Gemeinde-
und Bezirkssuche

Letzter Sonntagsgottesdienst von Apostel Philipp Burren

17.01.2021

In der Neuapostolischen Kirche in St. Gallen diente Apostel Philipp Burren am Sonntag, 17. Januar 2021, den Glaubensgeschwistern seines Arbeitsbereiches in der Schweiz, Österreich und Slowenien. Begleitet wurde er von Bischof Peter Jeram und dem zukünftigen Apostel, dem Bezirksältesten Matthias Pfützner. Der Gottesdienst wurde per IPTV übertragen.
 
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Ausdruck der Dankbarkeit
In seinem letzten Sonntagsgottesdienst brachte Apostel Philipp Burren seine Freude zum Ausdruck, dass nach vielen Planungen und Verschiebungen der Gottesdienst in St. Gallen mit Übertragung per IPTV nach Österreich, Slowenien und innerhalb der Schweiz nun doch noch möglich geworden sei. Bis zum Vorabend wäre dies noch nicht so klar gewesen.

Zudem überbrachte er den Gottesdienstteilnehmern die Grüsse aller Apostel und Bischöfe des Bezirksapostelbereiches Schweiz. Somit würden fast 15 Länder der EU in einer Verbundenheit stehen. Er sei sehr dankbar, dass auch der zukünftige Apostel und jetzige Bezirksälteste Matthias Pfützner noch in der Nacht den weiten Weg aus Österreich bewerkstelligen konnte und ihn jetzt zusammen mit Bischof Jeram begleite.

Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort an dem du stehst ist heilig
Der Gottesdienst begann stimmungsvoll mit dem gesprochenen, von der Orgel begleiteten, Liedtext: «Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort an dem du stehst ist heilig».

Apostel Burren führte aus, dass ihn dieses Lied sehr bewegt habe. Eine Begegnung mit Gott bedeutet gleichzeitig, dass man heiliges Land betritt. Dieser Ort muss nicht zwingend die Kirche selbst sein. Es kann ein beliebiger Ort sein; wo zwei oder drei sich in seinem Namen versammeln, da hat Gott zugesagt, mitten unter ihnen zu sein. Wichtig ist, sich in diesem Moment nicht ablenken zu lassen sondern präsent, aufmerksam zu sein und seine Worte wie einen trockenen Schwamm aufzusaugen. In der Begegnung mit Gott liegen Stärkung, Glück und Freude. Im Mittelpunkt der Begegnungen steht die Verheissung, dass Jesus wiederkommt, um uns in das Reich Gottes zu führen. Wir mögen uns doch mit allen Kräften und Möglichkeiten auf diesen Moment vorbereiten.

Das Bibelwort aus Hebräer 4,1
Apostel Burren verwies mit dem Hinweis auf das Reich Gottes auf das dem Gottesdienst zugrunde liegende Bibelwort aus Hebräer 4,1.: «So lasst uns nun mit Furcht darauf achten, dass keiner von euch zurückbleibe, solange die Verheissung noch besteht, dass wir in seine Ruhe eingehen». 

Und am 7. Tage ruhte Gott
Diese Ruhe ist das Reich Gottes. Apostel Burren ging auf das besondere Verhältnis ein, welches Adam und Eva im Paradies Gottes erleben durften. Die ersten beiden Menschen wurden durch die selbe Natur ausgezeichnet wie Gott. Der Umgang war geprägt von Friede und reiner, vollkommener Liebe. Die Schöpfung Gottes hatte alles hervorgebracht, was es für das menschliche Leben brauchte. Adam und Eva hatten die Aufgabe, dem Sorge zu tragen. Das Paradies war kein Schlaraffenland, sondern es brauchte Arbeit, für die Erde einzustehen.

Darum geht es im Kern auch heute noch: es gilt, im Einklang mit Gott, dem Nächsten und der Schöpfung zu leben und diesbezüglich ein Vorbild zu sein.

Der Sündenfall hat diese Harmonie bis zum heutigen Tag gestört. Aber so wie Gott damals einen Plan hatte, hat er auch heute einen Plan. Damals sandte er Jesus, der die Menschen vom Bösen erretten sollte, heute ist es der heilige Geist, der uns ausrichtet. Dies in vielfältiger Form:

  • Der Heilige Geist weist den Weg in der Lehre.
  • Der Heilige Geist vermag den Menschen von einer Erkenntnis in die nächste zu führen.
  • Der Heilige Geist ist Kraftquelle.
  • Der Heilige Geist fördert gesamthaft die Gesundheit; dies von Leib, Seele und Geist.

Der Apostel wünschte den Gottesdienstteilnehmern, dass jeder ausstrahlen möge, tief in seinem Inneren von der besonderen Kraft des Heiligen Geistes erfüllt zu sei.

Im Bibelwort liegt Trost
Wir mögen nicht die Zeichen der Zeit deuten, sondern aus Liebe und Hoffnung auf das Kommen des Herrn warten. Gottes Verheissung wird sich erfüllen; daran werden auch äusserliche Einflüsse und Hindernisse nichts ändern. Gott ist einer jeden Seele gnädig, die das Ziel erreichen möchte. Egal wie sich die persönlichen Verhältnisse gestalten, der Glaube kann einen jeden stark machen und ihn über den Dingen stehen lassen.

