Gemeinde-
und Bezirkssuche

Gottesdienst von Stammapostel Jean-Luc Schneider mit Ruhesetzung und Ordination

24.01.2021

Im Gottesdienst vom 24. Januar 2021 in Zofingen (Schweiz) - der strikt nach dem Corona-Schutzkonzept durchgeführt wurde - erfolgte die Ruhesetzung von Apostel Philipp Burren und die Ordination des Bezirksältesten Matthias Pfützner zum Apostel.
 
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Stammapostel Jean-Luc Schneider diente mit dem Bibelwort aus dem Evangelium Markus, Kapitel 6, die Verse 47 und 48: «Und am Abend war das Boot mitten auf dem Meer, und er war an Land allein. Und er sah, dass sie sich abplagten beim Rudern – denn der Wind stand ihnen entgegen –, da kam er um die vierte Nachtwache zu ihnen und wandelte auf dem Meer und wollte an ihnen vorübergehen.»

Das von der Orgel gespielte Eingangslied «Grosser Gott, wir loben dich» bezeichnete der Stammapostel als Anbetungslied und wies darauf hin, dass die wahre Anbetung Gottes mit der richtigen Einstellung im Geist und in der Wahrheit geschehen soll. Wir sind uns bewusst, dass wir völlig abhängig sind von Gottes Gnade. 

Gott bietet uns in den Gottesdiensten sein Wort, seine Gnade und das Abendmahl an. Wir entscheiden, ob wir dies annehmen oder nicht. Aber Gott entscheidet, was er gibt, wann er es gibt, wem er es gibt – es ist reine Gnade! Das zu erkennen stimmt uns dankbar. 

Zum Bibelwort erläuterte der Stammapostel zunächst den Kontext, wie er in der Bibel nachzulesen ist: Jesus hatte die Jünger mit einem Boot nach Betsaida geschickt. Diese plagten sich beim Rudern sehr, um voranzukommen, denn sie hatten Gegenwind. Jesus sah ihr Bemühen und begegnete ihnen auf dem Wasser gehend. Jesus hatte die Not der Jünger wahrgenommen und sie ernst genommen. Er wollte ihnen Mut machen, an ihnen vorübergehen (in der französischen Bibel heisst es: «sie überholen»). Schon Mose und später Elia haben dies erfahren. Als sie einmal verzweifelt waren, ging der Herr an ihnen vorüber, wollte sie trösten und aufrichten und sagte ihnen: «Mach dir keine Sorge, ich bin da, ich bin dir ganz nahe. Habe Mut und mache weiter, ich habe noch viel vor mit dir.»

Der Herr hatte die Mühe der Jünger im Boot gesehen und zeigte ihnen, dass er nahe ist und ihnen beisteht. Als sie Jesus auf dem Wasser gehen sahen, erschraken sie. Jesus nahm ihnen die Angst, tröstete sie und stieg in ihr Boot.

Für uns hat das eine grosse Bedeutung. Wir sind alle von Jesus erwählt und haben zwei Aufträge erhalten:

  • Wir sollen uns auf das Kommen des Herrn vorbereiten, unsere Seligkeit schaffen.
  • Wir sollen dem Herrn in seiner Kirche dienen, sein Wort verkündigen, sein Werk gemeinsam aufbauen.

Manchmal geht das gut, manchmal gibt es Gegenwind. Manchmal bemühen wir uns, kommen aber nicht vorwärts. Das könnte ein Amtsträger empfinden, es könnte auch in der Kirche weltweit so gesehen werden. In dieser Situation hilft die trostvolle Botschaft: Der Herr weiss es, er nimmt Anteil, will uns  helfen und stärken. Er gibt Antwort, erhört Gebete, lässt uns immer wieder erleben: «Ich bin da, mach dir keine Sorgen!» Er ist der Gott der Barmherzigkeit und der Liebe.

Jesus sagt uns auch: «Ich bin dir vorausgegangen, ich war schon im Reich Gottes und habe alles vorbereitet für dich.» Er wartet auf uns und bestärkt uns, ihm zu vertrauen und weiter im Werk Gottes zu arbeiten. 

