicht unser Wissen und unser Verstand nicht aus. Der Apostel verdeutlichte dies an einer Geschichte. Einige Blinde haben versucht, einen Elefanten zu beschreiben. Jeder berührte ein anderes Körperteil und beschrieb ein völlig anderes Bild vom Elefanten. Alle hatten irgendwie recht aber es gab kein Gesamtbild. So ist es auch im Gottesdienst wenn der Amtsträger einzelne Ausschnitte des Evangeliums thematisiert, z.B. die Allmacht Gottes, die Gnade oder die Liebe. Aber uns fehlt das Gesamtbild weil wir die Worte dazu nicht haben. Wir müssen aber nicht alles wissen. Um unsere Seligkeit zu schaffen, ist das Wichtigste unser Glaube an Gott und das Evangelium. Kurz zusammengefasst bedeute dies: liebe Gott, liebe deinen Nächsten und vergib deinem Nächsten.


Perfektion Gottes
In seiner weiteren Predigt ging der Apostel auf die Perfektion Gottes ein. Das Opfer Jesu war vollkommen. Die Lehre, die bis heute Gültigkeit hat, ist perfekt. Er wies darauf hin, dass es keinen Abstand zwischen Gottes Absicht und dem, was er verwirklicht gibt, keine Differenz zwischen seinem Willen und seiner Tat. Auch wenn wir manchmal Dinge erleben müssen, die uns nicht gefallen, ist die Hilfe Gottes perfekt. Was er uns gibt, um das Heil unserer Seele zu schaffen, ist vollkommen.


Diese Perfektion/Vollkommenheit streben wir an. In der Konfirmandenstunde sollten die Konfirmanden ihr eigenes Gelübde schreiben. Es kam die Diskussion auf: «Wir sind nicht perfekt.» Wir könnten doch sagen: «Lieber Gott ich versuche zu entsagen.» Daraufhin verwies Apostel Deubel auf Paulus. Wie hat das Paulus gefühlt? Er wollte dem Wesen Jesu Christi nachjagen weil er wie Jesu sein wollte. Er glaubte nicht, dass er schon so weit sei. Er war von Jesus Christus ergriffen und wenn man von ihm ergriffen ist, dann will man so vollkommen werden wir er. Man jagt ihm nach und versucht es nicht nur.


Nachjagen und Einssein
Damit leitete der Apostel über zum Textwort: «und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.» Die Menschen damals wollten wissen, wie Gott ist. Und da gab ihnen Jesus diese Antwort. Der Apostel stellte sich die Frage: «Was siehst du Herr Jesus, wenn du mich siehst?» Wir sind nicht perfekt, aber wir wollen dem Wesen Jesu Christi nachjagen und diesen festen Willen wie Paulus haben.

Die Konfirmanden diskutierten die Dreieinigkeit Gottes und versuchten diese zu erklären oder mit Vergleichen wie z.B. dem dreiblättrigen Kleeblatt oder den drei Zuständen von Wasser (Dampf, Eis, Wasser) zu konkretisieren. Aber es geht nicht: Gott ist und bleibt ein Mysterium! Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist sind eins.


Wir können eins sein in dem Sinn, dass Jesus Christus immer vor uns steht. Wenn wir so eins sind, dann finden wir immer eine Lösung in jeder Lebenslage. Dem wollen wir nachjagen. Das ist Perfektion im Einssein.


Im Dienen zeigte der Apostel einen Vergleich zum Einssein mit Jesus auf. Ein Gutsherr und sein Knecht marschierten über einen gefrorenen See. Der Knecht ging auf Anweisung und Versprechen verschiedener Belohnungen des Gutsherrn voran, weil dieser Angst hatte. Je weiter sie den See überquert hatten, desto kleiner wurde die versprochene Belohnung. Zum Schluss bekam der Knecht nur noch ein kleines Geldstück. Dieses Dienen ohne Erwartung, aus Liebe zum Nächsten ist ein Beispiel, wie sich Jesus verhalten hätte. Dem wollen wir nachjagen.


Apostel Deubel wurde auf seinem Ungarnbesuch in Budapest ins Terrormuseum geführt. Dort sah man Schilder mit den Namen der Opfer aber auch den Namen der Täter. Diese Täter zu lieben ist nicht leicht. Mit einem Zitat des kürzlich heimgegangenen Bezirksapostels Markus Fehlbaum «Gutes tun und Liebe üben» unterstrich der Apostel nochmals dieses Bibelwort. Liebe üben – Vergebung üben.


Früchte unseres Wirkens
Nach dem Chorlied Nr. 349 «Wie soll ich deine Güte preisen»  bestätigte der Vorsteher der Gemeine Wädenswil Evangelist Stefan Gerber durch eine indische Fabel dieses Bibelwort: Ein Bauer hatte eine reiche Ernte und schleppte seinen Sack Reis nach Hause. Auf diesem Weg begegnete ihm Gott und bat ihn um den Sack Reis. Der Bauer überlegte und gab ihm ein Reiskorn. Kurz darauf gab Gott ihm dieses Reiskorn vergoldet zurück.


Der Evangelist betonte damit, dass Gott unser Wollen und Wirken sieht und honoriert. Zusätzlich ergänzte er, dass wir auch in der Gemeinde die Früchte unseres Wirkens sehen können, so wie er in den letzten fast acht Jahren seiner Vorstehertätigkeit.


Neuer Gemeindevorsteher
Evangelist Gerber, der in diesem Gottesdienst von seinen Aufgaben als Vorsteher der Gemeinde Wädenswil entbunden wurde, dankte anschliessend der Gemeinde für ihre Treue und ihr Mitwirken.


Im Anschluss erfolgte dann mit grossem Dank die Entlastung von Evangelist Gerber als Vorsteher der Gemeinde Wädenswil. Der Apostel verwies dabei v.a. auf die besondere Gabe des Evangelisten als Friedensstifter.

Als neuer Vorsteher der Gemeinde Wädenswil wurde dann Evangelist Urs Weber, bisheriger Vorsteher der Gemeinde Lachen, beauftragt. Dabei bedankte sich der Apostel für seine Bereitschaft diesen Auftrag anzunehmen und strich seine Demut heraus, in der die Kraft Gottes liege.