Im Bibelwort liegt Hilfestellung und Warnung zugleich
Um in das Reich Gottes zu gelangen, ist Arbeit erforderlich. Der Apostel verwies auf die lange Reise des Volkes Israel. Am Ende war es nicht allen möglich, in das verheissene Land einzuziehen, sie hatten den Glauben an das Mögliche verloren. Sie waren ob der vielen Hindernisse und Herausforderungen mutlos geworden. Auch wenn wir nicht immer alles mit dem Verstand ergreifen können, wenn unser Leben, unsere Aufgaben zu anspruchsvoll erscheinen, so möge uns stets bewusst sein: GOTT HILFT IMMER.

Apostel Burren verwies auf das Gleichnis der 10 Jungfrauen, von denen 5 in der Nacht kein Öl mehr hatten. Sie waren nicht vorbereitet. Auch wir mögen die Gottesdienste bitte nicht als beliebige Veranstaltung, wie beispielsweise ein Konzert, ansehen. Zu diesem kann man nach Lustprinzip hingegen oder eben auch nicht. Gottesdienste sind die Vorbereitung auf unsere Zukunft und dies nicht nur in Zeiten wo es uns vielleicht schlecht geht.

Jeder Gottesdienst dient unserem Wachstum. Es ist erstrebenswert, unseren Dank in Form von sichtbaren wie unsichtbaren Opfern zu zeigen.

Wer regiert in uns?
Apostel Burren wünscht allen, dass dies Gottes Liebe sein kann und wir im Einklang mit Gott, dem Nächsten und der Schöpfung nicht ins Wanken kommen.

Predigtbeitrag des Bezirksältesten Pfützner
Der Übergang zum Predigtbeitrag von unserem zukünftigen Apostel wird erneut durch einen von der Orgel begleiteten, gesprochenen Liedbeitrag gestaltet. Vorgetragen wird das  bekannte Chorlied: «Heilig, heilig, heilig «(CM 143).

Auch der Bezirksälteste Pfützner nimmt zunächst Bezug auf das Lied «Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort an dem du stehst ist heilig». Dies habe ihn innerlich durchzuckt und in ihm die Frage aufkommen lassen, wie er mit dem Herrn in seiner Gegenwart umgehe. Er griff die Geschichte des brennenden Dornenbusches auf und führte aus, dass er keineswegs das Gefühl habe, dass der Apostel in Ruhestand gehe, sondern in ihm das Feuer Gottes brenne.

Gottes Verheissung ist unzerstörbar! Er legt der Gemeinde ans Herz, sich mit den Abschnitten des Hebräerbriefes zu befassen. Vielleicht braucht es mehr als einen Anlauf, bis sich der Inhalt erschliesst, aber es lohnt sich, sich von den Worten durchdringen zu lassen, betonte der Bezirksälteste. Er gab den Rat, alles, was sich mit Gott nicht verträgt, zurückzulassen. 

Was ist euer Lieblingslied?
Diese Frage stellt er den Kindern. Sie mögen es doch den Eltern jetzt schnell zuflüstern, es aufschreiben oder dem Apostel per Mail schicken.

Sein Lieblingslied sei: «Jesus heisst uns leuchten mit hellem Schein». Jeder von uns kann leuchten an dem Platz, wo Gott ihn hingestellt hat. Wichtig ist, dem Nächsten die Hand zu reichen, ihm in Liebe zu begegnen und nicht abzuwarten, bis das Gegenüber sich bewegt. Wenn wir uns derart begegnen, dann muss keiner Angst haben, zurückzubleiben.

«Jesus heisst uns leuchten, zuerst für ihn. Sicher weiss und merkt ER, ob wir für ihn glühn. Christen sollen leuchten in der dunklen Welt. Jedes an dem Plätzchen, wohin Gott es stellt.»

Persönliche Wort
Bezirksälteste Pfützner dankte dem Apostel für sein Feuer und sein Wirken, nicht nur mit Worten, sondern auch mit allen seinen Taten. Diese haben in Klarheit, mit viel Einsatz, Engagement und Disziplin dem Feuer immer wieder die Luft zum Atmen gegeben.

Heiliges Abendmahl
Auch dieses bedeutet, Arbeit und Busse zu tun, sagte Apostel Burren. Es ist ein heiliger Moment in dem erlebbar wird, wie gross Gott ist.

Verabschiedung
Apostel Burren drückte seinen grossen Dank dafür aus, dass er als Diener Gottes habe arbeiten dürfen, im Besonderen für die Länder Österreich, Slowenien und Schweiz. Viele Strukturen durften entstehen. Er sei sehr dankbar für die Liebe, die Aufnahme, die Begleitung und Unterstützung, die er immer habe erfahren dürfen. Er sei sicher, dass die Arbeit weiterhin reich gesegnet werde, die nun zukünftig in den Händen des neuen Apostels liege. Er wünsche sich, dass die Gemeinden diesen aufnehmen und ihn in ihr Herz schliessen werden.

Er schloss den Gottesdienst mit den Segensworten: «Der Herr segne euch, er behüte euch, er möge sein Antlitz auf jeden von uns leuchten lassen und er möge uns gnädig sein.»

Jesus möge immer in unserer Mitte stehen!
Zum Abschluss des Gottesdienstes ertönte die Orgel mit ihrer ganzen Klangvielfalt und füllte nicht nur den Kirchraum als Ganzes mit ihrer Erhabenheit sondern auch die Herzen und Seelen.