Was Jesus von uns erwartet, ist sehr anspruchsvoll. Wenn wir einmal erschrecken, weil wir etwas nicht verstehen, weil etwas ganz anders kommt als erwartet und wir vielleicht enttäuscht sind – dann sagt uns Gott: «Sei getrost, ich bin da! Vertraue mir, es geht weiter.» Er zeigt uns immer wieder, dass er uns liebt und wir ihm vertrauen können. Er will uns erretten. Wer an ihn glaubt, kann das erreichen.

Wenn Menschen Fehler machen – das geschieht auch Amtsträgern, auch Aposteln – ist Jesus trotzdem da. Wenn im Namen Jesu gewirkt wird, gelten die erfüllten Handlungen weiter, denn Gott steht dahinter.

Ein gesprochener Liedtext mit Orgelbegleitung greift die Aussagen aus der Predigt auf: «Herr, weil mich festhält deine starke Hand, vertrau ich still.»

In seinem Predigtbeitrag betonte Apostel Burren die Nähe Jesu und erläuterte: Unter den Bedrängnissen des Alltags vergessen wir manchmal, dass Jesus für uns da ist. Es kommen Zweifel auf, der Glaube könnte schwinden. Genau in solchen Situationen ist es wichtig, Glauben zu behalten. Wie können wir das erreichen?

  • Suche zuerst die Verbindung mit Gott im Gebet. Dann spricht er mit dir durch einen Menschen, durch deinen Seelsorger, im Gottesdienst. Als Beispiel nennt er die Emmausjünger, welche die Nähe von Jesus erlebt haben.
  • Schauen wir auf das Evangelium Jesu Christi und die darin enthaltenen Zusagen.
  • Sprechen wir mit Menschen über den Glauben, über einen Gottesdienst.

Überleitend zur Sündenvergebung erwähnte der Stammapostel, dass unser Glaube manchmal nicht gross genug ist, um bis in die letzte Konsequenz gehorsam zu sein. Jesus ist uns dennoch gnädig und vergibt uns. In der Feier des Heiligen Abendmahls stärkt er uns und bestätigt: «Ich bin mit dir bis ans Ende, habe keine Angst.»

Stellvertretend nahmen Apostel Burren und Bezirksältester Pfützner das  Heilige Abendmahl für die Seelen aus der jenseitigen Welt entgegen. Diese Handlung wurde eingeleitet durch das auf dem Cello vorgetragene Lied «Meine Heimat ist dort in der Höh». Im Anschluss erklangen auf dem Klavier die Töne des Liedes «Singet unserm Gott und seinem Sohn». 

Ruhesetzung und Ordination
Einleitend zur Ruhesetzung von Apostel Philipp Burren betonte der Stammapostel dessen Einsatz, den Fleiss, das Organisationstalent und vor allem seine Liebe zum Herrn und allen Glaubensgeschwistern. Er habe durch seine Anteilnahme, seinen Respekt und seine Wertschätzung die Herzen der Anvertrauten gewonnen. Mit herzlichstem Dank entband er den Apostel von seinen Amtsaufgaben und versetzte ihn in den wohlverdienten Ruhestand.

Anschliessend ordinierte der Stammapostel den bisherigen Bezirksältesten Matthias Pfützner als neuen Apostel. Dazu betonte er: "Ein Apostel ist für alle da, genau nach dem Sendungsauftrag. Er soll die Menschen zu Jüngern Jesu Christi machen." Apostel Matthias Pfützner wird künftig für Österreich, Slowenien sowie die Ostschweiz mit den Bezirken St. Gallen, Graubünden und Wil verantwortlich sein. Er bringt durch seine Ausbildung und seine beruflichen Tätigkeiten beste Voraussetzungen mit für die Ausübung seiner Aufgaben.

Im gemeinsamen Gesang Gott anbeten – «Le pardon – Vergebung»
Das Busslied «Le Pardon – Vergebung» wird von einem virtuellen Chor in Französisch und Deutsch vorgetragen. Dieses Lied ist das Ergebnis eines Corona-Chorprojekts, indem Mitglieder der Neuapostolischen Kirche aus Kirchgemeinden in der Romandie und der Deutschschweiz gemeinsam, virtuell, ein neues Lied erlernt haben.
Musik: Sigi Hänger
Text deutsch: Sigi Hänger, Jürgen Deppert
Texte français: Lionel Rhyn
Klavier: Barbara Zollinger-Widmer
Chef de choeur: Caroline Meyer
Projektleitung und Schnitt : Anita Bühlmann-Maurer