Gemeinde-
und Bezirkssuche

Sucht die Diskussion mit Gott und die Quellen

23.01.2022

Bischof René Engelmann diente am 23.01.22 zum letzten Mal als Bischof in der Gemeinde Biel-Bienne. Er wurde begleitet von seinem Nachfolger Bischof Thomas Wihler.

 
/api/media/521799/process?crop=fixwidth&filetype=jpg&height=1500&token=5f14d5bf48791b3b6def31132f0c2be3%3A1692485037%3A5061109&width=1500
/api/media/521800/process?crop=fixwidth&filetype=jpg&height=1500&token=12e19ab47d0af24555ea04922b0833ef%3A1692485037%3A2102173&width=1500
/api/media/521801/process?crop=fixwidth&filetype=jpg&height=1500&token=faa1888f656403e7b1963ba77ee13b05%3A1692485037%3A7528014&width=1500
/api/media/521802/process?crop=fixwidth&filetype=jpg&height=1500&token=8df4bf1cbe6f656d1c84a1c04e0fabf4%3A1692485038%3A6850436&width=1500
/api/media/521803/process?crop=fixwidth&filetype=jpg&height=1500&token=8f857b521a83fb25007e09fd59a0a286%3A1692485038%3A5113776&width=1500
 

Als Grundlage des Gottesdienstes diente das Textwort aus Josua 15, 19: «Sie sprach: Gib mir eine Segensgabe! Denn du hast mich nach dem dürren Südland gegeben; gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die oberen und die unteren Quellen.» Dieses Wort aus dem alten Testament wurde von Stammapostel Fehr bereits 1989 in einem Gottesdienst verwendet.


Der Bischof führte zu Beginn den geschichtlichen Kontext aus. Die Tochter von Kaleb erhielt zu ihrer Hochzeit Land, welches sehr trocken und dürr war. Sie bat deshalb bei Ihrem Vater um Quellen, damit daraus fruchtbares Land werden konnte. Sie bat ihn nicht um ein anderes Land, sondern diskutierte mit ihm und bat um Hilfe. Die Quellen waren da, jedoch musste sie darum bitten und machte so den ersten Schritt auf ihn zu. So geht es auch uns, leitet der Bischof in unser Leben über, die Quellen sind für alle da, aber man muss hingehen oder darum bitten.


Bischof Engelmann zeigte weitere Bilder der Quellen auf. So gibt es im natürlichen den Regen, welcher für das Land als Quelle dient. Dieser Regen kann im Glaubensleben als das Wort, den Segen betrachtet werden, welcher uns und unseren Glauben stärkt. So gibt es auch den Schnee, welcher leise von oben runterfällt, alles schön bedeckt und die Landschaft für eine Weile sauber aussehen lässt. Der Schnee spiegelt im übertragenen Sinn die Gnade wider, welche unsere Unvollkommenheiten überdeckt.


Diese Quellen erlauben im Natürlichen dem Land fruchtbar zu sein. Diese Quellen verändern auch Lebenssituationen sowohl im Natürlichen, als auch im Glaubensleben.


Um zu den unteren Quellen zu gelangen, muss man mehr in die Tiefe gehen. So findet man wertvolle Steine, welche der Bischof wie folgt erläuterte:


Gold steht für die Wahrheit, welche wir im Gottesdienst finden.


Silber steht für die Liebe, welche wir in der Gemeinschaft erleben können.


Edelsteine stehen für die göttlichen Tugenden, welche wir im Unterricht und in der Nähe zu Gott erhalten.


Bischof Wihler, welcher bald neu für die Bezirke Bern-Nord und Romandie zuständig ist, diente ebenfalls und teilte seine Freude darüber mit, dass es ein Reichtum sei neue Geschwister kennen zu lernen, mit denen wir gemeinsam den Weg Jesu gehen.


Weiter führte er aus, dass die beschriebene Situation im Textwort die Herzenshaltung dieser Tochter zeigt. «Sie bekam nicht das perfekte Land, sagte jedoch nicht, dass es ihr nicht gefällt oder sie ein anderes haben will.», so der Bischof. «Sie war Lösungsorientiert eingestellt und sah nicht in erster Linie das Problem, sondern suchte und fragte nach Lösungen.»


«So geht es doch auch in unserem Leben», führte der Bischof weiter aus, «es gibt Dinge in unserem Leben die nicht perfekt sind. Da mögen wir zum himmlischen Vater gehen und ihn um seinen Segen bitten.»


Er erläuterte weiter, dass Gott nicht die Ängste, Enttäuschungen, Unzufriedenheiten, Probleme oder den Ärger segnen kann. Aber er kann unseren Mut, die Liebe, die Begeisterung für sein Werk, den Frieden und die Entschlossenheit etwas zu tun, segnen.


Und abschliessend wurde von weiteren Mitdienenden festgehalten, dass es nicht reicht gesegnet zu sein. Den Segen, welchen wir erhalten, möchten wir weitergeben. Gott hat Gedanken des Friedens, nicht des Leides.